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RB-Trainer Pacult glaubt nicht an Schützenfest - FCM besinnt sich auf Grundtugenden

RB-Trainer Pacult glaubt nicht an Schützenfest - FCM besinnt sich auf Grundtugenden

Tom Geißler will sein erstes Saisontor schießen, am liebsten am Sonntag gegen den 1. FC Magdeburg. Gegen Wilhelmshaven traf der Mittelfeldspieler von RB Leipzig nur Latte und Pfosten, beim Torfestival vergangenen Sonntag in Lübeck pfiff ihm der Schiedsrichter einen Treffer ab.

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Will sein erstes Saisontor schießen: Tom Geißler (rechts) hier im Zweikampf mit Lübecks Danny Cornelius.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. „Ich habe jetzt richtig gut Fuß gefasst in der Mannschaft“, sagt der 28-Jährige. Nach einer Durststrecke in seinem ersten Jahr bei RB gehört er inzwischen zur Stammformation von Trainer Peter Pacult und hat dabei Timo Rost und Pekka Lagerblom auf die Bank verdrängt.

Die Stimmung im Training ist trotzdem bei allen Akteuren hervorragend. „Das muss auch so sein, sonst müsste ich eingreifen“, versichert Pacult. Spannung beim „Kampf ums Leible“ gehöre aber dazu. Viel ändern will der Coach an seiner Aufstellung nicht. Es könne gut sein, so Pacult, dass gegen den 1. FCM die elf Mann vom 5:0-Sieg gegen Lübeck wieder auf dem Platz stehen. Würde bedeuten: Tim Sebastian bekommt wieder den Vorzug vor Henrik Ernst und das Duo Geißler/Schulz zieht erneut die Fäden im Mittelfeld.

Von einem Schützenfest gegen die schwächelnden Elbestädter will Pacult nichts wissen. „Das kann ein Spiel werden, wo wir sehr viel Geduld brauchen“, glaubt der Übungsleiter. So viele Räume wie beim VfB bekomme seine Mannschaft nicht in jedem Spiel. Wenn der Gegner tief stehe, bekomme auch RB Probleme.

FCM-Kapitän Daniel Bauer will mit seinen Blau-Weißen kompakt gegen „die wahnsinnig starke Offensive“ stehen. „Wir haben in dieser Woche noch einmal Grundtugenden trainiert“, so Bauer. Er meint damit gezielte Zweikampfübungen. Der in die Kritik geratene FCM-Coach Wolfgang Sandhowe war nach der 0:1-Heimniederlage gegen Meuselwitz als Psychologe gefragt und musste die Mannschaft wieder aufrichten. „Gerade unsere jungen Spieler sind die öffentliche Kritik nicht gewohnt“, berichtet Bauer. Sandhowe sei der richtige Mann. „Das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft ist positiv“, sagt der Kapitän. Sandhowe sei ehrlich und lasse sich von außen nicht beeinflussen.

Stürmer Denis Wolf und Dawid Krieger brauchten ein Erfolgserlebnis, glaubt ihr Kapitän. Sie treffen das Tor nicht und bekommen zu wenig Bälle aus dem Mittelfeld. Dort fehlt ein Dribbler und Passgeber wie der niederländische Zweitligaspieler Marvin Wijks. Er passte nicht mehr in Sandhowes Konzept vom kampfbetonten Fußball und läuft inzwischen für Germania Halberstadt auf. „Marvin hat mit seiner Qualität als Einzelspieler hervorgestochen und Räume gerissen“, meint Bauer.

Von einem normalen Punktspiel gegen RB will er gar nicht erst sprechen. „Bei Leipzig ist doch kein wirklicher Viertligaspieler dabei“, lobt Bauer den Kader. Für ihn habe die Begegnung deshalb Pokalcharakter – klein gegen groß.

Auf eine ähnlich große Kulisse wie im vergangenen Jahr, als 5000 blau-weiße Anhänger ihre Mannschaft anfeuerten, muss der einstige Europapokalsieger von der Elbe am Sonntag verzichten. „Die Magdeburger haben erst 1200 Karten bei uns gekauft und nichts nachgeordert“, sagt RB-Sprecher Sharif Shoukry. Für Bauer liegt das am durchwachsenen Saisonstart. In Magdeburg seien die Ambitionen vor der Spielzeit immer hoch. Vergangenes Jahr reisten die Bördeländer als Tabellenführer an. „Die ersten beiden Heimspiele haben wir dieses Jahr zwar gut gespielt, aber nicht gewonnen“, berichtet Bauer. Es folgte der Tiefpunkt gegen Meuselwitz.

Tom Geißler hofft auch ohne die Magdeburger Fankurve auf eine tolle Stimmung im Stadion. „Mit guten Leistungen wollen wir weitere RB-Fans gewinnen“, kündigt der gebürtige Oschatzer an. Seine größten Anhänger sitzen nach wie vor in der Heimat. Gerade hat sein früher Trainer vom FSV Oschatz, Horst Pechmann, angerufen. Er will auf der neuen Klub-Homepage mit Geißler für den Verein werben.

Matthias Roth

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