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Packendes Finale im Sachsenpokal – RB Leipzig bezwingt Chemnitz und holt den Pott

Packendes Finale im Sachsenpokal – RB Leipzig bezwingt Chemnitz und holt den Pott

Bekanntlich haben Pokalspiele ihre eigenen Gesetze. RB Leipzig hat das am Mittwochabend unter Beweis gestellt, holte gegen den Drittligisten und Titelverteidiger Chemnitzer FC zwei Rückstände auf und mit einem 4:2-Sieg den Sachsenpokal nach Leipzig.

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Fabian Franke (links) gegen David Jansen vom CFC.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. 16.864 Zuschauer, darunter 2500 Fans aus Chemnitz, pilgerten in die Red-Bull-Arena und knackten damit die Rekordmarke vom Finale 2011.  

 

Es war ein Fußballabend, wie er im Buche steht. Sechs Tore, Gänsehaut-Atmosphäre und am Ende der zweite Pokalgewinn in der noch jungen Geschichte von RB Leipzig. Schon bevor die Roten Bullen den Pott in den Nachthimmel strecken konnten, sangen die Fans: „We are the Champions.“  Dann spritzte der Sekt, floss das Bier, strahlten die Pokalhelden über beide Ohren. Sie hatten sich den Einzug in den DFB-Pokal verdient. CFC-Coach Gerd Schädlich lobte: „Die Leistung der Leipziger hatte rein gar nichts mit dem Niveau der vierten Liga zu tun.“  

 

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Derbytime in Leipzig: Perfektes Wetter, 20.348 Zuschauer, prächtige Stimmung im Fußballstadion. RB und Lok Leipzig trennten sich 0:0.

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Zum ersten Mal in dieser Saison stand RB nicht als Favorit auf dem Platz und geriet auch schon in der 7. Minute in Rückstand. Anton Makarenko kam nach einem Pass von rechts im Strafraum frei zum Schuss und hatte keine Probleme, den Ball im Tor der Leipziger unterzubringen.

 

Nach einer Viertelstunde zogen über der Red-Bull-Arena Gewitterwolken auf, erste Blitze zeigten sich am Himmel. Ein schlechtes Zeichen für die Hausherren? Zumindest fehlten der Mannschaft von Alexander Zorniger die zwingenden Aktionen in der Offensive. Bis zur 28. Minute, dann zündeten Carsten Kammlott, Timo Röttger und Co. ein regelrechtes Feuerwerk vorm CFC-Tor. Doch Zählbares sprang dabei erst einmal nicht heraus. Die Großchancen für die Rasenballer häuften sich, CFC-Torhüter Philipp Pentke rüttelte an seinen Abwehrspielern, war genervt vom Sturmlauf der Leipziger.

 

Rückschlag kurz vor der Pause

Thiago Rockenbach erlöste sein Team in der 39. Minute mit einem traumhaften Schuss, vom rechten Innenpfosten sprang der Ball ins Dreiangel. Beim anschließenden Torjubel stürzte er vor Freude das RB-Maskottchen am Spielfeldrand zu Boden. Leipzig blieb überlegen, hatte nach 43 Minuten 7:0 Ecken auf dem Konto. Aber wie aus dem Nichts erzielten die Gäste wenige Sekunden vor der Pause das 1:2. Anton Fink, zweitbester Torjäger in der 3. Liga, nutzte eine Unachtsamkeit in der Leipziger Defensive zur erneuten Führung.  

 

„Ich hatte heute trotz der zwei Rückstände nie das Gefühl, dass wir verlieren könnten“, sagte RB-Spieler Fabian Franke und ergänzte: „Der CFC spielt in der 3. Liga eine gute Rolle und wir haben ihm den Schneid abgekauft. Das war schon ein Fingerzeig für die Relegation.“ Der Innenverteidiger ist vor allem vom Einsatz seines Teams angetan: „Die Chemie ist in dieser Saison so gut wie nie zuvor.“

 

Abseitstor und Rettung auf der Linie

Auch nach der Pause begann RB druckvoll, bereits in der 48. Minute traf Kammlott, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits. In der 65. Minute dann fast die Vorentscheidung für den CFC, Makarenko war schon an Keeper Fabio Coltorti vorbei, aber Sebastian Heidinger rettete den Ball in letzter Sekunde auf der Torlinie.

 

Kurz darauf packte Schulz einen strammen Schuss aus 20 Metern aus, der die Latte streifte. Fabian Franke machte es in der 70. Minute nach einem Freistoß von Dominik Kaiser besser, schaltete, als ein Mitspieler im Strafraum lag und netzte aus kurzer Distanz zum 2:2 ein. Der Schlagabtausch nun offen, keines der Teams wollte in die Verlängerung. In der 81. Minute standen die RB-Fans Kopf, als ihr Liebling Röttger mehrere Gegenspieler aussteigen ließ, den Ball in die rechte Ecke zimmerte und sein Team zum Sachsenpokal-Sieg zauberte. Morys zerstörte die letzten himmelblauen Hoffnungen, als er RB kurz vor Schluss das 4:2 schenkte.

 

RB-Sportdirektor Ralf Rangnick schüttelte nach dem Pokalsieg auf dem Rasen viele Hände, wirkte äußerst zufrieden und sagte: „Die Art und Weise, wie die Mannschaft den Sieg heute eingefahren hat, war beeindruckend. Es sollte dem Team viel Selbstvertrauen geben, dass es ohne den verletzten Daniel Frahn vier Tore erzielt hat.“ Auch von der Atmosphäre im Stadion war Rangnick angetan: „So eine Stimmung findet man sonst nur in der 1. oder 2. Bundesliga.“ Bis dahin ist es sportlich noch ein weiter Weg. Die Relegation für die 3. Liga beginnt in zwei Wochen.

 

Statistik

RB Leipzig:

Coltorti, Müller, Hoheneder, Franke, Heidinger, Röttger , Kaiser, Schulz, Rockenbach (Ernst 83.), Kutschke, Kammlott (Morys, 67.)

Chemnitzer FC:

Pentke, Birk, Hazaimeh, Bankert, Le Beau , Sträßer , Jansen, Makarenko (Landeka) , Kegel, Pfeffer, Fink

Tore:

0:1 Makarenko (7.), 1:1 Rockenbach (39.), 1:2 Fink (44.), 2:2 Franke (70.), 3:2 Röttger (81.), 4:2 Morys (87.)

Zuschauer:

16.864

Anne Grimm

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