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Nach gegnerischen Fanprotesten: Kickers Offenbach sagt Testspiel gegen RB Leipzig ab

Nach gegnerischen Fanprotesten: Kickers Offenbach sagt Testspiel gegen RB Leipzig ab

Eigentlich hatte RB Leipzig nach dem souveränen 3:1-Derbysieg gegen Lok Leipzig am Sonntag allen Grund zum Feiern. Doch hinter den Kulissen gab es einen kleinen Wermutstropfen: Nach Protesten innerhalb der Fanszene des Fußball-Drittligisten Kickers Offenbach hat der Verein das angedachte Testspiel am Freitag gegen Leipzig abgesagt.

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Drittligist Kickers Offenbach hat das Testspiel gegen RB Leipzig nach Fanprotesten abgesagt.

Leipzig. Dass gegnerische Anhänger eine kurzfristige Testspielabsage gegen die Roten Bullen erzwingen, ist kein Einzelfall. Jüngstes Beispiel war Zweitligist FC Erzgebirge Aue, der sich dem Druck einiger Anhänger beugte. Das Verhalten der Fans werde der Verein nicht kommentieren, erklärte RB-Pressesprecher Sharif Shoukry auf Anfrage von LVZ-Online.

Das Verhalten von Offenbach bezeichnet Shoukry jedoch als „grenzwertig und mehr als fraglich“. RB Leipzig habe am Montag einen „nüchternen Dreizeiler per Fax bekommen, nachdem wir die Absage zuvor am Sonntag aus den Medien erfahren mussten“, erklärt der Pressesprecher. Auf der Homepage von Kickers Offenbach heißt es in einer Stellungnahme von Geschäftsführer Jörg Hambückers: „Am Freitagnachmittag haben mir der Fanbeauftragte Matthias Schmidt und Antje Hagel vom Fanprojekt die ablehnende Haltung eines Großteils der aktiven Fans der Offenbacher Kickers gegenüber dem vereinbarten Testspiel gegen RB Leipzig mitgeteilt… Mir war das Politikum RB Leipzig, was viele Fans auch bundesweit bewegt, in diesem Maße nicht bewusst...“

Absage könnte ein Nachspiel haben

Nachdem die Rasenballer durch die Medien von der Absage erfahren hatten, habe man daraufhin noch am gleichen Tag mehrfach versucht, den Geschäftsführer der Kickers Offenbach telefonisch zu erreichen – ohne Erfolg.

Doch nicht nur die Art und Weise, wie die Roten Bullen von der Absage erfahren haben, verärgert den selbsternannten Aufstiegskandidaten. Der Rückzieher könnte auch anderweitig noch ein Nachspiel haben: Es gibt einen gültigen Testspielvertrag, der „in dem Fax nicht erwähnt wurde“, erklärt Shoukry. RB Leipzig habe nun den Drittligisten um Stellungnahme gebeten.

Judt feiert zweites Tor in seiner Profikarriere

Parallel sucht RB nach einem Ersatzgegner für Freitag. Gegen wen die Rot-Weißen am Ende auflaufen werden, ist noch unklar. Fest steht hingegen: Es wird kein Gegner aus der Bundesliga werden. „Wir wollen zwar eine sportliche Herausforderung. Aber diese sollte auch nicht zu hoch sein“, so der Pressesprecher. Einen geeigneten Sparringspartner zu finden, sei jedoch nicht so einfach, da nicht alle Ligen spielfrei haben. Deshalb geht Shoukry von einem Gegner aus dem Ausland aus.

Trotz des kleinen Aufregers am Rande war zumindest Juri Judt auch am Montag noch bester Laune. Nicht nur, dass der RB-Neuzugang Torschütze zum 1:0 gegen Lok Leipzig war und damit seinen ersten Treffer für den Regionalligisten erzielte – es war gleichzeitig erst sein zweiter Treffer überhaupt in seiner Profikarriere. Das erste Tor markierte er vergangene Regionalliga-Saison für die U23 des 1. FC Nürnberg. „Es ist natürlich nicht alltäglich, dass ich im Strafraum auftauche“, so der 26 Jahre alte Abwehrspieler. „Aber umso mehr freut es mich, dass ich vor so einer Kulisse meiner Mannschaft mit zum Sieg verhelfen konnte.“

Anne Kunze

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