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RB Leipzig verspielt bei Hitzeschlacht gegen Preußen Münster ersten Heimsieg

RB Leipzig verspielt bei Hitzeschlacht gegen Preußen Münster ersten Heimsieg

In der samstäglichen Hitzeschlacht gegen Preußen Münster sind Leipzigs Rasenballsportler nicht über ein 2:2 (1:1) hinausgekommen. Das Zorniger-Team wirkte beim Spitzenspiel der Dritten Liga in der Red Bull Arena zwar feldüberlegen und konnte die Westfalen zum Gefallen der 9763 Zuschauer weitgehend in Schach halten.

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Drittligaaufsteiger RB Leipzig zeigte sich gegen Preußen Münster ebenbürtig, es blieb bei einem 2:2-Remis.

Quelle: GEPA

Leipzig. Nach zweifacher Führung durch Daniel Frahn (6. Minute) und Bastian Schulz (61.) brachten Unachtsamkeiten in der Defensive die Roten Bullen aber dennoch um den verdienten Lohn.  

Beide Mannschaften starteten mit Blaulicht in die Partie – wohlweißlich, dass die Kräfte allmählich schwinden werden. Nach 40 Sekunden stand RB-Neuzugang Yussuf Poulsen bereits vor dem gegnerischen Gehäuse frei, brachte das Leder aber nicht an Keeper Masuch vorbei. Auf der Gegenseite fand eine scharfe Flanke von Amaury Bischoff nur knapp keinen Abnehmer. Atem- und pausenlos ging es weiter: Ein Konter-Pass des überaus agilen Clemens Fandrich, praktisch über das halbe Feld zu Daniel Frahn, leitete die erste RB-Führung ein. Der Torjäger zog aus 20 Metern ab und wuchtete den Ball ins linke Eck. 1:0 für RB Leipzig, Jubel im weiten Rund der Bullenranch.  

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Leipzig. In der samstäglichen Hitzeschlacht gegen Preußen Münster sind Leipzigs Rasenballsportler nicht über ein 2:2 (1:1) hinausgekommen. Das Zorniger-Team wirkte zwar feldüberlegen und konnte die Westfalen zum Gefallen der 9763 Zuschauer weitgehend in Schach halten. Nach zweifacher Führung durch Daniel Frahn (6. Minute ) und Bastian Schulz (65.) brachten Unachtsamkeiten die Roten Bullen aber dennoch um den verdienten Lohn.

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Die Gäste zeigten sich kaum geschockt, Preußen-Spielmacher Bischoff trieb seine Kollegen in der Folgezeit immer wieder nach vorn. So kam der Tabellenvierte der Vorsaison mehrfach gefährlich vor das Tor von Fabio Coltorti, ließ aber im entscheidenden Moment Genauigkeit vermissen. RB verlegte sich aufs Kontern und hatte die besseren Möglichkeiten. Vor allem Fandrich suchte mehrfach den Weg in den 16er. Auch der technisch versierte Poulsen konnte mit Balleroberungen und offensiven Aktionen glänzen. Zählbares blieb allerdings aus.  

Passive Bullen beim Ausgleich der Preußen

Zum Ende der ersten Hälfte nahm das Tempo etwas ab – auch wenn der Schiedsrichter zwei Mal zum Trinken an die Seitenlinie einlud. Wie aus dem Nichts brachten sich die Roten Bullen kurz vor der Pause trotzdem noch um die verdiente Führung. In der 40. Spielminute ließ man Preußens Benjamin Stiegert durch die eigenen Reihen spazieren, bis der rechte Läufer plötzlich allein im Strafraum stand und den Ball in die Maschen schlenzte. 1:1-Ausgleich und Pausenstand.  

