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RB Leipzig schrammt gegen Plauen in letzter Minute an Niederlage vorbei – Zorniger sauer

RB Leipzig schrammt gegen Plauen in letzter Minute an Niederlage vorbei – Zorniger sauer

Jede Serie ist irgendwann einmal zu Ende. Dass die Erfolgsgeschichte von 27 Spielen ohne Niederlage bei RB Leipzig gerade gegen den Tabellenelften VFC Plauen reißen könnte, hätte wohl niemand vermutet.

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Unbequemer Gegner: Der VFC Plauen brachte RB Leipzig am Sonntag an den Rand einer Niederlage.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Am Ende schrammten die Leipziger nur knapp daran vorbei: Dank eines Last-Minute-Tores sicherte sich RB am Sonntag noch einen Punkt beim 2:2 (1:0) gegen die Vogtländer in der Red-Bull-Arena.

RB-Coach Alexander Zorniger war nach dem Unentschieden sichtlich genervt von seiner Truppe: „Es gehört zum Fußball, dass man seinen Arsch bewegt. Bei uns hat heute keiner seinen Job erfüllt, inklusive Trainer“, sprach der 45-Jährige Klartext. „Meine Wechsel in der Startformation haben überhaupt nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe“, nahm Zorniger Fehler aber auch auf die eigene Kappe.

Denn Zorniger überraschte vor der Partie gleich mehrfach. Timo Röttger bekam die Chance, sich von Beginn an zu beweisen. Obwohl der Trainer erst am Freitag betonte, dass der Mittelfeldspieler beim ihm zurzeit die Joker-Rolle inne hat. Weitere Veränderungen zum Union-Spiel am Mittwoch: Thiago Rockenbach, Stefan Kutschke und Bastian Schulz nahmen auf der Bank Platz. Dominik Kaiser und Matthias Morys rückten in die Anfangsformation. Das sollte sich zunächst als kluger Schachzug herausstellen. Denn Morys schoss die Bullen in der 27. Minute mit 1:0 in Führung. Für Zornigers Zögling aus Großaspach war es der erste Treffer der Saison.

Glückliche Führung zur Pause

Ein temporeiches Spiel sahen die 5296 Zuschauer vor allem in der ersten halben Stunde. Nach drei Minuten stockte den Gästen bereits der Atem: Frahn und Kaiser kombinierten vorm Tor der Vogtländer nach Belieben, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits. Plauen schlug nur wenige Sekunden später zurück, kam vor RB-Torhüter Fabio Coltorti in eine gefährliche Schussposition.

Auf der rechten Seite ackerten Juri Judt und Dominik Kaiser unermüdlich für RB. Die Belohnung für die Leipziger in der 27. Minute: Morys überläuft den Gegner, tanzt Person aus und schießt ins leere Tor. Zehn Minuten später ließ Plauen eine 100-prozentige Chance zum Ausgleich liegen. Andreas Knoll kam auf der linken Seite frei zum Abschluss, der Ball sprang vom Innenpfosten zurück in Coltortis Arme. Kurz vor der Pause setzte Zorniger noch neue Impulse, nahm Hoheneder und Fandrich raus, brachte dafür Rockenbach und Ernst.

RB lässt nach dem Tor die Zügel schleifen

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Gut gelaunt ist anders: RB-Coach Alexander Zorniger hielt es beim Spiel gegen Plauen nicht auf seinem Stuhl.

Quelle: GEPA pictures

Nachlässigkeiten in der Defensive zeigte RB auch zu Beginn der zweiten Halbzeit und schaltete einen Gang zurück. Die Plauener nutzten hingegen ihre erste Möglichkeit nach dem Seitenwechsel. Nach einer Ecke tunnelte VFC-Spieler Kai Zimmermann in der 56. Minute Coltorti und netzte zum 1:1-Ausgleich ein. Und die Vogtländer legten nach: Marc-Philipp Zimmerman spielte Ernst am Strafraum aus und verwandelte in der 68. Minute eiskalt zum 2:1. „Wir müssen einfach eher das 2:0 machen, dann kommen wir gar nicht in so eine blöde Situation“, sagte RB-Torschütze Morys.

Die Leichtigkeit von RB war nach dem Rückstand endgültig verflogen und die erste Niederlage der Saison beinahe besiegelt. Doch mit seinem Tor in der 91. Minute sicherte Fabian Franke den Bullen noch das glückliche Remis. „Wenn jeder auf dem Platz mitmacht, passiert so etwas nicht“, kritisierte auch Franke seine Mitspieler.

Die Unzufriedenheit war nicht nur auf Leipziger Seite groß. „Ich bin hin- und hergerissen, aber direkt nach dem Abpfiff überwiegt die Enttäuschung über das späte Gegentor“, sagte VFC-Coach Michael Hiemisch. Der war von der Leistung seines Teams beim Spitzenreiter angetan: „Meine Mannschaft hat von der ersten Minute an gezeigt, dass sie hier etwas mitnehmen will.“ Diesen Einsatz hätte Zorniger von seinen Kickern auch gerne gesehen. „Das war heute pures Glück“, fasste der RB-Trainer den Sonntagnachmittag zusammen.

RB Leipzig:

Coltorti - Judt, Hoheneder (43. Ernst), Franke, Kocin – Röttger (71. Kutschke), Karikari, Kaiser – Fandrich (43. Rockenbach) – Morys, Frahn (C)

VFC Plauen:

Person – Frisch, Färber, Fitkau, Landgraf - Kai Zimmermann (C), Rupf - Marc-Philipp Zimmermann, Knoll (80. Hager), Landgraf – Sajbidor (88. Nolde)

Schiedsrichter:

Andreas Becker (Kritzmow)

Tore:

1:0 Morys (27.), 1:1 Zimmermann (56.), 1:2 M. Zimmermann (68.), 2:2 Franke (91.)

Zuschauer:

5296

Gelbe Karten:

Fitkau

Anne Grimm

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