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RB Leipzig lässt zuhause wieder Punkte liegen – Frahns Tor reicht nur zum Remis gegen St. Pauli

RB Leipzig lässt zuhause wieder Punkte liegen – Frahns Tor reicht nur zum Remis gegen St. Pauli

Fußball-Regionalligist RasenBallsport Leipzig hat am Freitagabend die Generalprobe für das Spiel gegen den Bundesligisten FC Augsburg verpatzt. Vier Tage vor der DFB-Pokalpartie kam das Team von Peter Pacult in der Red Bull Arena Leipzig nicht über ein 1:1 (1:0) gegen die zweite Mannschaft des FC St.

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Daniel Frahn hat RB Leipzig 1:0 in Führung gebracht.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Pauli hinaus.

„Wir wissen nicht so richtig, woran es liegt", sagte Timo Röttger nach Spielende. Auswärts dominieren die Rot-Weißen die Liga, zuhause kann jeder Gegner auf Punkte hoffen. Röttger war bester Spieler seiner Mannschaft, trotzdem drückte er sich nicht vor der Verantwortung für den Punktverlust: „Gegen Cottbus habe ich getroffen, aber heute hätte ich das 2:1 machen müssen. Den muss ich reinmachen, wenn man oben stehen will."

 

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Leipzig. Fußball-Regionalligist RasenBallsport Leipzig hat am Freitagabend die Generalprobe für die DFB-Pokalpartie gegen den Bundesligisten FC Augsburg verpatzt. Das Team von Peter Pacult kam in der Red Bull Arena Leipzig nicht über ein 1:1 (1:0) gegen die zweite Mannschaft des FC St. Pauli hinaus.

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In der Spielanalyse war es jedoch nicht Röttgers Möglichkeit, die Peter Pacult verärgerte. „Der Knackpunkt war die Chance von Schulz", sagte der Österreicher. Bereits in der ersten Halbzeit hätten sich die Leipziger ein beruhigendes Torepolster schaffen können.

Hochzufrieden war deshalb auch Gästetrainer Jörn Großkopf: „Ich hatte meiner jungen Mannschaft die biblische Geschichte von David und Goliath erzählt." Das habe gegen den haushohen Favoriten offensichtlich gewirkt. Das Unentschieden fühle sich an wie der Sieg Davids.

Goliath, der Tabellenführer, begann selbstbewusst und übernahm sofort die Spielkontrolle. Bloß nicht wieder in Rückstand geraten, war offensichtlich die Devise von RB Leipzig. Eine Ecke von Timo Röttger beförderte Henrik Ernst in der siebten Minute mit dem Hinterkopf in einer Bogenlampe auf das Tornetz - ein vielversprechender Anfang. Kurz darauf konnten mehrere Rasenballer kein Kapital aus einem Gewusel im gegnerischen Strafraum schlagen.

Nach einer Viertelstunde verflachte das Spiel. Die Gäste waren bissiger in den Zweikämpfen und RB Leipzig schlampiger in seinen Abspielen. St. Pauli begnügte sich mit einigen schnellen Vorstößen. Auffälligster Hamburger war Fousseni Alassani. In der 33. Minute zog der Stürmer kraftvoll Richtung Tor und spielte, bedrängt von mehreren Abwehrspielern, mit der Hacke auf Kurczynski. Dessen Schuss verfehlte das RB-Tor knapp. Alassani sagte später: „Wir hatten uns vorgenommen, hier mitzuspielen. Das ist uns nach der Anfangsphase auch gelungen. Jeder hat getan, was unser Trainer vorgegeben hatte."

Nicht geplant haben werden die Gäste allerdings den Rückstand, denn nach Kurczynskis Chance gingen die Hausherren in Führung: Timo Röttger passte auf Schulz. Nach dessen Flanke war es Kapitän Daniel Frahn, der das Kopfballduell gewann und einnetzte. Fast alle Angriffe liefen über die Seite des starken Röttger, der überall zu finden war. Kurz nach der Führung spielte Kocin einen beeindruckenden Diagonalpass über das ganze Spielfeld auf den rechten Mittelfeldmann, der bis zur Grundlinie durchging und mustergültig in den Rücken der Abwehr auf Schulz spielte. Sein Schuss aus zehn Metern ging jedoch knapp vorbei.

Pacult hätte sich wohl weniger darüber geärgert, wenn Frahn vor der Pause auf 2:0 erhöht hätte. Der Kapitän von RB Leipzig bekam den Ball in abseitsverdächtiger Position und war davon wohl selber so überrascht, dass er sich die Kugel zu weit vorlegte. Paulis Schlussmann Schenk konnte Frahns Schuss gerade noch blocken.

Kurz nach dem Seitenwechsel gelang St. Pauli fast der Ausgleich. Kurczynskis Flugkopfball segelte jedoch knapp am Tor vorbei. In der 58. Minute machten es die Gäste dann besser. Der gerade eingewechselte Erdogan Pini staubte zum 1:1 ab, nachdem Leipzigs Innenverteidiger Franke und Ernst gepennt hatten und Christopher Braun in den Strafraum ziehen ließen. Fabian Franke suchte die Schuld nach dem Schlusspfiff eher in der Offensive: „In der ersten Hälfte haben wir zu wenig Chancen heraus gespielt und unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Später haben wir die Bälle zu schnell verloren. Die Spieler vorne haben sie zu wenig gesichert. So kam der Gegner zu Chancen."

Leipzigs Trainer Peter Pacult reagierte und brachte mit Stefan Kutschke einen weiteren Stürmer. RB Leipzig mühte sich um konstruktives Offensivspiel. Ein Powerplay gelang den Hausherren gegen tief stehende Paulianer jedoch nicht. Schulz scheiterte mit einem Schuss aus 20 Metern am Hamburger Schlussmann. In der 75. Minute misslang Timo Röttgers Versuch, den Ball im Strafraum am Torwart vorbeizulegen. Selbst wenn sich die Rot-Weißen mal durchkombinierten, waren sie im Abschluss oft zu zögerlich.

Die Gäste verteidigten clever und hatten bei einer Ecke kurz vor Schluss auch etwas Glück, als kein Rasenballer an die Kugel kam. Es bleibt dabei: RB Leipzig dominiert seine Gegner in dieser Saison nur in fremden Stadien. Dass man allein mit einer guten Auswärtsbilanz aufsteigt, glaubt RB-Verteidiger Fabian Franke allerdings nicht: „Fakt ist: Wenn wir so weitermachen, wird es am Ende nicht reichen."

RB Leipzig:

Borel - Müller, Franke, Ernst, Kocin - Schulz (Rost, 73.), Geißler (Kutschke, 61.) - Rockenbach, Röttger - Frahn, Kammlott (Heidinger, 81.)

FC St. Pauli II:

Schenk - Braun, Brückner, Heinemann, Becken - Andrijanic, Duve, Schultz, Weidlich (Tidim, 54.) - Alassani, Kurczynski (Pini, 56.)

Gelbe Karten:

RB Leipzig: Röttger (52.), Rost (86.); FC St. Pauli II: Becken (19.), Duve (67.)

Schiedsrichter:

Stefan Brauer (Hildesheim)

Zuschauer:

4548

Robert Berlin

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