Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB Leipzig holt gegen Plauen einen Heimsieg - Ärger im VFC-Block

RB Leipzig holt gegen Plauen einen Heimsieg - Ärger im VFC-Block

RB Leipzig hat am Freitagabend gegen den VFC Plauen mit 1:0 gewonnen. Das entscheidende Tor erzielte Daniel Frahn bereits in der 13. Minute. Die Partie in der heimischen Red-Bull-Arena sahen 2149 Zuschauer.

Leipzig. Zwar waren nur wenige in die Arena gekommen, doch von Anfang an gab es einen Sangeswettstreit zwischen den Fan-Gruppen hinter den Toren. Ein paar Minuten nach Spielbeginn zogen dann ungefähr 30 weitere Plauen-Anhänger mit gelb-schwarzen Fahnen und unter „Red-Bull-Schweine"-Gesänge in die Arena ein. Die Leipziger Fans nahmen die Herausforderung an.

Das Spiel begann wie erwartet: Die Bullen machten Druck, die Vogtländer standen defensiv und setzten gelegentliche Angriffe. Nach 13 Minuten fiel das erste Tor: Tom Geißler kam über links, ging bis zur Grundlinie und hob den Ball butterweich in die Mitte. RB-Stürmer Daniel Frahn musste nur noch einnicken - überlegt gegen die Laufrichtung von VFC-Torwart Christian Person. Die Führung für Leipzig. "Daniel hat ihn super reingemacht", lobte Geißler seinen Kameraden.

Plauen trug ein 4-4-2 sehr kompakt vor. Zehn VFC-Feldspieler standen teilweise in einer 30-Meter-Zone um den Mittelkreis, wenn RB in Ballbesitz war. Der VFC wollte aber nicht nur zerstören, sondern spielte mit. Die Vogtländer versuchten, sich gefährlich ins Spiel zu bringen, die Angriffe scheiterten jedoch vor dem RB-Sechzehner. "Wir waren in der ersten Halbzeit zu ängstlich", kommentierte VFC-Spieler Martin Hoßmang. Sein Trainer Ronald Färber sagte nach der Partie: "Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, mutig nach vorn zu spielen, aber wir hatten Angst vor unserer eigenen Courage."

Während sich ungefähr 50 RB-Fans und 50 VFC-Anhänger mit Schlachtrufen duellierten, machte Frahn auf dem Platz die Musik. Er war stets präsent und jagte wie ein Derwisch über den Rasen.

So in der 38. Minute: Ein langer Ball erreichte Frahn, der links in die Nähe der Eckfahne gelegt wurde. Der Freistoß von Thiago Rockenbach da Silva flog auf den langen Pfosten, Thomas Kläsener köpfte in die Mitte. Dort stand niemand, um den Ball zu verwerten. "Wir hätten unsere Chancen besser ausspielen müssen", analysierte RB-Mann Geißler.

Wenig später war der Ball doch im Tor: Ein Freistoß von Lars Müller landete auf dem Kopf von Stefan Kutschke, der das Leder im VFC-Gehäuse versenkte. Doch der Schiedsrichter gab den Treffer nicht.

In der Halbzeitpause machten einige Plauener Anhänger den guten Eindruck der friedlichen Mehrheit kaputt. Ein paar VFC-Fans legten sich mit Ordnern an. Die Polizei ging dazwischen. In der gelb-schwarzen Kurve standen anschließend deutlich weniger Anhänger. „Tod und Hass für RB", tönte es vom Rest.

Für die Gäste ging es negativ weiter. Nach einem Foul musste Mittelfeldmann Daniel Rumpf, ein ehemaliger FC Sachsen-Kicker, vom Platz getragen werden (51.). Tobias Wendler kam in die Partie.

In der 62. Minute hatte der Tabellenzehnte die erste Chance. Eine Flanke erreichte Steven Sonnenberg, doch dessen Fußhaltung ließ zu wünschen übrig. Er traf nicht voll, der Ball ging zwei Meter neben das RB-Tor. "Wenn er den reinmacht, können wir hier ein besseres Ergebnis erzielen", stellte der VFC-Trainer fest.

Das Spiel plätscherte danach vor sich hin. RB-Trainer Tomas Oral versuchte noch einmal, Schwung in die Partie zu bringen: Er holte in der 72. Minute Schinke vom Platz und brachte Carsten Kammlott. Später feierte auch RB-Knipser Nico Frommer sein Comeback nach langer Verletzungszeit. Kutschke machte für ihn Platz.

Viel mehr Erfreuliches war in der Arena danach trotzdem nicht mehr zu sehen. RB mühte sich noch ein wenig, hatte jedoch keine zündenden Ideen. Das sollte sich fast noch rächen. Kurz vor Schluss hatten die Plauener noch eine große Chance, da in der RB-Defensive ein kleines Chaos herrschte. Sven Neuhaus musste einschreiten und klären. "Die einzige gefährliche Szene für Plauen haben wir selbst fabriziert", sagte der RB-Schlussmann. "Man hat in der zweiten Halbzeit gesehen, dass RB keine Übermannschaft ist", meinte VFC-Trainer Färber.

Das letzte Wort hatte Leipzigs Übungsleiter Tomas Oral. Der befand schlicht: "Wir hätten einen deutlicheren Sieg herausspielen müssen." Insgesamt sei er jedoch zufrieden, da die Mannschaft mit der Niederlage in Wolfsburg (0:1) eine schwierige Woche hinter sich habe. 

StatistikMannschaftsaufstellungen:

RB Leipzig

30 Sven Neuhaus, 5 Sebastian Albert, 6 Thomas Kläsener, 10 Thiago Rockenbach da Silva, 11 Daniel Frahn, 17 Lars Müller, 19 Tom Geißler, 20 Stefan Kutschke, 21 Paul Schinke, 27 Alexander Laas, 28 Fabian Franke

VFC Plauen

28 Christian Person, 3 Justus Six, 4 Robert Schröder, 5 Martin Hoßmang, 6 Daniel Rupf, 10 Carsten Paulick, 11 Falk Schindler, 13 Steven Sonnenberg, 17 Felix Bachmann, 23 Kai Zimmermann, 27 Philipp Zeiger

Auswechslungen:

Rumpf raus, Tobias Wendler rein (51.); Andreas Knoll kam für Bachmann (74.), Sonnenberg raus, Patrick Schröter rein (81.) / Schinke geht, Carsten Kammlott kommt (72.); Kutschke raus, Frommer rein (79.), Benjamin Baier kam für Geißler (85.)

Tore:

Frahn (13.)

Zuschauer:

2149

Gelb:

Kutschke, Kläsener / Six

Schiedsrichter:

René Rohde (Rostock)

Michael Dick

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus RB-Archiv

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.