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Jens Möckel freut sich aufs Derby gegen RB Leipzig: "In der Liga kann jeder jeden schlagen"

Jens Möckel freut sich aufs Derby gegen RB Leipzig: "In der Liga kann jeder jeden schlagen"

Jens Möckel ist ein Verteidiger, der mit jeder Menge Leutzscher Tugenden ausgestattet ist. Wo er hingeht, wächst beim Gegner kein Offensivgeist mehr. Seit 2008 spielt der 25-Jährige allerdings nicht mehr für das grün-weiße Leipzig-Leutzsch, sondern für das rot-weiße Erfurt.

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Unerbittlich: Jens Möckel (rechts) im Leutzscher Dress beim Zweikampf gegen den Eilenburger Mathias Polten. (Archivfoto von 2008)

Quelle: Norman Rembarz

Leipzig. Am kommenden Samstag kehrt Möckel dennoch in die Messestadt zurück – und will den Offensivkräften von RB Leipzig den Spaß verderben. LVZ-Online sprach mit der langen Abwehrkante über sein Comeback im einstigen Zentralstadion.

Frage: Es ist ja schon eine Weile her, dass Sie Leipzig verlassen haben. Wie groß ist die Freude auf die Rückkehr am Samstag?

Jens Möckel: Auf jeden Fall sehr groß, das ist schließlich meine Heimatstadt. Ich habe mit dem FC Sachsen damals ja auch noch ein Jahr in dem Stadion gespielt und gute Erinnerungen daran. Außerdem lebt meine Familie in Taucha und so bin ich eigentlich ohnehin regelmäßig in der Stadt.

Als Sie 2008 vom FC Sachsen nach Erfurt wechselten, war Fußball-Leipzig noch ein ganz anderes. RB Leipzig gab es damals noch nicht einmal. Sind sie als Ex-Leutzscher am Samstag doppelt motiviert?

Jens Möckel: Nein, deshalb nicht. Ich finde das Projekt RB Leipzig ist sehr gut für diese fußballbegeisterte Stadt. Das kann man nur positiv bewerten. Zusätzlich motiviert bin ich eher, weil Leipzig meine Heimat ist.

RB Leipzig ist zwar Aufsteiger, aber auch punktgleich mit ihren Erfurtern. Jede Menge Drittliga-Erfahrung trifft auf ambitionierte Millionentruppe: Wer ist am Samstag Favorit?

Jens Möckel: Auch wenn wir schon länger in der dritten Liga sind, ist für mich RB am Samstag klarer Favorit. Die spielen schließlich zuhause, werden viele Zuschauer im Rücken haben. Andererseits kann in dieser Liga auch jeder jeden schlagen – gerade auswärts.

RB Leipzig spielt unter Trainer Alexander Zorniger immer offensiv, wie wollen sie Frahn und Co. stoppen?

Jens Möckel: Wir wissen um die Offensivqualitäten von RB, ich kenne ja z.B. Carsten Kammlott auch noch aus gemeinsamen Tagen hier in Erfurt. Ich denke, wir müssen vor allem gemeinschaftlich arbeiten, dabei gut stehen und uns auch keine einfachen Fehler leisten.

Ihr Vertrag in Erfurt wurde erst kürzlich um drei Jahre bis 2016 verlängert. Sie fühlen sich offenbar wohl bei Rot-Weiß?

Jens Möckel: Ich bin hier allgemein sehr zufrieden – zumal ich ja so in der Nähe meiner Heimatstadt arbeiten kann. Zudem hab ich hier viele Freunde gefunden. Mit der Vertragsverlängerung bis 2016 wollte ich etwas Planungssicherheit, denn man weiß ja nie, was die Zeit so bringen wird.

Sie haben ja nicht nur in der Ersten des FC Sachsen gespielt, sondern waren auch lange in der Leutzscher Fußballschule. Inzwischen ist der grün-weiße Fußball hier sechst- und siebentklassig. Geht Ihr Blick noch gelegentlich gen Kunze-Sportpark?

Jens Möckel: Ich hab ja zum Teil noch Freunde, die in Leutzsch spielen und so kriegt man Einiges mit. Wehmütig bin ich aber nicht, die Situation ist nun mal so, wie sie ist. Beide Traditionsvereine in Leipzig hatten in der Vergangenheit genug Gelegenheiten für sich. Die wurden nicht genutzt. Ich denke deshalb, RB Leipzig ist ein Glücksfall für die Stadt, die beste Möglichkeit, um Leipzig nach oben zu bringen. Vielleicht ist es sogar die einzige Möglichkeit für den ganzen Osten.

Matthias Puppe

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