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Hospitant im eigenen Verein: RB-Trainer Vogel studiert am Walchsee das System Rangnick

Hospitant im eigenen Verein: RB-Trainer Vogel studiert am Walchsee das System Rangnick

Die Aufgaben für Tino Vogel sind klar formuliert: Der zweiten Mannschaft von RB Leipzig das System Rangnick verinnerlichen und nach der kommenden Saison in die Oberliga aufsteigen.

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U23-Coach Tino Vogel (r.) steht im RB-Trainingscamp an der Seite von Sportdirektor Ralf Rangnick.

Quelle: GEPA pictures

Walchsee. Der Coach des Landesliga-Teams bekommt dafür im Trainingslager der ersten Mannschaft am Walchsee in Tirol den letzten Schliff. Vogel ist sozusagen Hospitant im eigenen Verein.

"Es ist ja nicht so, dass wir vorher nicht miteinander geredet haben", sagt der 44-Jährige. Mehrfach in der Woche habe er sich mit Cheftrainer Alexander Zorniger und seinem Team ausgetauscht. Sportdirektor Ralf Rangnick will aber noch deutlicher einen roten Faden durch alle Teams ziehen.

Die RB-Mannschaften, vom Nachwuchs bis zu den Profis, sollen an ihrem Stil erkennbar sein - aggressiv gegen den Ball arbeiten und schnell nach vorn spielen. Vogel steht ganz dicht bei Zorniger auf dem Trainingsplatz, beobachtet genau und lernt ganz nebenbei auch die Neuzugänge kennen. Spieler, die vielleicht auch in der einen oder anderen Partie in der zweiten Mannschaft aushelfen werden.

Fotos vom RB-Trainingslager am Walchsee:

Das war bereits in der vergangenen Saison so. Nach Verletzungen und längerem Aufenthalt auf der Tribüne hat Vogel den Jungs wieder Spielpraxis gegeben. "Sebastian Heidinger hat sich so zurück in die erste Mannschaft gekämpft", so Vogel. Der Mittelfeldspieler stand eigentlich schon vor der Ausmusterung, erkämpfte sich aber mit einer bärenstarken Schlussphase einen neuen Einjahrsvertrag mit Option auf Verlängerung. Sportdirektor Rangnick erwartet von der zweiten Mannschaft den Sprung in die Oberliga. "Nächstes Jahr sollten sie schon aufsteigen", forderte der 55-Jährige. Mittelfristig ist ein Platz in der Regionalliga das Ziel.

Das Gesicht der Mannschaft wird sich dafür verändern. Nicht mehr dabei werden am Montag zum Trainingsauftakt der mannschaftsinterne Torschützenkönig Mirko Jentzsch (17 Treffer) und Alexander Laas sein. Jentzsch wechselt zum ZFC Meuselwitz in die vierte Liga. "Wir wollten ihm da keine Steine in den Weg legen", so Vogel. Laas, seit drei Jahren im Verein, geht zurück in seine Heimatstadt Hamburg.

Barth kommt aus Jena, Hanne aus Luckenwalde

Dafür stoßen gleich mehrere neue Spieler dazu. Tom Nattermann und Paul Schinke bleiben den Bullen erhalten. Zorniger sah für beide in der Drittligamannschaft derzeit keine Perspektive. "Jetzt können sie sich in der zweiten Mannschaft entwickeln", meinte Rangnick. Gerade Nattermann habe vor seiner Schulterverletzung im vergangenen Jahr starke Leistungen gezeigt.

Aus der U 19 spielen künftig Hannes Mietzelfeld und Marc Böttger in der Landesliga. Vogel hat auch von außen zwei Verstärkungen geholt. Vom FC Carl Zeiss Jena kommt Daniel Barth und aus Luckenwalde Christian Hanne. Der Kapitän des brandenburgischen Obrligisten war RB bei einem Testspiel des FSV in der Winterpause am Cottaweg aufgefallen. Der 23-jährige Hanne arbeitete auch schon als Scout für RB.

Vogel weiß, dass er mit seinem Kader und der starken Rückrunde mit nur einer Niederlage nun der Topfavorit in der neuen Saison ist. Als Hauptkonkurrent sieht er Kamenz, Görlitz und Hohenstein-Ernstthal. "Genau kann man das noch nicht sagen", so der Fußball-Lehrer. Es komme immer darauf an, wie viel Geld die Vereine für die neue Saison zur Verfügung haben. Da könne immer wieder eine Überraschung dabei sein, wie vergangenes Jahr der spätere Aufsteiger aus Neugersdorf mit gleich mehreren tschechischen Champions-League-Spielern. Saisonstart in der Landesliga ist am zweiten August-Wochenende.

Matthias Roth

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