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Kapitänsbinde beflügelt Leipzigs Pokalheld Frahn - Trainer Pacult sieht sich bestätigt

Kapitänsbinde beflügelt Leipzigs Pokalheld Frahn - Trainer Pacult sieht sich bestätigt

Daniel Frahn musste das größte Spiel seiner bisherigen Karriere erst einmal alleine feiern. Direkt nach dem sensationellen 3:2 (3:2)-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg in der ersten Runde des DFB-Pokals sprintete der dreifache Torschütze des Regionalligisten RasenBallsport Leipzig am Freitagabend zur Dopingkontrolle.

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Dreifachtorschütze im DFB-Pokal gegen Wolfsburg: Daniel Frahn (l.)

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. „Viel Wasser und etwas Bier habe ich getrunken, an mehr war nicht zu denken“, sagte der 24-jährige Pokalheld weit mehr als eine Stunde nach dem erlösenden Schlusspfiff.

„Ein entscheidendes Tor hätte ich mir vielleicht erträumt, aber nicht gleich drei“, bekannte Frahn zu und gab nach kurzer Bedenkzeit zu: „Drei Tore habe ich vorher noch nie erzielt - nur zwei oder einmal vier.“ RB Leipzigs neuer Trainer Peter Pacult hatte vor Saisonbeginn den 24-jährigen Stürmer zum neuen Kapitän bestimmt und sah sich nun in seiner Entscheidung bestätigt. „Die Binde hat ihn schon beflügelt. Er ist zu Recht der Kapitän“, befand Pacult und lobte die Qualitäten des Stürmers: „Der knipst auch im Training die unmöglichsten Dinger rein.“

In der 4., 15. und 45. Minute traf Frahn ins Wolfsburger Tor und schoss damit bei Gegentreffern von Srdjan Lakic (25.) und Hasan Salihamidzic (28.) die Leipziger fast im Alleingang ins Runde zwei. Dabei hätten es vor 31.212 Zuschauern in der Red Bull Arena auch vier Treffer werden können. Doch gegen eine ungeordnete Wolfsburger Defensive hievte der Stürmer den Ball in der ersten Minute frei stehend aus fünf Metern über das Tor. „Wenn ich den zweiten dann nicht mache, kann ich mich auswechseln lassen“, erzählte Frahn nach dem Spiel, „denn dann fange ich an, nachzudenken.“

Doch dazu kam es nicht. Den zweiten Ball schob der gebürtige Potsdamer zur frühen Führung ein. Anschließend war der Angreifer, der in der Jugend bei Energie Cottbus spielte, von den Wolfsburger Innenverteidigern Marco Russ und Simon Kjaer kaum zu bändigen. Eine Hereingabe von Timo Röttger verwertete Frahn zum zweiten Treffer und köpfte kurz vor der Halbzeitpause mustergültig eine Flanke von Thiago Rockenbach da Silva ein.

Gegen defensiv fahrige Wolfsburger wäre für Frahn noch mehr drin gewesen. Doch den artistischen Seitfallzieher kurz vor Spielschluss parierte Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio meisterlich. „Das wäre wohl des Guten zu viel gewesen“, meinte Frahn.

Trainer Pacult wollte jedoch nicht seinen Torjäger hervorheben. „Es wäre ein Fehler, auf die anderen Spieler bei der Analyse dieses Siegs zu verzichten.“ In der Tat waren es vor allem der unermüdliche Antreiber Pekka Lagerblom sowie die flinken Offensivspieler Timo Röttger und Rockenbach da Silva, die Frahn mehrfach in hervorragende Position brachten. Und in der zweiten Halbzeit avancierte Torhüter Pascal Borel zum besten Leipziger.

Dennoch hat vor allem Daniel Frahn erstmals deutschlandweit auf sich aufmerksam gemacht. In der Regionalliga Nord aber glänzte der 24-jährige Stürmer schon zuvor. 56 Tore schoss er in den vergangenen drei Spielzeiten. Allein 29 in 32 Spielen für den SV Babelsberg 03 vor zwei Jahren, woraufhin man auch in Leipzig auf den Stürmer aufmerksam wurde und ihn für 200 000 Euro zum ambitionierten Viertligisten holte.

John Hennig, dpa

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