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RB-Spieler schwärmen von „geiler Kulisse“ in Leipzig – Frahn: ZFC kann sich warm anziehen

RB-Spieler schwärmen von „geiler Kulisse“ in Leipzig – Frahn: ZFC kann sich warm anziehen

Diese Kulisse war bundesligareif. 34.341 Anhänger sahen am Dienstagabend das DFB-Pokalspiel zwischen RB Leipzig und dem FC Augsburg. Für den jungen Verein bedeutet das Zuschauerrekord.

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Die Spieler kam nach dem Abpfiff gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. "Es hat einen Riesenspaß gemacht, vor so einer geilen Kulisse zu spielen“, sagte RB-Abwehrspieler Fabian Franke.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Und noch etwas war neu im Stadionrund: Die Fankurve hatte eine Choreografie mit roten und weißen Blättern einstudiert. Was sonst mangels Masse nicht klappt, lief plötzlich unter Flutlicht ringsherum: die La-Ola-Welle.

Die Spieler wurden nach dem Abpfiff auch nicht müde, die Fans und deren Unterstützung zu loben. „Es hat einen Riesenspaß gemacht, vor so einer geilen Kulisse zu spielen“, sagte RB-Abwehrspieler Fabian Franke. Der 22-Jährige hofft, mit seinen Mannschaftskollegen einige neue Anhänger auch für die Punktspiele gewonnen zu haben.

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Leipzig. Ganze 647 Tage nach der unglücklichen Niederlage gegen den FC Augsburg spielt RB Leipzig am Freitagabend wieder im DFB-Pokal. Und wieder heißt der Gegner FCA. Bereits mehr als 22.000 Karten sind für die Revanche verkauft. Wer hofft, dass der Bundesligist das Spiel auf die leichte Schulter nimmt, dürfte aber enttäuscht werden. Laut Augsburgs Tobias Werner nehmen die Rand-Münchner die Aufgabe dieses Mal sehr ernst. LVZ-Online sprach mit dem gebürtigen Geraer.

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Daniel Frahn trauerte vor allem seiner Chance aus der elften Minute nach, als er den Ball im Strafraum freistehend volley nicht richtig traf und die mögliche Führung vergab. „Schade, in der nächsten Pokalrunde hätten wir sicher noch einen Rekord geschafft“, glaubte der Stürmer. Sein Mitspieler Christian Müller gestand sogar: „Ich hatte bei der Atmosphäre eine Gänsehaut.“

Was die Zuschauer sahen war eine über 90 Minuten kämpfende RB-Mannschaft und ein altbackener Auftritt des Erstligisten aus Schwaben. „Ich weiß nicht, was Augsburg vor hatte. Die hatten gehörigen Respekt vor uns und wollten das Spiel irgendwie über die Runden bringen“, sagte Timo Röttger. Der Mittelfeld-Dauerläufer hatte wie seine Kollegen Kutschke und Ernst in der Schlussphase noch den Ausgleichstreffer auf dem Stollenschuh, scheiterte aber an der vielbeinigen Augsburger Abwehr. „Da war jedes Mal ein Schuhbanderl dazwischen“, erklärte später auch RB-Trainer Peter Pacult.

Ein strahlendes Siegerlächeln sieht anders aus. Bei Jos Luhukay war es vielmehr Erleichterung, die am Ende sogar in Wut überging. Denn nach der mageren Ausbeute reagierte der Trainer des FC Augsburg äußerst gereizt auf die Fragen, warum er denn mit zehn personellen Veränderungen im Vergleich zum 1:1 beim letzten Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen so ein hohes Risiko gegangen ist.

Respektlos, völlig unangemessen und unpassend seien solche Fragen, erwiderte der Coach und fügte wohlwissend um die Rückendeckung seines Managers an: „Ich weiß, dass ich mich auf die ganze Mannschaft verlassen kann. Über eine Saison hinweg brauchen wir mehr als elf Spieler.“

FCA-Manager Andreas Rettig stapfte fuchsteufelswild in den Katakomben der Leipziger WM-Arena von 2006 herum: „Es ist ja nicht so, dass wir hier mit irgendwelchen Bratwürsten spielen“, sagte er und forderte mehr Respekt für die eingesetzten Spieler. Immerhin waren Gibril Sankoh und Paul Verhaegh Stützen der Aufstiegsmannschaft und Angreifer Nando Rafael Augsburgs bester Torschütze in der Vorsaison, betonte er.

Timo Röttger interessierte Luhukays Dünnhäutig nicht. Er nahm nach der Partie für sich einen Auftrag mit in die Kabine: „Leipzig will höherklassigen Fußball, jetzt liegt es an uns“, so der 26-Jährige. Für den kommenden Sonntag müssen sich die Rasenballer nun wieder motivieren. Dann heißt der Gegner vor vermutlich kaum mehr als tausend Zuschauern ZFC Meuselwitz.

„Das wird ein komplett anderes Spiel“, glaubt Angreifer Frahn. In der Regionalliga ständen die Mannschaften gegen RB doch am liebsten mit zwölf Mann am eigenen Strafraum. „Wenn wir aber wie gegen Augsburg spielen, dann kann sich Meuselwitz warm anziehen“, kündigte Frahn an.

Matthias Roth/dpa

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