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RB Leipzig übt erstmals am Cottaweg - „Der Peter ist kein Freund von Geheimtraining“

RB Leipzig übt erstmals am Cottaweg - „Der Peter ist kein Freund von Geheimtraining“

Frühnebel liegt über dem Elsterbecken, als RB-Leipzig-Coach Peter Pacult seine Spieler am Donnerstag zur Premiere bittet. Der Fußball-Regionalligist übt am Morgen erstmals offiziell auf seinem neuen, mehrere Millionen Euro teuren Trainingsgelände am Cottaweg.

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Premiere am Cottaweg: Die Spieler von RB Leipzig nehmen am Donnerstag das neue Trainingszentrum am Cottaweg in ihren Besitz.

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. Die Spieler zeigen sich gut gelaunt, der Andrang der Zaungäste hält sich mit gut einem Dutzend Neugierigen jedoch in Grenzen.

Punkt 9.30 Uhr lässt Konditionscoach Christian Canestrini die Mannschaft auf dem Kunstrasenplatz zur Erwärmung auflaufen. Die 25 RB-Kicker, darunter auch der nach langer Fußverletzung wieder ins Training eingestiegene Marcus Hoffmann, legen ihre blauen Fitnessmatten aufs Feld, dehnen sich, joggen im Kreis. Um 9.53 Uhr stößt Pacult zum Team. Hinter dem Zaun sammelt eine Frau Pilze – die erste unfreiwillige Zuschauerin an diesem Morgen.

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Leipzig. Der Leipziger Naturschutzverband BUND hat sich gegen einen Ausbau des Geländes in der Erich-Köhn-Straße, nördlich des Straßenbahnhofes Angerbrücke, ausgesprochen. Dort sollen Parkplätze für Busse und Pkw entstehen,  die zum Trainingsgelände von Rasenballsport Leipzig gehören.

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RB-Fans freuen sich über zentrale Lage am Stadion

Einer der ersten echten Fans am Cottaweg ist Fred Werth. Ab und zu sei er auch schon in der Sportschule Abtnaundorf gewesen, wo RB noch bis Mittwoch trainierte. „Aber hier direkt neben dem Stadion ist es natürlich viel besser. Die Lage ist super“, meint der 19-jährige RB-Anhänger, der beim Training jede Aktion seines Lieblingsspielers Rockenbach da Silva verfolgt.

Pacult hat seine Mannen inzwischen auf einen der beiden saftig grünen Rasenplätze beordert, platziert bunte Hütchen auf dem Feld. Während Torwarttrainer Perry Bräutigam die beiden Keeper Pascal Borel und Benjamin Bellot einschießt, lässt der Chefcoach seine Männer Zuspiele üben. „Bop-bop, so muss das gehen“, ruft der Österreicher und flachst mit seinen Spielern. „Jetzt Tempo rein“, fordert er. „Und saubere Pässe!“ Seine Worte hallen während der eineinhalbstündigen Einheit über den ganzen Platz.

Ein bis zwei Trainingseinheiten pro Tag - Gäste willkommen

Am Spielfeldrand stehen Rentner Rolf Vetter und seine Frau, die bei ihrer Fahrradtour einen Abstecher an den Cottaweg gemacht haben. Der Leipziger hat beim Bau des Trainingszentrums jeden Schritt verfolgt und freut sich besonders darauf, den Platz endlich selbst mal betreten zu können. „Was hier entstanden ist, ist fantastisch. Alles vom Feinsten“, lobt der ehemalige FC-Sachsen-Fan. „Über Chemie möchte ich aber nicht mehr sprechen. Dort haben sie in den letzten Jahren ihre Chancen verspielt. Jetzt ist RB die einzige Chance für Leipzig“, meint Vetter.

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Kein Freund von Geheimtraining: RB-Coach Peter Pacult, hier im Spielergespräch mit Umut Kocin.

Quelle: Regina Katzer

Der Umzug an den Cottaweg war erst am Mittwoch kurzfristig bekannt gegeben worden, ursprünglich sollte der Wechsel erst Ende des Jahres stattfinden. „Es war schon der Plan, dass wir an den Cottaweg kommen, sobald es hier losgehen kann“, stellt RB-Pressesprecher Sharif Shoukry klar. Bereits nach der offiziellen Übergabe Mitte August hatten die U23-Mannschaft und die Jugendteams hier den Trainingsbetrieb aufgenommen. Nach einigen Restarbeiten – der Rasen wurde noch gedüngt, die Bedingungen in den Kabinen verbessert – konnte nun auch die erste Mannschaft ihr Zelte am Cottaweg aufschlagen. Der im Sommer abgeschlossene Vertrag mit der Sportschule Abtnaundorf läuft planmäßig noch bis Ende des Jahres weiter. „Das hatten wir als Backup eingeplant“, wie Shoukry erklärt.

Unter der Woche werden die RB-Kicker nun ein bis zweimal täglich auf dem neuen Gelände unter Profi-Bedingungen trainieren. Die nächsten Einheiten sind für Freitagmorgen und Samstagnachmittag angesetzt. Die Tore am Cottaweg stehen den Fans dabei auf Wunsch des Trainers jederzeit offen. Ein Insider verrät: „Der Peter ist kein Freund von Geheimtraining.“

Robert Nößler

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