Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB Leipzig verliert erstes Heimspiel der Saison gegen die zweite Mannschaft des HSV

RB Leipzig verliert erstes Heimspiel der Saison gegen die zweite Mannschaft des HSV

„Feuer frei für Liga 3" forderten die Fans auf ihrem Banner. Ein Fußball-Feuerwerk boten die Spieler von RB Leipzig den 5136 Zuschauern allerdings nicht. Die Mannschaft von Trainer Peter Pacult verlor am 2. Spieltag der Regionalliga in der heimischen Red Bull Arena gegen den Hamburger SV II mit 1:2 (0:1).

Voriger Artikel
RB Leipzig empfängt Tabellenführer Hamburg - Timo Rost fällt verletzt aus
Nächster Artikel
Erinnerungen an zerplatzten Aufstiegstraum: RB-Spieler mit Gesprächsbedarf nach Heimpleite
Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. Dabei spielten die Roten Bullen ab der 76. Minute in Unterzahl, nachdem Henrik Ernst als letzter Mann nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Die Tore für den HSV schossen Sören Bertram (9.) und Florian Brügmann (80.). Den einzigen Treffer für die Leipziger markierte Stefan Kutschke (51.)

„Das Heimspiel hatte ich mir anders vorgestellt. Wir haben es verpasst, den Rückstand in der ersten Halbzeit zu korrigieren und sehr sehr gute Chancen ausgelassen", war Pacult nach dem Spiel sichtlich angefressen. Umso mehr freute sich Gäste-Coach Rodolfo Esteban Cardoso: „Ich bin glücklich mit den drei Punkten. Damit hätte ich nicht gerechnet. Aber meine Jungs haben sich gut präsentiert", sagte er. Dementsprechend sei der Sieg verdient gewesen.

Seine Spieler waren es auch, die gleich in der Anfangsphase einen Abwehrfehler der Roten Bullen auf der linken Seite ausnutzten. Völlig unbedrängt lief Sören Bertram auf RB-Keeper Pascal Borel zu und zog unhaltbar zum 1:0 (9.) ab. „Das 1:0 kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Dadurch hatten wir ein bisschen Ruhe." Ruhe hatten die Hamburger in dem Sinne, dass die Leipziger auch in den folgenden Minuten in der Abwehr häufig zu weit vom gegnerischen Spieler standen. Dagegen hatte sich die Defensive der Gäste gut auf die Hausherren eingestellt - wenn auch mitunter durch überharte Aktionen. Allerdings machten es ihnen die Roten Bullen einfach. Das Team von Pacult leistete sich wie bereits gegen Meppen zu viele Passfehler. „Eigentlich hatte ich gedacht, dass uns die Spielstärke der Hamburger entgegenkommt, wir dadurch mehr Räume haben", war Christian Mueller enttäuscht. „Heute war ein schwarzer Tag für uns, an dem nichts funktionierte", befand Teamkollege Thiago Rockenbach da Silva.Erst ab Mitte der Halbzeit fand Leipzig in die Partie, spielte von Minute zu Minute druckvoller. Die Konsequenz: Die Roten Bullen kamen zu mehreren Tormöglichkeiten - die sie jedoch allesamt ungenutzt ließen. Egal ob Daniel Frahn, dessen Kopfballversuch weit über das gegnerische Tor ging, Timo Röttger, der zu lange zögerte. Oder aber Pekka Lagerblom, der den Ball rechts übers Tor setzte.Überhaupt war der Zeitpunkt, als die Leipziger aufwachten, in den Augen von Kutschke viel zu spät: „Da rennst du einem Rückstand hinterher, gegen eine Mannschaft, die sehr gut spielen kann", kritisierte der RB-Torschütze.Nach dem Seitenwechsel waren es erneut die Roten Bullen, die spielerisch Akzente setzten. Dabei sollte es der zuvor eingewechselte Stefan Kutschke sein, der zum 1:1 ausglich. Der 23-Jährige machte auf der rechten Seite immer wieder auf sich aufmerksam. Denn er war es beispielsweise auch, der den freistehenden Daniel Frahn in der 68. Minute vor dem Tor sah. Dieser schoss den Ball jedoch HSV-Keeper Tino Dehmelt genau in die Hände.Hatten die Leipziger in der gesamten zweiten Halbzeit mehr spielerisch Akzente gesetzt, kippte das Spiel in der 76. Minute. Henrik Ernst sah als letzter Mann die Rote Karte. Das Unterzahlspiel nutzten die Gäste aus Hamburg sofort aus und schossen durch Florian Brügmann das 2:1-Siegtor.Für Rockenbach da Silva war die Rote Karte der Knackpunkt. „Nach dem 1:1 haben wir immer mehr Druck aufgebaut. Dann kommt aus dem Nichts heraus die Rote Karte. Und dann wieder aus dem Nichts das zweite Gegentor." Auch wenn Stefan Kutschke dies ähnlich sah, kritisierte er, dass die Mannschaft es bereits früher verpasst habe, nach dem 1:1 das Führungstor zu schießen. Die Niederlage „sollte auf jeden Fall ein Weckruf für die Zukunft sein", sagte Rockenbach da Silva abschließend.RB Leipzig: Borel - Lagerblom (71. Rosin), Ernst, Geißler, Rockenbach da Silva, Frahn, Kocin, Röttger, Franke, Heidinger (46. Kutschke), Mueller.HSV II: Dehmelt - Götz, Sowah (71. Brügmann), Sternberg, Labus, Behrens, Castelen (74. Ofosu) , Nyarko, Kocabas, Nagy, Bertram.Tore: 0:1 Bertram (9.), 1:1 Kutschke (51.), Brügmann (80.)Zuschauer: 5136

Anne Kunze

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus RB-Archiv

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.