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Hoheneder erlöst RB-Fans: Leipziger gewinnen mit 2:0 gegen Hertha-Youngsters

Hoheneder erlöst RB-Fans: Leipziger gewinnen mit 2:0 gegen Hertha-Youngsters

Fußballregionalligist Rasenballsport Leipzig hat am Samstagnachmittag drei Punkte erkämpft. Bei schönstem Fritz-Walter-Wetter in der Red Bull Arena sahen 7246 Zuschauer eine über weite Strecken überlegene Leipziger Elf, die aber vor dem gegnerischen Kasten reihenweise sündigte.

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Fußball-Regionalligist RB Leipzig hat am Samstag (27.10.2012) durch späte Tore gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC gewonnen.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Erst eine Standardsituation zehn Minuten vor Schluss brachte das ersehnte Tor durch Niklas Hoheneder. Daniel Frahn schnürte den Sack wenig später mit dem 2:0 zu.

Auch trotz der ausgelassenen Chancen sei im Team keine Unruhe aufgekommen, sagte Hoheneder nach dem Abpfiff gegenüber LVZ-Online und fügte an: „Wir hatten ja immer noch genug Zeit und wussten, der Treffer fällt noch – egal, ob in der 80., 88. oder in der Nachspielzeit.“ Sein Chef, RB-Trainer Alexander Zorniger, lobte die Mannschaft: „Für mich war das Spiel eine Bestätigung, dass meine Jungs sich weiterentwickeln“, sagte der 46-Jährige. Die Mannschaft sei immer in der Lage, „sechs, acht oder zehn hochkarätige Chancen“ herauszuarbeiten. Manchmal sei trotzdem eine späte Standardsituation nötig, in der das Tor falle, so Zorniger. Sein Gegenüber, Hertha-Coach Karsten Heine, nannte den Sieg der Leipziger verdient und prognostizierte den Bullen den Aufstieg in die dritte Bundesliga.

Die Partie begann mit den erwartet ansehnlichen Offensivbemühungen auf beiden Seiten. Herthas Nachwuchs drängte in den ersten Minuten mehrfach in Richtung Bullenkasten, jedoch behielt die Leipziger Defensive kühlen Kopf und konnte jeweils klären. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde Daniel Frahn in der sechsten Minute von Thiago Rockenbach im Strafraum frei gespielt. Der RBL-Kapitän lupfte das Spielgerät über den Kasten.

In der Folgezeit entwickelte sich das Spiel zu einem nahezu körperlosen Aufeinandertreffen, ohne dass sich zunächst eines der Teams Feldvorteile erarbeiten konnte. Das erste Foulspiel der Partie erlebte der genesene Timo Röttger in der 27. Minute. Der notwendige Freistoß von der Strafraumkante brachte aber nichts ein.

Wenig später hatten die Zuschauer auch den ersten Torschrei auf den Lippen. Beim Kurzpassspektakel der Bullen im gegnerischen 16er stand Bastian Schulz aber im Abseits. Kein Tor. Dennoch schien die Möglichkeit groß, den Bullen, nun ja, die erhofften Flügel wachsen zu lassen, denn Rot-Weiß drängte nun mehr und mehr auf die Führung. In der 38. Minute umkurvte Frahn zwei Abwehrrecken und stand frei vor dem Berliner Keeper – schob die Kugel aber am Tor vorbei. Eine Minute später brachte Rockenbach eine Hereingabe von rechts flach vors Tor, doch dem einschussbereiten Carsten Kammlott rutschte das Leder unterm Schlappen durch. Somit ging es weiterhin torlos in die beheizten Kabinen.

Direkt mit dem Wiederanpfiff kam Kammlott am gegnerischen Strafraum ins Straucheln und ermöglichte Thiago Rockenbach einen vielversprechenden Freistoß. Doch es bleib bei den guten Aussichten. Die Partie wurde nun allgemein etwas körperbetonter und die Pfeife von Schiedsrichter René Rohde aus Rostock häufiger gebraucht als noch im ersten Durchgang. RB übernahm jetzt gleich die Spielkontrolle, Hertha verlegte sich aufs Kontern. In der 53. Minute fand eine gut getimte Hereingabe von rechts den Weg in den Berliner Strafraum, aber erneut keinen Abnehmer. Zwei Minuten später krachte nach Hackentrick von Kammlott ein Schuss von Rockenbach aus der zweiten Reihe ans Berliner Gebälk. Immer noch: 0:0.

Wer selbst Hochkarätiges liegen lässt, braucht sich über einen plötzliche Rückstand nicht wundern. Und der drohte in der 60. Minute, als RB-Keeper Coltorti das Leder vor dem eigenen Strafraum verlor. Zum Glück für die Leipziger vertändelten die Hertha-Youngster diese Chance aber. Anschließend geriet Bastian Schulz im Berliner 16er in die Horizontale, ohne Schiedsrichter Rohde von einem notwendigen Elfmeter überzeugen zu können. Die Bullen blieben aber Drücker – und ließen weitere Großchancen verstreichen. In der 66. Minute setzte Daniel Frahn seinen Spielmacher Thiago Rockenbach im Strafraum in Szene, der Brasilianer konnte den Ball aber nicht im Kasten unterbringen. Vier Minuten später ließ derselbe alle Gegner, inklusive Berliner Torwart, im Strafraum aussteigen und schlenzte dann kunstvoll am Pfosten vorbei. Die Null stand noch immer.

Mit dem eingewechselten Paul Schinke bließ Rasenballsport nun zur Schlußoffensive - und sollte doch noch belohnt werden. In der 80. Spielminute stieg der baumlange Niklas Hohenheder nach Ecke von Dominik Kaiser im Strafraum am höchsten und köpfte unhaltbar in den Berliner Kasten. Die nun geforderten Berlinen fanden darauf keine Antwort mehr und RB drängte weiter nach vorn. In der 88. Spielminute machte Daniel Frahn den Sack zu und erhöhte mit einem Flachschuss in die rechte Ecke auf 2:0. Dabei blieb es bis zum Abpfiff.

Statistik:

RB Leipzig:

Coltorti – Müller, Hoheneder, Franke, Judt – Röttger (64. Kutschke), Kaiser, Schulz (73. Schinke) – Rockenbach (82. Ernst) – Kammlott, Frahn

Hertha BSC II:

Sprint – Zingu, Horoskiewicz, Syhre, Leinau (69. Brecht) – Zimmer (59. Zimmer), Dem, Knoll, Andrich (82. Scheffler) – Kachunga, Stephan

Schiedsrichter:

René Rohde (Rostock)

Tore:

1:0 Hoheneder (80.), 2:0 Frahn (88.)

Zuschauer:

7.246

Gelbe Karten:

Franke (3) | Dem

Gelb-Rote Karte:

Kachunga (90., wiederholtes Foulspiel)

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Matthias Puppe

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