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RB-Talent Joshua Kimmich ist auf dem Sprung in den Profikader

RB-Talent Joshua Kimmich ist auf dem Sprung in den Profikader

Wenn wahr ist, dass gute Trainer ohne Straftraining auskommen und sich niemals öffentlichen Forderungen beugen, muss man RB-Coach Alexander Zorniger zu den Guten zählen.

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Joshua Kimmich gilt als eines der größten Talente im deutschen Fußball.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Zusätzliches Üben nach unerquicklichen Ergebnissen wie dem 2:3 in Osnabrück gibt es beim 45-jährigen Fußball-Lehrer nicht. Und dem Ruf nach personellen Wechseln kommt der Mann nur nach, wenn er vorher selbst auf die Idee gekommen ist.

Zorniger bürstet gegen den Strich, überraschte seine Männer nach der Niederlage an der Bremer Brücke mit zwei freien Tagen. 17 Punkte aus 10 Spielen und Platz vier - immer noch vorzeigbar. "Wir sind in einem Lernprozess", sagt der Coach, "auch wenn es manchen zu langsam geht."

Beim Auftritt in Osnabrück korrespondierten Aufwand und Ertrag nicht. Ein individueller Fehler wie jener von Abwehrmann Niklas Hoheneder, schlichtes "Fußball-Pech" (Zorniger) wie beim Eigentor von Anthony Jung und eine Mischung aus mangelnder Abgezocktheit (Sebastian Heidinger) und Pech mit einer Schiri-Entscheidung führten zu einer Niederlage, die zeigte: RB ist grundsätzlich auf einem guten Weg, kommt von selbigem aber immer wieder ab. Problem: Stabilität und unerschütterliches Selbstvertrauen gibt es nicht an der Konsum-Kasse, muss in jedem Training und vor allen in den Spielen immer wieder neu erarbeitet werden.

Keine Luft lässt der Trainer an seinen aktuellen personellen Präferenzen. Und so ist es denkbar, dass am Sonnabend gegen Unterhaching (14 Uhr) zum dritten Mal hintereinander dieselbe Elf aufläuft. Obwohl Niklas Hoheneder in Osnabrück ein entscheidender Bock unterlaufen ist. Zorniger: "Eine Mannschaft funktioniert nicht wie ein Auto, bei dem man ein Teil ausbaut und ein Ersatzteil einbaut." Eine Mannschaft ist ein sensibles Gebilde, jeder einzelne Fußballer braucht Vertrauen. Solange der Trainer das Gefühl hat, dass seine Auserwählten das Vertrauen verdienen und an ihren Schwächen arbeiten, dürfen sie wiederkommen.

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Thema für Sonnabend: Der blutjunge Joshua Kimmich (l.).

Quelle: Christian Nitsche

Unterdessen nähert sich RB-Top-Talent Joshua Kimmich seiner ersten Nominierung für den Kader der Profis. Nach zwei Einsätzen in der U19 und U23 könnte der dynamische Mittelfeld-Abräumer schon Thema fürs Unterhaching-Spiel werden. Der 18-Jährige war im Sommer vom VfB Stuttgart gekommen, soll eine fette sechsstellige Ablöse gekostet haben. Er kam mit Vorschusslorbeeren und einer hartnäckigen Schambeinentzündung. Die ist kreuzgefährlich und jetzt auskuriert. Kimmich: "Ich bin froh, endlich das tun zu können, was ich liebe: Fußball." Sein Coach Zorniger ist vorfreudig erregt: "Wir haben Joshua behutsam aufgebaut, freuen uns auf ihn. Er zeigt sich, will immer den Ball."

Kimmich, der unlängst vom DFB die Fritz-Walter-Medaille der Altersklasse U18 in Silber abstaubte, vereinigt all das, was einen modernen Mittelfeldspieler auszeichnet. Aggressiv im Zweikampf, passsicher, schnell, ausdauernd und torgefährlich. Ein junger Mann, der perspektivisch den Unterschied machen könnte. Eine Eier legende Wollmilch-Sau.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.09.2013

Guido Schäfer

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