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Live-Video: LVZ-Online überträgt ab 13 Uhr die Pressekonferenz von RB Leipzig

Live-Video: LVZ-Online überträgt ab 13 Uhr die Pressekonferenz von RB Leipzig

Die Vorbereitung lief nach Plan. RB Leipzig ist gerüstet für den Punktspielauftakt am Freitag gegen Türkiyemspor Berlin. Anpfiff ist um 19 Uhr in der Red Bull Arena.

Leipzig. Bevor der erste Pass gespielt wird, stellen sich Trainer Tomas Oral und Kapitän Tim Sebastian von 13 Uhr im Radisson Blue Hotel am Augustusplatz den Fragen der Journalisten. LVZ-Online ist mit der Kamera dabei und überträgt die Pressekonferenz live. Am Nachmittag lässt sich das Video dann noch einmal als Aufzeichnung abrufen.

Während RB nach der knappen Niederlage gegen Schalke 04 mit viel Lob im Rücken in die Saison startet, gibt sich der erste Punktspielgegner zurückhaltend.

"Da werden zwei Welten aufeinander treffen", sagt Fatih Aslan, Teammanager des Türkiyemspor Berlin. Der Kreuzberger Verein Türkiyemspor ist einer der bekanntesten Migrantenvereine Deutschlands. Er gilt als Vorzeigeprojekt einer gelungenen Integration und wurde 2007 vom DFB mit dem Integrationspreis ausgezeichnet.

Der Verein ist aber nicht unbedingt bekannt für eine stabile finanzielle Basis. RB im Gegensatz hat in diesem Bereich wenig Sorgen. "Leipzig möchte so schnell wie möglich nach oben, da werden ganz andere Summen investiert. Das können wir uns nicht leisten", meint Aslan. Der 27-Jährige bildet ein eng abgestimmtes Team mit Trainer Taskin Aksoy und war selber als Spieler am Aufstieg 2008 in die Regionalliga Nord mit beteiligt.

Immer wieder hatte Türkiyemspor in der Vergangenheit mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Da gibt es seit Jahren das Gerangel um ein eigenes Trainingsgelände - jetzt wurde dem Verein ein Rasenplatz vom Berliner Senat zur Verfügung gestellt. Auch rassistischen Anfeindungen begegnet Türkiyemspor regelmäßig. Eine rechtsextreme und verbotene Band verfasste ein Schmählied gegen den Verein. 2007 wurde das A-Jugendteam von Türkiyemspor während eines Regionalligaspiels bei Lokomotive Leipzig beschimpft, bedroht und bespuckt. "Das Spiel am Freitag findet in einem ganz anderen Rahmen statt", so Aslan. Nämlich in der Regionalliga. "Das wird ordentlich ablaufen."

In der Saison 2008/09 wären die Berliner fast in die Oberliga abgestiegen, hielten aber die Klasse aufgrund des Rückzugs von Kickers Emden aus der 3. Liga auf Grundlage einer Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes. "Den Klassenerhalt haben wir damals nicht sportlich geschafft. Das stimmt", gibt Aslan zu. Doch vergangene Saison hielt Türkiyemspor den 13. Rang. Für diese Spielzeit sei ein Nichtabstiegsplatz das primäre Ziel, so der Teammanager. "Wir wollen schauen, wie die Hinrunde läuft. Nach oben kann man immer korrigieren." Coach Taskin Aksoy ist erst seit vier Wochen im Amt. Jedoch ist er kein Unbekannter, denn er trainierte die Berliner schon in der vergangenen Saison, musste jedoch nach einer Serie siegloser Spiele weichen. Nun erhält er eine zweite Chance.

"Das wird ein interessantes Spiel, denn letztendlich heißt es elf gegen elf auf dem Platz", sagt Aslan zum Aufeinandertreffen in der Red Bull Arena. "Unsere Spieler sind froh, sich in der Regionalliga präsentieren zu dürfen und vielleicht einmal vom Fußball leben zu können." Für die nötigen Tore soll dann Rückkehrer Fatih Yigitusagi sorgen, der mit 31 Treffern in 27 Spielen 2008 einen großen Anteil am Aufstieg hatte. Aber durch mehrere Neuzugänge habe sich die Vorbereitungsphase etwas schwieriger gestaltet als erwünscht, fügt Aslan hinzu. "Wenn wir einen Punkt holen, können unsere Spieler sich für höhere Klassen präsentieren. Das ist unsere Motivation."

  

Thomas Düll/Matthias Roth

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