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Pokal-Fieber in Leipzig: Rasenballsportler empfangen heute Abend den VfL Wolfsburg

Pokal-Fieber in Leipzig: Rasenballsportler empfangen heute Abend den VfL Wolfsburg

In dieser Saison ist bei Rasenballsport Leipzig bekanntlich alles neu – außer die Spielklassen-Zugehörigkeit. Wenn der ambitionierte Regionalligist am Freitagabend zum DFB-Pokalspiel in der Red Bull Arena aufs Feld läuft, kommt zur runderneuerten Handlungsträgerschaft auch noch eine bisher nicht gekannte Ausgangssituation hinzu: Gegen den Bundesligisten VfL Wolfburg haben die Roten Bullen erstmals in ihrer Historie nur gelinde Außenseiterchancen oder wie es Neu-Trainer Peter Pacult am Donnerstag im schönsten Wiener Großstadtschmäh nannte: „Der groaße Favorit sind mia ja nun net gerade.

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Will am Freitag mit den Roten Bullen seinen Freund Felix Magath ärgern: RB-Trainer Peter Pacult.

Quelle: Christian Nitsche

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Als Außenseiter lebt es sich im Profisport besonders entspannt und so wirkte der erst vor Wochen vom 32-fachen österreichischen Meister Rapid Wien an die Pleiße gewechselte RB-Chefcoach wenige Stunden vor dem Anpfiff auf einer Pressekonferenz überaus aufgeräumt. Mitunter antwortete der von heimischen Medien als „Grantler“ Verschriene auf Journalistenfragen gar mit einem Lächeln. „Was kann schon Schöneres passieren, als gegen einen Bundesligisten zu spielen“, sagte Pacult.

Nicht nur für den Verein, sondern auch für die Stadt Leipzig sei ein solches Spiel natürlich eine tolle Sache. „Aber man muss die Kirche auch im Dorf lassen.“ Mit den Niedersachsen komme ein ehemaliger Deutscher Meister nach Leipzig, bei dem auch heute noch einige Meisterkicker im Kader stehen. „Ich hoffe, meine Spieler können mit dem Druck umgehen“, erklärte Pacult. Sie sollen den Gegner mindestens nach Kräften ärgern, sich gegen die von der lebenden Trainerlegende Felix Magath trainierten Wölfe beweisen.

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Könnte am Freitag zum Schlüsselspieler werden: RB-Mittelfeldabräumer Timo Rost.

Quelle: Christian Nitsche

Einer von denen, die am Freitagabend Verantwortung übernehmen müssen, ist Timo Rost. Der ehemalige Cottbusser stand schon in der vergangenen Saison so manchem Kreativspieler auf dem Fuß und könnte gegen die Wolfsburger Technik-Abteilung um den Brasilianer Josué, den Japaner Makoto Hasebe und den Ex-Bayern Hasan Salihamidžić zur Schlüsselfigur werden. Rost selbst glaubt allerdings, dass die niedersächsischen Ballstafetten mehrheitlich einen Bogen um sein Revier am Mittelkreis machen werden. „Ich denke, Wolfsburg wird viel über die Außen kommen. Mit Marcel Schäfer können die ein brutal starkes Außenspiel aufziehen“, sagte Rost und fügte an: „Wir werden ein sehr laufintensives Spiel betreiben müssen, um die Lücken schließen zu können.“

Somit wird es in diesem Spiel mehr denn je auf die mannschaftliche Geschlossenheit der Rasenballsportler ankommen. In der vergangenen Saison bröckelte die nicht selten, machten gelegentlich Gerüchte über arge Querelen zwischen den Spielern die Runde. Unter Peter Pacult soll das nun anders sein. „Es sind ja ein paar neue Spieler dazu gekommen, aber es gibt keine Diskrepanzen zwischen Jung und Alt mehr, so wie es letzte Saison noch der Fall war. Hier wächst etwas zusammen“, sagte Rost überzeugt. 

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Blick in die Red-Bull-Arena, die früher einmal Zentralstadion hieß und im Herzen des alten Leipziger Zentralstadions errichtet wurde.

Quelle: Christian Nitsche

Den ersten DFB-Pokalauftritt der Roten Bullen am Freitagabend dürfen die wahrscheinlich 30.000 Fans im Stadion dann schon als Indikator nehmen. Auch wenn das Wochenende danach mit dem Start in die Regionalliga-Saison für RB Leipzig weitaus größere Priorität hat. „Praktisch gehört das Pokalspiel ja für uns noch zur Saisonvorbereitung“, erklärte Trainer Pacult und Spieler Rost pflichtete ihm bei: „Unser Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf Meisterschaft und Aufstieg.“

Hinweise zur Anreise

Aufgrund des zu erwartenden großen Zuschauerinteresses empfiehlt RB Leipzig dringend eine zeitige Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Eintrittskarten berechtigen zur Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vier Stunden vor und vier Stunden nach dem Spiel. Sonderlinien der Leipziger Verkehrsbetriebe befahren zusätzlich die Feuerbach-Schleife (Haltestelle Fregestraße Ecke Max-Planck-Straße).

Am Stadion stehen maximal 3.000 Parklätze zur Verfügung. Dazu werden die Parkflächen am Cottaweg und auf der Jahnallee geöffnet. Das Gelände am Wertstoffhof in der Goyastraße 4 wird für anreisende Gäste freigehalten. Die Straße am Sportforum wird dagegen aus Sicherheitsgründen gesperrt und sollte weiträumig umfahren werden.

Matthias Puppe

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