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RB-Kader „verschlankt“ – Zorniger: „Wollen Herrn Seifert keine Party abziehen lassen“

RB-Kader „verschlankt“ – Zorniger: „Wollen Herrn Seifert keine Party abziehen lassen“

Eine Hoffnung hat RB Leipzig dem 1. FC Lok schon vor dem Pokalspiel am Sonnabend geraubt: Auf die leichte Schulter nehmen die Bullen die Partie nicht. „Wir wollen zeigen, wer die Nummer eins in der Stadt ist“, sagte Kapitän Daniel Frahn.

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Daniel Frahn: "Wir wollen zeigen, wer die Nummer eins in der Stadt ist."

Quelle: dpa

Leipzig. Dafür reiche ihm auch ein 1:0. RB-Trainer Alexander Zorniger erwartet einen defensiven Gegner, glaubt aber nicht an ein Geduldsspiel mit einem langen 0:0. „Wir haben ein hohes läuferisches und spielerisches Potenzial, sind in jeder Sekunde in der Lage, ein Tor zu schießen“, erklärte er. Auch wenn der Coach demonstrativ die eigenen Stärken in den Vordergrund stellt, hat er den Gegner genau analysiert.

„Wir werden nicht so oft eins gegen eins spielen“, kündigte er an. Lok baue sich an jedem gewonnenen Zweikampf auf. Bei seinem ersten Derby hätten die Probstheidaer selbst jede Ecke frenetisch gefeiert. „20 Sekunden später lag dann aber der Ball bei ihnen im Tor“, erinnert er sich. Dennoch: Die Spiele in der Regionalliga seien in diesem Jahr bei den Blau-Gelben immer eng gewesen. Daniel Frahn hat vor allem zwei Spieler im Blick: Rico Engler und Patrick Grandner.  „Der eine schießt aus allen Lagen, der andere ist immer zügig unterwegs“, so der Bullen-Stürmer.

Torhüter Coltorti im Urlaub

Zorniger muss seine Mannschaft nach der Demonstration von Heidenheim umbauen. „Der Kader hat sich verschlankt“, berichtete er. Im Klartext heißt das: Yussuf Poulsen ist mit der dänischen U 21 unterwegs, Matthias Morys  fällt mit einem Muskelfaserriss aus. Sebastian Heidinger ist nach einer Erkältung noch geschwächt, Clemens Fandrich muss deshalb sogar noch das Bett hüten. Nicht dabei ist auch Torhüter Fabio Coltorti. Er erhielt Urlaub außer der Reihe und darf seine Familie in Marbella besuchen. Für ihn steht voraussichtlich Erik Domaschke im Tor. Der 27-Jährige ist waschechter Leipziger und weiß aus seiner Zeit beim FC Sachsen, wie der Puls mit Derbyfieber schlägt.

Große Experimente will Zorniger nicht wagen. In der Abwehr erhält erneut Fabian Franke neben Niklas Hoheneder das Vertrauen. Spielberechtigt wäre im Pokal auch Christian Müller nach seiner roten Karte am vergangenen Wochenende. Im Mittelfeld sind Dominik Kaiser und Joshua Kimmich gesetzt. Bleibt der Sturm: neben Frahn sind Carsten Kammlott und Denis Thomalla die ersten Anwärter auf einen Einsatz. Zorniger denkt aber auch über eine Variante mit Christos Papadimitriou oder André Luge nach. Wer nicht spielt, bekommt am Sonntag dazu Gelegenheit. Dann testet RB, verstärkt durch die U 23, um 11 Uhr gegen Wacker Nordhausen am Cottaweg.

Kein Beifall aus der Lok-Kurve

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Sebastian Seifert vom 1. FC Lok. (Archivbild)

Quelle: Christian Nitsche

Kapitän Frahn hat seinen persönlichen Frieden mit den zurückliegenden Partien geschlossen. Nach Ausschreitungen hatte er sich öffentlich gegen die Krawallmacher positioniert und war dafür im Internet gemobbt wurden. In der zurückliegenden Saison verletzte sich der Stürmer kurz vor den Relegationsspielen. „Das ist alles lange her“, so Frahn. Im normalen Leben sei das Verhältnis zwischen den Spielern beider Teams ganz normal, mit Sebastian Seifert habe er auch privat regelmäßig Kontakt, verriet der RB-Torjäger. Er gibt sich aber keinen Illusionen hin: Die Lok-Kurve werde ihn nicht mit Beifall begrüßen.

Zorniger will sich mit den gegnerischen Fans nicht weiter beschäftigen. Sollten aber gewaltbereite Unterstützer aus Erfurt, Halle und Berlin einen Ausflug nach Leipzig planen, meint der Coach: „Wir brauchen hier niemanden, der auf Krawall gebürstet ist.“ Die Gastgeber haben vorgebaut, wollen laut Sprecher René Gruschka rund 250 Ordner einsetzen. Im Hintergrund steht die Polizei mit einem Großaufgebot bereit.

Und noch etwas weiß Zorniger genau, nämlich wie der Abend keineswegs enden soll: „Wir wollen Herrn Seifert keine Party im L 1 abziehen lassen“, so der Coach mit Blick auf eine mögliche Siegesfeier des Lok-Mittelakteurs in der Innenstadt-Diskothek im Kreise seiner Kollegen. Anstoß am Sonnabend ist um 15 Uhr.

Matthias Roth

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