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Kämpfen bis zum Umfallen: RB Leipzig erwartet ein dreckiges Ostderby in Magdeburg

Kämpfen bis zum Umfallen: RB Leipzig erwartet ein dreckiges Ostderby in Magdeburg

Peter Pacult ist bekanntlich kein Schwätzer. Der Trainer des Regionalligisten Rasenballsport Leipzig spricht äußert wenig – wenn Journalisten in der Nähe sind.

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Kennt das Magdeburger Abwehrbollwerk schon aus dem Hinspiel: Timo Röttger. Für Sonntag verspricht der frühere Dresdner Kampf bis zum Umfallen.

Quelle: GEPA pictures Sven Sonntag

Leipzig. Auf Fragen antwortet der 52-jährige Wiener mit einer Art Knurren, das sich bestenfalls in allgemeingültige Trainerweisheiten übersetzen lässt. Freitagmittag, anlässlich des Pressegesprächs zum nahenden Auswärtsspiel gegen Kellerkind 1. FC Magdeburg, knurrte Pacult neben Üblichem – „Wir schauen nur auf uns“ oder „Die Tabelle täuscht“ – immerhin auch den schönen Satz: „Wer Angst hat, der verliert!“

Gemeint war damit allerdings nicht das Spiel am Wochenende, sondern das rasenballsportliche Ringen mit der hartnäckigen Aufstiegskonkurrenz aus Kiel und Halle. Vor den Magdeburgern, die momentan bittere 30 Punkte hinter dem ewigen Rivalen aus Halle auf dem 15 Tabellenplatz rangieren, müssen die Roten Bullen derzeit auch eigentlich wirklich keine Angst haben. Der einstige Europapokal-Sieger aus der Ottonen-Stadt ist vor eigenen Fans weitgehend zahnlos. Die Blau-Weißen konnten in der heimischen MDCC-Arena noch kein einziges Saisonspiel gewinnen. Warum auch sollten die offensivstarken Roten Bullen am Sonntag an der Elbe scheitern?

„Jedes Team ist gefährlich“, warnt dennoch RB-Flügelspieler Timo Röttger und fügt hinzu: „Dieses Spiel ist außerdem noch ein Ostderby.“ Partien mit innerostdeutscher Brisanz gibt es so einige im Spielplan dieser Regionalliga, die Magdeburger haben sich dennoch besonders ins Bullen-Gedächtnis gekämpft. In der Rückrunde anno 2011 wurden die Leipziger in der Elbestadt mit 2:1 regelrecht niedergerungen, beim letzten Aufeinandertreffen Ende September hieß es leistungsgerecht 1:1. „Der FCM wird bis zum Umfallen kämpfen und will gegen uns Zuhause etwas mitnehmen. Wir müssen deshalb den Kampf annehmen und wollen Magdeburg die nächste Heimniederlage zufügen“, verspricht Röttger den Leipziger Fans.

Wichtig sei, so der im Vergleich zu Pacult am Freitag rekordverdächtig gesprächige Röttger, „dass wir nach dem 1:0 dieses Mal auch noch das zweite Tor machen“ und somit eine Zitterpartie, wie vergangene Woche gegen Lübeck, vermieden werden kann. Grundsätzlich ist der 26-jährige Mittelfeldspieler aber ein Fan des schlichten Siegens: „Ich gewinne lieber 13 Mal mit 1:0, als einmal hoch, so wie gegen Wilhelmshaven“.

Den Rasenballsportfans dürfte es egal sein, wie deutlich ihre Roten Bullen am Sonntag triumphieren. Sie reisen euphorisch und vergleichsweise zahlreich zum Derby nach Magdeburg. Insgesamt vier rappelvolle Fanbusse vermeldete der Verein schon Mitte der Woche auf seiner Homepage. Den rotweißen 300 aus Leipzig stehen und sitzen in der MDCC-Arena, abhängig der Wetterlage, am Sonntag wohl 5000 bis 7000 blauweiße Anhänger gegenüber. „Im Vorverkauf gingen bisher schon 3000 Karten weg“, sagte FCM-Pressesprecher Stephan Lietzow am Freitag.

Matthias Puppe

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