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Pokalhit der Roten Bullen gegen Wolfsburg mobilisiert die Massen - Testspielsieg

Pokalhit der Roten Bullen gegen Wolfsburg mobilisiert die Massen - Testspielsieg

Der Pokal-Hit RB Leipzig gegen den VfL Wolfsburg elektrisiert, 15 000 Tickets sind weg, intern rechnet RB mit 30 000 (!) Zuschauern. Das Freitag-Duell in der Red-Bull-Arena (20.30 Uhr) ist auch ein Fußballspiel zweier Hochglanz-Betriebsmannschaften, deren Unternehmen Rekordergebnisse verbuchen.

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Blick in die Red-Bull-Arena, die früher einmal Zentralstadion hieß und im Herzen des alten Leipziger Zentralstadions errichtet wurde.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. VW setzte mit 400.000 Mitarbeitern 126 Milliarden Euro um, Red Bull schaffte mit 8000 Angestellten vier Milliarden. RB Leipzig gegen VW Wolfsburg: Dose trifft Auto, Grantler trifft Quälix. RB-Cheftrainer Peter Pacult ist wie Magath kein Kumpeltyp, steht auf harte Arbeit und kritische Distanz. „Felix ist ein Top-Mann mit riesigen Erfolgen. Ich freue mich, ihn wiederzusehen.“ Magath wiederum gilt als Sympathisant der Roten Bullen und von Herdenführer Dietrich Mateschitz, kennt Gegenwind aus eigenem Erleben. „Ich muss mir auch oft anhören, dass wir die Tochtergesellschaft eines Unternehmens sind. Und wissen sie was: Am Ende wird überall nur Fußball gespielt.“

Magath und Pacult vereinen eine Machtfülle, die in „normalen“ Fuß-ballvereinen so nicht möglich wären. VW-Chef Martin Winterkorn ist Magath-Verehrer, hat den Wolfsburger Meistermacher (2009) und Retter (2011) zum Trainer und Manager gekürt. Mister Allmächtig lässt Kraft seines Amtes Diva Diego auf der -Tribüne schmoren, geht mit der VW-Card einkaufen, holte gerade den 23-jährigen Nationalspieler Christian Träsch für zehn Millionen Euro aus Stuttgart ab. Träsch wird in Leipzig auflaufen.

Auch Pacult wurde vom Ober-Boss persönlich eingestellt, hat auf Geheiß von Dietrich Mateschitz das Sagen in Leipzig, schart Menschen seines Vertrauens um sich, gilt bis auf weiteres  als unkündbar. Dass König Peter I die Herren Thomas Linke (Ex-Sportdirektor) und Dieter Gudel (Ex-Geschäftsführer) auf dem Gewissen hat, ist unwahr, sagt Pacult. „Thomas und Dieter sind von sich aus gegangen.“ Weil sie von der Gezeitenwende aus der Zeitung erfahren haben ...

RB und VW. Hier wie da: Keine hemmende Tradition, keine krakeelenden Ex-Nationalspieler, keine abge-hobenen Fans, die über Aufstellung und Transferpolitik befinden wollen. Auch hier wie da: Kleine Tradition, großes Geld vom Sponsor. Das macht in manchen Kreisen unbeliebt. Wolfsburgs Kapitän Marcel Schäfer weiß, dass das Weiterkommen eine „Pflichtaufgabe ist“, weiß aber auch: „RB Leipzig ist kein normaler Viertligist.“

Übrigens: Gegen den Meister von 2009 könnte der Zuschauer-Rekord mit Leipziger Club-Beteiligung im umgebauten Zentralstadion fallen. Am 21. August 2005 sahen 30 450 Fans das DFB-Pokal-Erstrundenspiel FC Sachsen gegen Dynamo Dresden. Dynamo siegte nach Elferschießen. Der heutige MDR-Sprecher Dirk Thärichen hatte das Derby vermarktet.

Beim 5:0-Test gegen Gratkorn (Kutschke 2, Rockenbach, Frahn und Rost trafen) brachte Pacult seine Wunschelf. Vier Alte, sieben Neue: Pascal Borel im Tor, davor Fabian Franke, Henrik Ernst, Christian Müller und Umut Kocin. Im Mittelfeld: Peka Lagerblom, Timo Rost, Sebastian Heidinger und Timo Röttger. Stürmer Daniel Frahn wird von der hängenden Spitze Rockenbach geholfen.  Guido Schäfer

Guido Schäfer

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