Mit Elan kamen die Gastgeber wieder aus den Kabinen, drängten auf die erneute Führung. Preußen zog sich dagegen etwas zurück und wartete auf Fehler. Die Partie fand nun vor allem zwischen den Strafräumen statt, da zündende Ideen offenbar vermehrt der Gluthitze zum Opfer fielen. RB-Trainer Zorniger reagierte und brachte in der 56. Spielminute Carsten Kammlott für den blassen Thiago Rockenbach. Vier Minuten später hallte der Torschrei dann erneut durch die Arena: Nach einem schönen Solo von Kammlott über links verpassten im Strafraum gut ein Dutzend Preußen und Bullen, ehe der aufgerückte Bastian Schulz lässig ins leere Tor einschieben konnte.  

Spieler müssen Hitze Tribut zollen

Die sichtlich gezeichneten Münsteraner reagierten mit wütenden Gegenangriffen, außer einem fallenden Matthew Taylor im RB-Strafraum – der nicht zum erhofften Elfmeterpfiff führte – brachte das aber vorerst keinen Erfolg. Vom ansonsten variantenreichen Angriffsspiel der Westfalen war Mitte der zweiten Hälfte nur sehr wenig zu sehen. Weil auch auf Leipziger Seite allmählich die Kräfte schwanden, bewegte sich der Ball minutenlang vornehmlich im Mittelfeld ohne große Aussichten auf schattige Torgehäuse.  

Gut 15 Minuten vor Schluss fassten sich beide Teams noch einmal ein Herz. Nach guten Aktionen von Frahn und Taylor brachten sich die Roten Bullen dann wieder selbst um den sicher geglaubten Vorteil. Der inzwischen von Preußen-Trainer Pavel Dotschew eingewechselte Rogier Krohne konnte eine Flanke von links ungehindert ins Coltorti-Gehäuse einnicken. Ausgleich. In den verbliebenen Minuten mühten sich die Leipziger noch einmal, den Bock umzustoßen. Schwere Beine und sengende Hitze auf dem Platz hatten allerdings nur noch den Schlusspfiff des Schiedsrichters zur Folge.

Gästetrainer Pavel Dotchew: "Bester Gegner seit Langem

"

Gästetrainer Pavel Dotchew freute sich folgerichtig über den glücklichen Punktgewinn für sein Team. "Ich habe vorher noch gesagt, bei der Hitze ist es wichtig, nicht in Rückstand zu geraten. Dann musst Du Druck machen und hinten werden die Räume zu groß. Ich freue mich, dass wir nochmal zurückgekommen sind", so der einstige bulgarische Nationalspieler. Sein Gegenüber haderte mit den vergebenen Torchancen: "Nach dem frühen Tor hatten wir genügend Möglichkeiten, auch mal das Vertikalspiel durchzuziehen. Schade, dass wir aus den Chancen nicht mehr Profit geschlagen haben", so Zorniger nach Abpfiff. Dennoch zeigte sich der Bullen-Coach auch zufrieden: "Wir haben hier dem Topfavoriten der Liga einen harten Fight geliefert. Mit dieser Spielweise werden wir mit dem Abstieg wohl nichts zu tun haben", so der 43-Jährige scherzhaft. Das glaubt auch  Pavel Dotchew: "Wir hatten in der Vergangenheit viele Gegner, aber so einen guten seit Langem nicht mehr."

Spielstatistik

Zuschauer in der Red Bull Arena: 9763

Tore: 1:0 Frahn (6.), 1:1 Siegert (41.), 2:1 Schulz (61.), 2:2 Krohne (79.)

Aufstellungen:

RB Leipzig:

Coltorti - Müller (80. Thomalla), Hoheneder, Willers, Jung - Fandrich (66. Judt), Kaiser, Schulz -

Rockenbach (57. Kammlott) - Frahn, Poulsen

Preußen Münster: Masuch - Siegert, Schmidt, Kühne (64. Halet), Hergesell - Piossek, Truckenbrod, Bischoff, Grote - Kara

(72. Krohne) - Taylor (87 Muhovic)

Matthias Puppe

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