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RB Leipzig löst Eintrittskarte für das Pokalfinale - Sieg über Dynamos B-Elf

RB Leipzig löst Eintrittskarte für das Pokalfinale - Sieg über Dynamos B-Elf

Leipzig. RB Leipzig hat am Mittwochabend das Halbfinale im Sachsenpokal gewonnen und steht damit im Endspiel gegen den Chemnitzer FC.

Die Rasenballer gewannen mit 2:1. Die Partie sahen 6937 Zuschauer in der Red-Bull-Arena.

Dynamo ging mit einer B-Elf ins Halbfinale, die sich aus Spielern der ersten und zweiten Mannschaft rekrutierte. Einige gerade von Verletzungen genesene Kicker der ersten Garde wie Tim Kister und Jonas Strifler sollten wieder Spielpraxis sammeln. Unterschätzen dürfte man diese Elf nicht. Das wußten auch die Leipziger. "Die können alle Fußball spielen. Das hat man heute deutlich gesehen", befand RB-Stürmer Stefan Kutschke nach der Partie.

Die Dresdner überließen zu Beginn aber RB die Initiative. Die Dynamos standen kompakt, verschoben sich gut und machten so die Räume eng. Die Rasenballer nahmen die Rolle als Hausherr gleich an: Sie ließen den Ball laufen und spielten gefällig nach vorn.

Fast zwangsläufig fiel das 1:0. Eine traumhafte Flanke von Lars Müller fand den Kopf von Jungstürmer Kutschke. Der 22-Jährige platzierte das Leder passgenau in der unteren rechten Ecke - keine Chance für Dynamo-Schlussmann Axel Keller (20.). Sogar Wechselgesänge zwischen der Kurve und der Haupttribüne setzten nun kurz ein: „RBL, RBL!" war zu hören.

Dynamo zeigte sich unbeeindruckt, verstärkte gleich die Angriffsbemühungen. Jonas Strifler setzte sich durch, zog in den Sechzehner und feuerte von rechtsaußen. Der Ball streifte nur einen Meter am rechten Pfosten vorbei (23.).

Fünf Minuten vor der Pause bewiesen die Leipziger erneut ihre Lufthoheit: Daniel Rosin stieg nach einem Müller-Freistoß im Strafraum hoch, köpfte, doch Dynamos Keller parierte mustergültig. Ein paar Minuten später fiel aber doch noch das 2:0. Daniel Frahn bekam den Ball auf den Fuß und schob überlegt in die untere rechte Ecke (43.).

Fast wäre kurz darauf das 3:0 gefallen. Eine Kutschke-Flanke erwartete Thiago Rockenbach da Silva, um sie volley zu nehmen. Doch Frahn übersah den besser postierten Mittelfeldregisseur und nahm die Kugel mit dem Kopf. Der Ball rutschte nur über sein Haupthaar und wurde jedoch so abgefälscht, dass Rockenbach in seinem Rücken ihn nicht mehr verwerten konnte.

Der Halbzeit-Wecker für die Bullen schrillte laut: Maik Wagefeld fasste sich in der 50. Minute ein Herz und schoss aus 20 Metern. RB-Torwart Sven Neuhaus streckte sich nach Kräften, doch der Ball schlug im Netz ein. Nur noch 2:1 und ein weiteres Zeichen für Qualität und Charakter der Dresdner B-Mannschaft. "Danach hat Dresden noch einmal Aufwind bekommen", meinte RB-Mann Tom Geißler. "RB ist nach meinem Tor ins Wanken geraten", stimmte Wagefeld ein.

Anschließend ging die Partie hin und her, beide Mannschaften hatten gute Chancen. Nun waren auch die Gästefans lautstark zu hören: „Dy-namo, Dy-namo!" In den letzten fünfzehn Minuten schlief die Begegnung etwas ein, RB konnte damit leben. "In der zweiten Halbzeit waren wir nach vorn nicht präzise genug, haben zu viele leichte Fehler gemacht", analysierte RB-Trainer Tomas Oral. Das Schlusswort hatte Dresdens Ersatz-Cheftrainer Nico Däbritz: "Wir haben die sportliche Herausforderung angenommen und uns achtbar aus der Affäre gezogen."

Die Rasenballer treten am 4. Juni gegen den Chemnitzer FC im Finale an. "Wir wollen ihnen zeigen, dass wir besser als Platz vier sind", gab Torschütze Kutschke die Marschrichtung vor.

Statistik:

Aufstellung:

RB Leipzig

30 Sven Neuhaus, 17 Lars Müller, 5 Sebastian Albert, 28 Franke Fabian, 10 Thiago Rockenbach da Silva, 14 Daniel Rosin, 19 Tom Geißler, 21 Paul Schinke (ab 74. Benjamin Baier), 27 Alexander Laas, 11 Daniel Frahn (ab 67. Nico Frommer), 20 Stefan Kutschke

Dynamo Dresden

1 Axel Keller, 3 Tim Kister, 4 Denny Herzig, 18 Jonas Strifler (ab 46. Sepp Kunze), 20 Thomas Franke, 23 Sascha Pfeffer (ab 65. Yves Dießner), 26 Maik Wagefeld, 31 Paul-Max Walther, 32 Max Worbs, 34 Martin Scholze, 37 Mirko Soltau

Tore: Kutschke (20.), Frahn (43.), Wagefeld (50.)

Zuschauer: 6937

Gelb: Worbs (56.)

Rot: Fehlanzeige

Schiedsrichter: Torsten Junghof (Chemnitz)

Michael Dick

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