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RB-Trainer Tomas Oral muss gehen - Leipziger kämpfen sich in Auerbach ins Pokal-Halbfinale

RB-Trainer Tomas Oral muss gehen - Leipziger kämpfen sich in Auerbach ins Pokal-Halbfinale

RB-Trainer Tomas Oral standen die Tränen in den Augen, doch der Sieg im Pokal-Viertelfinale beim VfB Auerbach hatte damit wenig zu tun. Unter großen Emotionen kündigte der 37-Jährige am Donnerstagabend in der Kabine den Spielern seinen Abschied als Chefcoach an.

Auerbach/Leipzig. „Zum 30. Juni werde ich nicht mehr euer Trainer sein“, sagte Oral im Anschluss an den 2:1-Erfolg des Fußball-Regionalligisten. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Die Entscheidung, sich im Sommer zu trennen, sei einvernehmlich mit dem Verein getroffen worden. "Die Mannschaft hat unter nicht immer einfachen Bedingungen eine positive Entwicklung genommen. Ich bedaure sehr, dass wir das Ziel Aufstieg dennoch nicht erreicht haben", so Oral, dessen Vertrag zum Saisonende ausgelaufen wäre.

RB-Sportdirektor Thomas Linke sagte, es sei "für beide Seiten die beste Lösung", ab dem Sommer getrennte Wege zu gehen. "Es ist gut, dass jetzt Klarheit herrscht. Nun gilt es, in den kommenden Wochen den Markt zu sondieren und Gespräche aufzunehmen, um einen geeigneten neuen Cheftrainer für RB Leipzig zu gewinnen."

Hart erkämpftes 2:1 in Unterzahl gegen Auerbach

Zuvor hatte der amtierende RB-Coach sein Team erfolgreich ins Pokal-Halbfinale geführt, wo die Leipziger nun am 11. oder 18. Mai in der heimischen Red Bull Arena auf Dynamo Dresden treffen könnten. Die Partie in Auerbach war der erwartet harte Kampf: Mehr als eine Halbzeit lang standen die Roten Bullen dabei wegen einer roten Karte gegen Tim Sebastian nur zu zehnt auf dem Feld, doch zwei Tore von Ingo Hertzsch und Stefan Kutschke reichten zum Weiterkommen gegen den Oberligisten.

Vor 850 Zuschauern im VfB-Stadion machten die Hausherren den favorisierten Gäste zunächst das Leben schwer. Marcel Schuch kam in der 5. Minute gefährlich vor das Gehäuse von RB-Keeper Sven Neuhaus, verfehlte mit seinem Schuss aber das Tor. Wie aus dem Nichts gelang den Leipzigern in der 14. Minute dann die Führung. Nach einem Freistoß köpfte Kapitän Hertzsch zum überraschenden 0:1 ein.

Oral will Sachsenpokal-Sieg zum Abschluss

Als Sebastian in der 38. Minute wegen groben Foulspiels die rote Karte sah, drohte die Partie zu kippen. Der RB-Abwehrspieler war gerade vom Feld, da zappelte der Ball schon im Leipziger Tor. Einen Abpraller von Mirco Wemme nutzte Daniel Schuster zum 1:1-Ausgleich. Mit dem leistungsgerechten Unentschieden ging es in die Pause.

In der zweiten Hälfte erhöhten die Gäste dann den Druck – und fanden in der 70. Minute ein Loch in der Auerbacher Abwehr. Nach Flanke von Rockenbach Da Silva ließ Kutschke mit seinem Flachschuss VfB-Keeper René Berger keine Chance. „In den letzten Wochen habe ich viel gearbeitet, das Tor war die Belohnung“, freute sich der Siegtorschütze. Die Auerbacher hatten vier Minuten vor Schluss zwar noch die Riesenchance zum erneuten Ausgleich, Schuch traf mit seinem Freistoß aus gut 20 Metern jedoch nur die Latte.

Im Halbfinale des Sachsenpokals trifft RB nun auf den Sieger der Partie zwischen dem VfB Zwenkau und Dynamo Dresden, die am Dienstag in der Red Bull Arena ausgetragen wird. Im zweiten Spiel stehen sich der SSV Markranstädt und Pokalverteidiger Chemnitzer FC gegenüber. „Wir wollen einen guten Abschluss im Pokal erreichen, das ist jetzt das Ziel“, kündigte Oral an.

Guido Schäfer/Robert Nößler

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