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RB Leipzig lässt schwachen Stuttgartern keine Chance – Tor für die Geschichtsbücher

RB Leipzig lässt schwachen Stuttgartern keine Chance – Tor für die Geschichtsbücher

Wiedergutmachung geglückt: Nach der 0:1-Pleite am vergangenen Wochenende in Elversberg ist RB Leipzig am Sonnabend gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart mit einer bärenstarken Leistung und einem Blitztor in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

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Lief wieder von Beginn an auf: der dänische Nationalspieler im RB-Leipzig Dress Yussuf Poulsen. Die Rasenballer besiegten die Reserve des VfB Stuttgart am Ende mit 3:1.

Quelle: GEPA

Leipzig. Mit dem 3:1 (2:0)-Sieg in der Red-Bull-Arena vor fast 10.000 Zuschauern bleibt das Zorniger-Team an der Tabellenspitze dran und kletterte auf Platz vier.

„Meine Jungs haben sich heute dieses wunderschöne Stadion angeschaut. Ich glaube das hat denen so gut gefallen, dass sie auch nach dem Anpfiff noch gestaunt haben“, erklärte Stuttgarts Coach Jürgen Kramny den frühen Gegentreffer mit sarkastischem Unterton.

Blitztor gegen verschlafene Stuttgarter

Die Roten Bullen starteten furios mit dem schnellsten Tor der Vereins- und Drittligageschichte. Gleich fünf Akteure versammelten sich zum Anstoß an der Mittellinie, sprinteten beim Pfiff des Schiedsrichters gen VfB-Tor. Matthias Morys bekam den Ball, ging links durch, bediente Daniel Frahn. Der Kapitän köpfte locker aus fünf Metern ein – 1:0 nach nur neun Sekunden. Die U23 der Stuttgarter schaute verdattert drein. Diese Variante der Spieleröffnung hat laut RB-Trainer Alexander Zorniger vor allem einen Zweck: „Es geht darum, den Gegner sofort zu beeindrucken und ein Zeichen zu setzen. Wenn ein Tor dabei heraus kommt, umso besser.“     

Henrik Ernst und Sebastian Heidinger feierten gegen den VfB II ihr Debüt in der Startelf, außerdem waren der gebürtige Stuttgarter Matthias Morys, nach einer Verletzung, und Yussuf Poulsen, nach einem Länderspieleinsatz bei der dänischen Auswahl, wieder in die Anfangsformation zurückgekehrt.

VfB ohne Torchance in der ersten Halbzeit

Nächste Großchance schon in der neunten Minute. Nach einer Ecke von links hämmerte Frahn erneut den Ball aufs Gehäuse des Gegners, VfB-Torhüter Odisseas Vlachodimos lenkte den Schuss aber an die Unterkante der Latte. Die Gäste aus dem Schwabenland versuchten ebenfalls Druck nach vorn aufzubauen. Leipzig stand jedoch sicher in der Abwehr und ließ in der ersten Halbzeit keine Chance des VfB II zu. „Wir wollten nach der unnötigen Niederlage gegen Elversberg unsere Kritiker heute unbedingt verstummen lassen“, sagte RB-Verteidiger Niklas Hoheneder.  

In der 25. Minute bereits die nächsten Jubel-Arien im Fanblock von RB. Dominik Kaiser servierte Matthias Morys einen Freistoß, der auf der linken Seite durch die schlafende Stuttgarter Abwehr lief und anschließend Keeper Vlachodimos tunnelte, 2:0. Der RB-Stürmer bedankte sich danach als erstes auf der Bank beim Physiotherapeuten, denn er hatte den Einsatz von Morys nach der Verletzung am Oberschenkel möglich gemacht.

Zorniger lobt seine Männer

Zweikampfstark und laufbereit zeigten sich die Leipziger auch nach der Pause. Erst setzte Verteidiger Anthony Jung einen Freistoß aus 20 Metern knapp über das Tor. Kurz darauf verschenkten Poulsen und Kaiser die Möglichkeit zum 3:0. Leipzig drückte weiter auf den dritten Treffer und dominierte nach Belieben. „In der zweiten Halbzeit müssen wir bei den gut herausgespielten Chancen eigentlich 5:0 führen, damit es gar nicht noch einmal eng wird“, ärgerte sich Hohender.

 Denn mit der ersten Chance des gesamten Spiels gelang Stuttgarts Reserve in der 86. Minute der Anschluss-Treffer. Marco Grüttner köpfte nach einer Flanke von rechts zum 2:1. RB ließ sich aber nicht aus der Fassung bringen, Bastian Schulz machte den Sack in der 90. Minute mit dem 3:1 zu. „Das war eine richtig gute Reaktion der Mannschaft“, lobte Zorniger nach dem Abpfiff und fügte hinzu: „Wir haben heute das erste Mal in dieser Saison den Gegner 90 Minuten dominiert.“ Solch lobende Worte hört man selten, von dem sonst so kritischen Schwaben, der einst als Co-Trainer neben Markus Babbel an der Seitenlinie des VfB II stand.

Statistik:

RB Leipzig: Coltorti, Heidinger, Hoheneder, Sebastian, Jung, Röttger (Schulz, 62.), Ernst, Kaiser, Poulsen (Müller, 87.), Morys (Kammlott, 75.), Frahn

VfB Stuttgart II: Vlachodimos, Lang (Breier, 70.), Röcker, Greyer, Leibold, Kiefer (Berkich, 45.), Rathgeb, Riemann, Wanitzek, Janzer (Gümüs, 45.), Grüttner

Tore: 1:0 Frahn (1.), 2:0 Morys (25.), 2:1 Grüttner (86.), 3:1 Schulz (90.)

Anne Grimm

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