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Jürgen Klinsmann zu Gast in Dresden: "Wünsche RB Leipzig, dass sie nach oben kommen"

Jürgen Klinsmann zu Gast in Dresden: "Wünsche RB Leipzig, dass sie nach oben kommen"

US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann rät Michael Ballack zu einem Wechsel zu Red Bull New York. Er wäre „doppelt begeistert", wenn der einstige Nationalmannschafts-Kapitän in die USA ginge, wie aktuell spekuliert wird.

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Jürgen Klinsmann wünscht sich, dass Leipzig und Dresden wieder in der „obersten Kategorie" des deutschen Fußballs mitspielen.

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Das sagte Klinsmann am Dienstag in Dresden, wo er als Markenbotschafter eines Autoherstellers zu Gast war. Zum einen wünsche er sich, dass sein „Capitano" von 2006 weitermacht, zum anderen wäre ein Engagement Ballacks in den USA auch ein Riesengewinn für die US-Profiliga Major League Soccer (MLS).

„Der Fußball in den USA ist nicht mehr zu stoppen", ist der einstige Bundestrainer sicher. Die Liga könne sich sehen lassen, habe in der Zuschauergunst bereits die Eishockey-Liga NHL überholt. Auch für Ballack, der in der MLS unter anderem auch seinen einstigen Nationalelf-Kollegen Torsten Frings oder Weltstar Thierry Henry treffen würde, wäre der Wechsel ein Gewinn. „Es würde auch ihm helfen", sagte Klinsmann. Vom US-Fußball gehe aktuell eine riesige Dynamik aus. Wo in Europa längst feste Strukturen seien, sei in den USA alles erst am Entstehen, schwärmt er.

Klubs aus Leipzig und Dresden gehören in die "oberste Kategorie"

Auch dem Leipziger Fußball wünscht Klinsmann alles Gute. „Ich wünsche RB Leipzig, dass sie nach oben kommen", sagte der 47-Jährige. Einen direkten Bezug zu Red Bull habe er nicht, weder zum Club noch zum Konzern. Er verfolge die Entwicklung aber interessiert aus der Ferne und wünsche sich, dass Leipzig und Dresden wieder in der „obersten Kategorie" mitspielen. Dort würden beide Städte hingehören. Für Regionalligist RB sei der Weg dahin freilich etwas weiter als für den Zweitligisten Dynamo, sagte Klinsmann.

Dass ein US-Nationalspieler für Dresdener spielt, wäre für den Nationalcoach in jedem Fall vorstellbar. Er würde das „absolut befürworten", meinte er. Es gebe in der US-Liga MLS jede Menge gute junge Talente, für die der Sprung nach Europa das große Ziel ist. Sollte Dynamo-Trainer Ralf Loose ein US-Talent im Auge haben, müsse er Klinsmann nur anrufen. „Das ist gar kein Problem", so der 108-fache Nationalspieler.

Was die Talente aus Amerika können, hat Dynamo in dieser Saison schon erfahren müssen. Beim Hinspiel in Ingolstadt hatte Edson Buddle, der inzwischen wieder bei LA Galaxy spielt, den Dresdnern bei der 2:4-Auswärtsniederlage zwei Treffer eingeschenkt.

Klinsmanns Arbeit mit dem Team der USA sei eine ganz andere als damals beim DFB, als er Deutschland zum dritten Platz bei der Heim-WM führte, berichtet er. In den USA gehe es in erster Linie darum, die Spieler weiterzuentwickeln. Daher vermittle er junge Kicker auch zum Lernen nach Übersee. „Der große Fußball wird in Europa gespielt", sagt der 47-Jährige. Er fungiere dann als Türöffner, der auch mal ohne große Umwege einen Trainer anrufen kann, um einen Spieler zu empfehlen. Und: Im Gegensatz zu Deutschland, wo Jogi Löw eher wenig Einfluss darauf hat, wohin Özil, Klose und Co. wechseln, sei für die jungen US-Spieler auch der Rat Klinsmanns wichtig.

Geisterticket-Aktion bei Dynamo "phänomenal"

Zu Dynamo Dresden fällt Klinsmann viel Positives ein: Die Geisterticket-Aktion sei „phänomenal" gewesen. Man spüre, welche große soziale Bedeutung der Fußball in der Stadt hat. Er selbst war übrigens zwei Mal hier aktiv: Im April 1989 zog er mit dem VfB Stuttgart gegen Dynamo Dresden ins UEFA-Cup-Finale ein. Als „kleines Abenteuererlebnis" bezeichnet er heute das Spiel. 1992 kehrte er mit Nationalmannschaft für das Spiel gegen Mexiko in die sächsische Landeshauptstadt zurück.

„Mit Sicherheit eine der schönsten Städte Deutschlands" sei Dresden. Vielleicht sitzt Klinsmann eines Tages auf der Tribüne, um einen seiner US-Nationalspieler zu beobachten.

Stephan Lohse

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