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RB Leipzig holt Landespokal - Sieg über Chemnitz sichert Teilnahme am DFB-Pokal

RB Leipzig holt Landespokal - Sieg über Chemnitz sichert Teilnahme am DFB-Pokal

RB Leipzig hat sich am Mittwochabend den Sachsenpokal geholt. Die Rasenballer gewannen gegen den Chemnitzer FC in der Leipziger Red-Bull-Arena mit 1:0. Das Endspiel sahen 13958 Zuschauer.

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Jubeltraube: Ingo Hertzsch wurde nach dem Tor von seinen Mitspielern begraben.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Mit dem Sieg qualifizierten sich die Leipziger für die Hauptrunde des DFB-Pokals. "Ich bin sehr stolz auf die Jungs", sagte RB-Trainer Tomas Oral nach dem Finale.

Die Partie begann dem Anlass entsprechend: mit prächtiger Stimmung auf beiden Seiten. "Fantastisch" befand CFC-Stürmer Benjamin Förster, Ingo Hertzsch sah "klasse" rot-weiße Anhänger. Das Spiel stand den Fans in nichts nach. Chemnitz machte gleich mächtig Druck, RB zeigte sich irritiert.

Die erste Chance: CFCler Silvio Bankert bekam den Ball am Sechzehner serviert, schoss aber knapp drüber. Kurz darauf lag der Ball im Netz der Leipziger. Doch der Schiedsrichter pfiff, gab den Treffer nicht und gab stattdessen Förster die Gelbe Karte für ein Handspiel. Er hatte den Ball mit dem Arm gespielt (10.).

Es ging in der ersten Halbzeit hin und her: Rasenballer Lars Müller tanzte die Abwehr aus und flankt Klasse in die Mitte. Rockenbach wollte einköpfen, konnte den Ball aber nur noch verlängern. Kutschke stand dahinter, konnte das Leder aber nicht mehr richtig verwerten und köpfte knapp daneben. RB hatte nun leichtes Übergewicht.

Dann kombinierten die Chemnitzer sehr gut vor dem RB-Strafraum, doch der Schuss aus 16 Metern von Ronny Garbuschewski streifte hauchdünn am Pfosten vorbei (32.).

In der 39. Minute fiel dann das Tor für RB: Eine Ecke von Lars Müller wurde abgewehrt. Den zweiten Versuch brachte er aber wieder vors Chemnitzer Gehäuse, Ingo Hertzsch stand in seinem letzten Spiel als Profi mutterseelenallein - kein Himmelblauer in seiner Nähe -, stieg hoch und köpfte ein. CFC-Torwart Philipp Pentke konnte beim Rauskommen nur noch ins Leere greifen und beschwerte sich bei seinen Vorderleuten. Hertzsch bekam von seinen Freiheiten gar nichts mit: "Ich habe nur noch 'Torwart!' gehört und mehr nicht", sagte der Routinier nach der Partie.

Chemnitz antwortete gleich mit einem gefährlichen Angriff. Der brachte aber nichts Zählbares. 1:0, Halbzeitstand. "Wir haben die erste Halbzeit verschlafen", meinte CFC-Mann Förster. Sein Trainer stimmte zu: "Wir hatten in den ersten 45 Minuten zu wenig Biss und Leidenschaft. Nach der Pause waren wir engagierter."

Nach 15 Minuten Unterbrechung hatte Leipzig die erste Chance. Ein Freistoß von rechts landete auf dem Kopf von Hertzsch, der Ball flog durch den Sechzehner, nur RB-Stürmer Stefan Kutschke kam im Rutschen nicht mehr ran (47.). Dran waren dann wieder die Himmelblauen: Garbuschewski kam über den Flügel, konnte unbedrängt flanken, der Ball ging über RB-Schlussmann Sven Neuhaus hinweg, doch CFC-Kapitän Andreas Richter brachte ihn nicht im Tor unter.

Im Gegenzug stand RB-Knipser Daniel Frahn allein vor Pentke, versuchte, ihn zu tunneln, doch der CFC-Torwart kriegte die Beine noch schnell genug zusammen.

Auftritt für Thiago Rockenbach da Silva: Zweimal stürmte er allein auf den CFC-Sechzehner zu. Beim ersten Mal fiel er in den letzten Mann, der ihm gegenüber stand. Der Schiedsrichter pfiff nicht. Kurz darauf wollte der Brasilianer den Ball an Pentke vorbeischieben. Der CFC-Mann wehrte ab (69.).

Nun war Chemnitz am Drücker, hatte einige gute Chancen. Die beste parierte Neuhaus prächtig mit dem Fuß. In der Nachspielzeit kam es zu Tumulten und Rudelbildung auf dem Feld zwischen Spielern von Chemnitz und RB Leipzig. Der Grund: Stürmer Kutschke rückte den Ball nicht schnell genug raus, wurde deshalb von Pentke umgestoßen. Der RB-Stürmer sah gelb-rot, der CFC-Schlussmann bekam nur die Gelbe Karte. "Im Großen und Ganzen im Rahmen", befand Gerd Schädlich milde lächelnd mit Blick auf die Auseinandersetzung nach der Partie.

Statistik:

Aufstellung

RB Leipzig

30 Sven Neuhaus, 4 Ingo Hertzsch, 6 Thomas Kläsener, 10 Thiago Rockenbach da Silva, 11 Daniel Frahn (ab 80. Nico Frommer), 17 Lars Müller, 19 Tom Geißler, 20 Stefan Kutschke, 21 Paul Schinke, 27 Alexander Laas (ab 70. Timo Rost), 28 Fabian Franke

Chemnitzer FC

1 Philipp Pentke, 3 Silvio Bankert, 7 Ronny Garbuschewski, 10 Benjamin Förster, 15 Chris Löwe, 17 Matthias Peßolat (ab 46. Simon Tüting), 21 Marcel Wilke (ab 75. Carsten Sträßer), 25 Raphael Schaschko (ab 70. Marcel Schlosser), 27 Rene Trehkopf, 28 Andreas Richter, 33 Pavel Dobry

Tore: Hertzsch (39.)

Zuschauer: 13958

Gelb: Förster (10.), Hertzsch (55.), Bankert (63.), Geißler (64.), Kutschke (65.), Pentke (90.)

Rot: Kutschke (Gelb-Rot, 90.)

Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma)

Michael Dick

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