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RB Leipzig: Franke will gegen Plauen "Gesicht wahren" - Pacult für Oral kein Thema

RB Leipzig: Franke will gegen Plauen "Gesicht wahren" - Pacult für Oral kein Thema

Die Hinrunde in der diesjährigen Regionalliga-Saison stellte für RB-Verteidiger Fabian Franke eine schwere Prüfung dar. Mit einer Verletzung kam er im Sommer von HSV II und spielte damit für Trainer Tomas Oral erstmal keine Rolle.

Leipzig. Vor dem Heimspiel gegen den VFC Plauen sieht die Situation ganz anders aus (Freitag, 15. April, 19 Uhr).

„Wenn man nicht spielen kann, beginnt man manchmal an sich selbst zu zweifeln", sagt Franke. „Doch der Trainer hat mich gepusht." Dadurch habe er sich kontinuierlich an die Startelf heranarbeiten können. Und mit Start der Rückrunde ist er aus ihr nicht mehr wegzudenken, zeigt stabile Leistungen und absolvierte die letzten zehn Partien in Folge.

„Fabian ist körperlich und mental stabiler geworden", lobt der RB-Übungsleiter seinen Schützling. Er sei eine „positive Erscheinung" in dieser Spielzeit. Der ehemalige U19-Spieler vom FC Sachsen kennt dafür auch die Gründe und benennt sie ganz selbstbewusst: Er habe im Training Gas gegeben, seine Einsatzchance genutzt, in dem er gezeigt habe, „was ich kann".

Etwas geknickt wirkt Franke aber, wenn er über die Saisonleistung der Bullen spricht. Die Stimmung sei nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen die zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg (0:1) im Keller gewesen. Dieses bittere Erlebnis habe die Elf erst einmal aufarbeiten müssen. Für ihn persönlich scheint es besonders schwer gewesen zu sein. Der junge Mann hat nach eigener Aussage bis zum VfL-Spiel noch an den Aufstieg geglaubt.

Dieses Thema ist für ihn aber keins mehr. Realismus ist eingekehrt. Doch Motivationsprobleme hat Franke nicht, obwohl RB den eigenen Ansprüchen und den Erwartungen der Öffentlichkeit meilenweit hinterherhinkt. „Jeder Fußballer, der auf dem Platz steht und nicht heiß ist, ist doch nicht klar im Kopp", sagt der Innenverteidiger salopp. Er gebe „immer 110 Prozent". Das soll auch Plauen zu spüren bekommen. „Wir wollen unser Gesicht wahren", sagt Franke. „Und unsere Heimstärke demonstrieren." Die Rasenballer haben die letzten vier Partien in der Red-Bull-Arena gewonnen.

Der ehemalige FCS-Spieler legt sogar verbal noch nach: „Gegen den VFC wollen wir so auftreten, dass die kommenden Gegner mit mächtig Respekt in die Arena kommen." Fußball-Feinkost wird das Spiel gegen Plauen vermutlich nicht. Sowohl Oral als auch Kicker Franke erwarten eher rustikale Abwehrarbeit der Vogtländer. Der RB-Trainer erwartet einen „robusten" Gegner. Eine Elf, die versuchen wird, in der Defensive ihre Ordnung zu halten und möglichst lange keinen Treffer zu kassieren, sieht Franke vor dem geistigen Auge.

Für die Heimpartie am Freitag muss Oral auf Daniel Rosin (gelbgesperrt), Tim Sebastian (Muskelfaserriss) und Maximilian Watzka (Knochenprellung) verzichten. Routinier Timo Rost befindet sich hingegen seit zehn Tagen wieder im Mannschaftstraining und wird vermutlich seine Arbeit im defensiven Mittelfeld verrichten.

Ob Tomas Oral nach dem Sommer seine Tätigkeit in Leipzig weiterführen darf, steht in den Sternen. Die Gerüchteküche brodelt. Der gerade in Wien entlassene Peter Pacult wird gemeinhin als Anwärter auf den Posten gehandelt. Der Übungsleiter der Rot-Weißen zeigte sich brav: „Ich versuche tagtäglich meine Arbeit zu machen und werde mich an irgendwelchen Spekulationen auch weiterhin nicht beteiligen."

Michael Dick

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