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RB-Konkurrent Türkiyemspor wendet Insolvenz ab und trennt sich vom Trainer

RB-Konkurrent Türkiyemspor wendet Insolvenz ab und trennt sich vom Trainer

Fußball-Regionalligist und RB-Konkurrent Türkiyemspor Berlin ist vorerst gerettet. Die Kreuzberger stellten am Montag keinen Insolvenzantrag. Das wurde möglich, da Vereinsmitglieder und Unternehmen aus Berlin einen Finanzplan aufstellten, der den Spielbetrieb für die laufende Saison sichern soll.

Leipzig/Berlin. Das schreibt der Verein auf seiner Webseite.

Laut Plan verzichten die Spieler und Trainer der Regionalligamannschaft auf einen Teil ihres Gehalts. "Sie kommen uns sehr weit entgegen", sagte Süreyya Inal, die Vereinsvorsitzende, gegenüber LVZ-Online. "Bei manchen Spielern sind das mehr als 50 Prozent. Das sind Summen, die vielen weh tun." Mehr als 20 Mitglieder und Unternehmen unterstützen den Verein zudem finanziell, so dass rund 12.000 Euro im Monat zusammenkommen.

Vier ehemalige Vorstandsmitglieder verzichten auf die Gelder, die ihnen der Klub noch schuldet. Sie forderten rund 300.000 Euro. Dies sei neben dem Engagement der Mannschaft der zweite wichtige Pfeiler der vorläufigen Rettung, so die Vereinsvorsitzende. Insgesamt stand Türkiyemspor mit fast 640.000 Euro in der Kreide.

Die Zukunft des Vereins ist dennoch in Gefahr. Es fehle noch ein Hauptsponsor, um den Spielbetrieb in der Regional- oder Oberliga langfristig zu gewährleisten. "Wir brauchen jemanden, der verlässlich zirka 300.000 Euro pro Saison aufbringt, damit wir unsere 1. Herrenmannschaft halten können", sagte Inal. "Ich kann von den Spielern nicht dauerhaft so große Opfer verlangen." 

Der Sparzwang in Kreuzberg hat schon erste personelle Konsequenzen: Der Regionalligist trennte sich am Montagabend von Chef-Trainer Taskin Aksoy. "Er konnte beim besten Willen nicht auf Teile seines Gehalts verzichten, da er zu Hause Alleinverdiener ist", sagte Inal. Deshalb habe man sich im beiderseitigen Einvernehmen getrennt. Das Training leitet jetzt der bisherige Co-Trainer Kenan Arayici.  

Michael Dick

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