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Oral macht Magdeburg zum Favoriten - RB erwartet am Sonntag 10.000 Zuschauer

Oral macht Magdeburg zum Favoriten - RB erwartet am Sonntag 10.000 Zuschauer

RB-Trainer Tomas Oral will Druck von seinen Spielern nehmen. Die hohen Erwartungen im Leipziger Umfeld hat er schon in den vergangenen Woche als eine der Hauptursachen für den Holperstart seines Teams ausgemacht.

Am Sonntag jedenfalls, so Oral, heißt der Favorit beim Punktspiel in der Regionalliga 1. FC Magdeburg. „Die spielen ein 4-3-3-System, machen nach vorn viel Dampf“, sagt der Leipziger Übungsleiter. Damit war es dann am Freitag auch genug mit den Blumen für den Gegner.

„Wir müssen nicht vor Ehrfurcht erstarren“, so Oral, der bis auf den verletzten Sebastian Albert alle Spieler an Deck hat. Nach dem Sieg in Kiel wollen die Bullen nun nachlegen. „Der Erfolg war extrem wichtig, das wird jetzt aber kein Selbstläufer“, sagte RB-Mittelfeldakteur Lars Müller. Er hat trotzdem im Team eine richtig gute Stimmung ausgemacht.

Die will FCM-Präisdent Volker Rehboldt offenbar stören. Im Vorfeld der Partie hatte er das Projekt RB scharf kritisiert. "Es ist der völlig falsche Weg. Mit seinen fünf Fußball-Standbeinen in Brasilien, Ghana, New York, Salzburg und jetzt Leipzig grenzt sich RB total aus, schafft sich seine eigene Welt. Darin sehe ich eine große Gefahr“, hatte er der Magdeburger Volksstimme gesagt. „Das nehme ich schmunzelnd zur Kenntnis“, sagt Oral. Keiner der Ost-Traditionsvereine würde zu einem Gönner wie RB nein sagen. „Da ist viel Neid dabei, auch wenn sie das nicht zugeben“, so der Coach.

RB Leipzig erwartet am Sonntag eine Saisonpremiere in der Red-Bull-Arena – eine stimmgewaltige Fankulisse. Allerdings werden Gesänge und Sprechchöre vor allem aus dem Sektor D zu hören sein. Dort stehen die Anhänger aus der Börde. RB erwartet bis zu 4000 Gästefans. Tomas Oral kennt die Gäste mit den blau-weißen Schals von Besuchen im Magdeburger Stadion. „Die Fankultur ist lobenswert, die stehen in jeder Situation hinter ihrer Mannschaft“, sagt er. Seine Jungs beeindrucke das aber nicht. Sie müssten so tun, als sei es die eigene Kulisse.

Nicht nur bei den Magdeburgern sorgt das Spiel für großes Interesse. RB-Pressechef Hans-Georg Felder berichtet von 5000 im Vorverkauf abgesetzten Tickets, 1000 weitere sollen noch folgen. „Möglicherweise schaffen wir eine fünfstellige Besucherzahl“, so Felder.

Die Leipziger Polizei bereitet sich derweil auf ihren nächsten Großeinsatz vor. Dabei nutzen die Beamten die Erfahrungen vom Pokalspiel zwischen dem Halleschen FC und Union Berlin vor einem knappen Monat. Da wurden die Berliner Fans direkt vom Hauptbahnhof mit Bussen zum Stadion gefahren.

„Das wollen wir am Sonntag auch wieder so machen“, sagte Polizeisprecherin Birgit Höhn. Magdeburger Ultras hätten aber schon signalisiert, zu Fuß gehen zu wollen. „Sie werden dann von den Beamten begleitet“, so Höhn. Die Route führe dabei durch die Jahnallee. Mit dem Auto anreisende FCM-Fans finden in der Goyastraße für sie reservierte Parkplätze.

RB-Sprecher Felder hofft auf einen ruhigen Nachmittag, verweist aber auf Diskussionen in Internetforum. Dort sei der gemeinsame Empfang von HFC- und Lokfans für die Magdeburger ein Thema. Die Polizei weiß davon offiziell nichts. „Davon haben wir derzeit keine Kenntnis“, erklärt Höhn. Außerdem spiele Halle zeitgleich gegen den Chemnitzer FC.

Genau diese Ansetzung sorgt aber für weiteres Konfliktpotential. Nur wenige Minuten nach der geplanten Abreise der Magdeburger, sollen die Chemnitzer den Leipziger Hauptbahnhof erreichen, so ein Beamter. Die Sachsen müssen in der Messestadt umsteigen. Ein Aufeinandertreffen beider Lager solle unbedingt verhindert werden.

Matthias Roth

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