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RB Leipzig erhöht Preise für Dauerkarten massiv – Hoffenheimer Thomalla erster Neuzugang

RB Leipzig erhöht Preise für Dauerkarten massiv – Hoffenheimer Thomalla erster Neuzugang

Anhänger von RB Leipzig müssen ab der kommenden Saison deutlich tiefer in ihr Portmonee greifen, um ihr Team in der Red Bull Arena spielen zu sehen. In der günstigsten Kategorie steigt der Dauerkartenpreis um rund ein Drittel, in der teuersten Kategorie sogar um reichlich 160 Prozent, wie aus einer Mitteilung hervorgeht, die der Verein auf seiner Internetseite veröffentlichte.

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Anhänger der Roten Bullen in der Red Bull Arena beim Spiel gegen den Lokalrivalen Lok Leipzig. (Archivbild)

Quelle: GEPA

Leipzig. Fanclubvertreter kritisieren vor allem, dass es außer für Kinder zukünftig keine Ermäßigungen mehr gibt.

Die Roten Bullen sind in der 3. Liga angekommen. Das spiegelt sich nun auch in den Preisen für Eintrittskarten wider. Demnach kostet die günstigste frei verkäufliche Dauerkarte zukünftig 136 Euro. Im Vorjahr zahlten Fans für diese Kategorie noch lediglich 104 Euro. In der sogenannten Kategorie 1, also dem teuersten Segment, steigt der Preis für eine Dauerkarte von 130 Euro in der vergangenen Saison auf nun 340 Euro. Gestrichen wurden Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Rentner und Erwerbslose. Lediglich Kinder zwischen 7 und 14 Jahren erhalten weiterhin einen Preisnachlass, dürfen dann mit ihren Eltern aber auch nur in bestimmte Blöcke der Arena.

"Shitstorm" in den sozialen Netzwerken

Die Veröffentlichung der neuen Dauerkartenpreise löste im Internet einen mittelgroßen „Shitstorm“ aus. „Keine Ermäßigungen für Kinder, Schüler und Studenten...eine Frechheit, als ob RB Leipzig Gelder nötig hätte...“, schrieb beispielsweise eine Facebook-Nutzerin auf die Seite des Vereins. „Wie kann man in einer Studentenstadt keine Ermäßigung einräumen?“, empörte sich ein anderer Anhänger bei Twitter. Ein dritter Besucher schrieb: „Bitte überdenkt Euer Preismodell für die kommende Saison ganz schnell. Das riecht stark nach einem klassischen Eigentor.“

Philipp Remberg, stellvertretender Vorsitzender des Fanvereins Bulls Club, äußerte am Donnerstag teilweise Verständnis für die Erhöhung, konnte aber vor allem die Abschaffung der Ermäßigung nicht nachvollziehen. „Es musste allen klar sein, dass die Preise nach dem Aufstieg nicht so günstig bleiben konnten, aber solche Erhöhungen sind schon happig“, sagte er am Abend gegenüber LVZ-Online. Die Preise seien generell für die 3. Liga akzeptabel. „Gerade für Studenten oder Azubis ist es schwierig, solch eine Steigerung zu verkraften. Ich denke außerdem an den jungen Vater, der mit seinem Sohn in den Sektor B möchte, dann aber keine Ermäßigung für sein Kind bekommt“, so Remberg.

Preise von RB vergleichsweise moderat

Von RB Leipzig wollte sich am Donnerstag kein Verantwortlicher offiziell gegenüber LVZ-Online äußern. Der Club verweist in seiner Mitteilung aber darauf, dass in der 3. Liga insgesamt vier Heimspiele mehr ausgetragen werden als in der vergangenen Saison. Zudem seien die Dauerkarten auch für das Freundschaftsspiel gegen Werder Bremen Ende Juli und für Heimspiele im Sachsen-Pokal gültig.

Ein Vergleich mit anderen Drittligisten in der Region zeigt zudem, dass RB keine überdurchschnittlichen Preise erhebt. In Halle kostet die Dauerkarte im Stehplatzbereich 180 Euro (ermäßigt 150 Euro). Auf der Haupttribüne zahlen Anhänger der Hallenser 360 Euro. Ähnlich sieht es bei Rot-Weiß Erfurt in Thüringen aus. Dort kostet ein reguläres Stehplatzabonnement 145 Euro (ermäßigt 120 Euro) und eine Sitzplatzdauerkarte im mittleren Preisbereich 250 Euro (ermäßigt 215 Euro).

Laut Fanvertreter Remberg wollen sich die in verschiedenen Gruppierungen organisierten Anhänger der Roten Bullen am Samstag zu einer außerordentlichen Versammlung treffen und dabei die neue Preisstruktur diskutieren. Gegebenenfalls wolle man dann noch einmal Druck auf den Verein ausüben, die neuen Preise und Regeln zu überdenken.

Der Dauerkartenverkauf startet übrigens am kommenden Montag (10 Juni). Eine Übersicht über die einzelnen Preiskategorien in den verschiedenen Stadion-Sektoren finden Sie hier.

RB Leipzig verpflichtet Bundesligaspieler

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Bald geht er für RB Leipzig auf Torejagd: Denis Thomalla jubelt über einen Treffer.

Quelle: dpa

Derweil arbeiten die Rasenballer an ihrer sportlichen Schlagkräftigkeit, verkündeten den ersten Neuzugang für die neue Saison. Von der TSG Hoffenheim wechselt der 20-jährige Angreifer Denis Thomalla nach Leipzig. Er spielte dort zuletzt in der zweiten Mannschaft und kommt ablösefrei. In der abgelaufenen Spielzeit bestritt der Junioren-Nationalspieler 34 Regionalliga-Spiele für Hoffenheim II, erzielte dabei zehn Treffer. Thomalla unterschrieb einen Vertrag bis 2017 und soll Stefan Kutschke ersetzen, der zum VfL Wolfsburg wechselt.

Mit dem Transfer untermauert RB Leipzig Aussagen von Sportdirektor Ralf Rangnick, der zuletzt mehrfach betont hatte, in Leipzig junge, talentierte Spieler verpflichten zu wollen. Thomalla hat für Hoffenheim auch vier Bundesligaspiele absolviert, sein Debüt feierte er als 18-Jähriger unter Rangnick.

Alexander Laboda / dpa

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