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RB-Spieler haben Lübecker Spuckattacken nicht vergessen – „Wir sind ziemlich heiß“

RB-Spieler haben Lübecker Spuckattacken nicht vergessen – „Wir sind ziemlich heiß“

Das haben die Spieler von RB Leipzig nicht vergessen. Vor knapp einem Jahr mussten die Rasenballer in Lübeck beim VfB antreten. Der Empfang war alles andere als herzlich.

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Will sich für die Spuckattacken auf dem Platz revanchieren: Fabian Franke.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. „Gleich beim Aussteigen aus dem Bus sind einige Spieler bespuckt worden“, erinnert sich RB-Abwehrrecke Fabian Franke.

Das gesamte Spiel über pöbelten die Fans weiter gegen die Gäste aus Leipzig. „Das wird bestimmt auch dieses Jahr wieder eine besondere Atmosphäre“, glaubt der 22-Jährige. Beeindrucken lässt er sich davon aber nicht. „Wir sind alle ziemlich heiß“, versichert Franke.

Alles andere als drei Punkte zählen für den Innenverteidiger nicht. Dafür hat er in dieser Woche trotz eines tiefblauen Knöchels trainiert. Gegen die Schmerzen nahm der 1,91 Meter-Mann Tabletten. Die Verletzung ist ein Andenken an das Testspiel gegen den tschechischen Erstligisten aus Teplice vor einer Woche. „Das war ein echter Härtetest, jeder Fehler wird auf höherem Niveau bestraft“, so Franke. Die Bullen verloren mit 0:2.

Der Rotschopf hat sich deshalb im Training noch stärker reingehängt und auch einige Sonderschichten absolviert. „Ich muss bei Standards präsenter sein“, meint der Linksfuß und übte Flanken, Einlaufen und Kreuzen. Bei Trainer Peter Pacult hat der gebürtige Leipziger bereits ein Stein im Brett. Franke ist auf seiner Position gesetzt.

Als zweiter Mann im Abwehrzentrum könnte am Sonntag Henrik Ernst nach seiner Sperre wieder auflaufen. „Ohne rote Karte wäre Henrik noch jetzt im Stamm, Tim Sebastian hat seine Sache aber auch gut gemacht“, sagte Pacult diplomatisch und ließ sich bei der Aufstellung nicht weiter in die Kartens schauen.

Franke ist der Partner egal. „Ich fühle mich mit beiden wohl, würde am liebsten mit drei Innenverteidigern spielen“, scherzt er. Einen Lübecker hat der 22-Jährige besonders im Blick: Stürmer Deniz Kadah. Der 25-Jährige hat in drei Spielen acht Tore geschossen. „Ich kannte den vorher gar nicht“, gab Franke zu. In den vergangenen Jahren ist Kadah auch nicht besonders aufgefallen.

Bereits 2007 spielte er an der Lohmühle und traf in der ganzen Saison nur viermal. Danach trug er zwei Jahre das Trikot von Fortuna Düsseldorf und unterschrieb im vergangenen Jahr nach einem halben Jahr Spielpause bei Oberneuland. Die Bilanz beim Bremer Stadtteilklub: 15 Spiele, zwei Tore.

Nun ist Kadah zurück in Lübeck - keine Selbstverständlichkeit. Sein Name fiel mehrfach im Zusammenhang mit dem Fußballwettskandal. Eine Ermittlungsverfahren wurde aber gegen ihn nicht eingeleitet. Die VfB-Verantwortlichen vertrauen ihm und Kadah zahlt es mit Toren zurück. Als Ziel in dieser Saison nennt er dann auch ganz selbstbewusst den Aufstieg.

RB-Coach Pacult lässt sich vom Lauf des Angreifers nicht beeindrucken. „Wir müssen seine Vorderleute und Passgeber behindern, dann kann er auch nichts machen“, sagt der Coach. Mit seinen Männern fährt der Übungsleiter bereits am Sonnabend an die Ostsee. Anstoß am Sonntag ist um 13.30 Uhr.

Matthias Roth

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