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RB-Leipzig-Trainer Alexander Zorniger: "Matze wird das nicht wieder tun"

RB-Leipzig-Trainer Alexander Zorniger: "Matze wird das nicht wieder tun"

Das 1:1 zwischen RB Leipzig und dem MSV Duisburg wird sportlich nicht in die Geschichte eingehen, förderte aber diverse Aufreger zutage. Als da wären: Ein Schiri-Gespann, das neben der Turnhose wandelte.

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Glück gehabt: Matthias Morys kommt mit Gelb davon.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Ein RB-Profi, der seinem Gegenspieler den Ellbogen auf die Lichter rammte und vereinsintern bestraft wurde. Und: Fans, die sich nicht grün sind.

Schiri Christian Dietz ist 29, studiert, kommt aus Kronach. Ein junger Mann mit Ambitionen, dem ein gebrauchter Sonntag und unbrauchbare Untergebene angedreht wurden. Bei der Duisburger Führung übersah Dietz eine Abseitsstellung, die man nicht übersehen kann. Passiert trotzdem, weswegen die Haupt-Schiedsrichter im Funkkontakt mit ihren Assistenten stehen.

In besagter Szene hätte Markus Pflaum seinen Chef retten können. Etwa mit der Botschaft: Du Christian, das eben an mir vorbeigerauschte Zebra stand im Abseits, ich heb' dann mal mein Fähnchen. Das Fähnchen blieb unten, Duisburg führte 1:0, die RB-Familie war auf 180.

Nicht viel später war ganz Duisburg auf 180. RB-Sprinter Matthias Morys verpasste Markus Bollmann einen Ellbogen-Check, arbeitet unten rum nach und kam mit Gelb davon. Das Duo Dietz/Pflaum war offenbar von der Sonne oder der Schönheit der Arena geblendet. MSV-Profi Bollmann: "Das müssen die doch sehen."

Nach Sichtung der TV-Aufnahmen war für RB-Coach Alexander Zorniger klar: Den Morys knöpfe ich mir vor. Zorniger nach dem Vier-Augen-Gespräch: "Wir haben das intern geklärt, Matze wird das nicht wieder tun." Weil er über Nacht ein Lieber geworden ist? Nein, weil die Klärung dem Sünder "weh tun" (Zorniger) wird.

Bezüglich schmerzhafter Bestrafung hat der Fußball-Lehrer ein Arsenal an Folterwerkzeug. Zum Beispiel ein achtstündiges Videostudium des kommenden Gegeners RW Erfurt. Vielleicht muss Morys aber auch einen Aufsatz über die Vor- und Nachteile der hippen Systeme 4-3-3, 4-4-2 und 4-2-3-1 schreiben. Die wohl zur Anwendung kommende Sanktionierung: Am Monatsanfang fehlen einige Euronen auf der Morys-Abrechnung. Immer noch besser als eine vierwöchige Sperre.

Weiterer Aufreger: Die Fans beider Lager. Teile der Duisburger Anhänger (ideologisch nicht homogen) gingen sich nach dem Abpfiff an die Wäsche, mussten von der Polizei befriedet werden. Zudem musste ein überladener MSV-Fanbus auf die Waage und um einige Personen erleichtert werden.

Auch im RB-Block gab es Ärger. Die junge und wilde Fraktion der Red Aces führt ein reges Eigenleben, schwenkt 90-minütig XXL-Fahnen. Folge: Die Zuschauer dahinter sehen nix vom Spiel, müssen sich mit einem Hörspiel begnügen. RB-Sprecher Sharif Shoukry: "Wir haben das auf dem Schirm, werden die Probleme lösen."

Übrigens: Beim Anpfiff der Partie standen Hunderte Fans an den Kassenhäuschen. Ein Grund: Sie kamen zu spät zum Hauptfilm. Ein weiterer: Der untypische Andrang an den Tageskassen (über 6000) erwischte RB auf dem linken Bein. Gegen Erfurt wird bestimmt fast alles besser.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.08.2013

Guido Schäfer

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