Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
RB-Trainer Zorniger warnt vor Magdeburg - "Horde Fans, die 90 Minuten supporten"

RB-Trainer Zorniger warnt vor Magdeburg - "Horde Fans, die 90 Minuten supporten"

RB-Trainer Alexander Zorniger ist ein Mann fester Prinzipien. Das bekommen auch seine Spieler immer wieder zu spüren. Neueste Anordnung: Bei allen Übungseinheiten müssen Schienenbeinschoner angelegt werden.

Voriger Artikel
800 Kinder und Erwachsene beim Leipziger Glühwürmchenumzug – Abschluss im Stadion
Nächster Artikel
RB Leipzig gewinnt 4:1 in Magdeburg – Doppelpack von Röttger in den Schlussminuten

Carsten Kammlott, hier in Torgelow, hat sich zurück ins RB-Team gekämpft.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. „Bei uns geht es im Training wie im Spiel zu“, sagt der Coach. Bei vollem Einsatz rutsche auch mal ein Stollen am Bein hinunter. Es gehe nicht, wenn sich dabei ein Spieler verletzte.

Carsten Kammlott kannte solche Vorgaben von seinen bisherigen Trainern nicht. „Damit kann man aber nicht viel falsch machen“, sagt der 22-Jährige. Der gebürtige Nordthüringer hat sich nach langer Durststrecke zurück ins Team gekämpft, allerdings auf eine ungewohnte Position.

„Er ist meine rechte Sechs“, verkündet Zorniger. Übersetzt heißt das, der gelernte Stürmer spielt jetzt defensiv vor der Abwehr und zwar auf der rechten Seite. In der Vorbereitung ließ der Coach ihn schon einmal so weit hinten auflaufen. „Da hat er mir gar nicht gefallen“, berichtet Zorniger. Inzwischen ist das anders und Kammlott bekam zuletzt in Torgelow ein hervorragendes Zeugnis für seinen Einsatz ausgestellt und dürfte auch gegen den 1. FC Magdeburg am Sonntag in der Startelf stehen. Abwanderungsgedanken hat der 22-Jährige keine mehr.

In der vergangenen Saison flirtete er noch heftig mit seinem alten Verein Rot-Weiß Erfurt. „Damals wollte ich spielen, hatte hier aber keine Chance“, so Kammlott. Das änderte sich mit der Verpflichtung von Sportdirektor Ralf Rangnick. Bei ihm hat der Thüringer ein Stein im Brett. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in Leipzig stellte sich der RB-Fußballchef demonstrativ hinter Kammlott.

Bereits in seiner Zeit in Hoffenheim habe er den Spieler beobachten lassen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kammlott innerhalb von drei Jahren das Fußballspielen verlernt hat“, sagte damals Rangnick und baute damit den Angreifer auch mental wieder auf. Der „rechte Sechser“ will das Vertrauen gegen die Elbestädter zurückzahlen. Am liebsten wäre es ihm, wenn sein erster Saisontreffer gelänge.

Das wird nicht leicht. Die Abwehr ist das Prunkstück der Magdeburger. Mit acht Gegentoren ließen die Blau-Weißen sogar noch einen Treffer weniger zu als RB. Zorniger lässt sich auch nicht von der 0:3-Pleite gegen den 1. FC Lok blenden. „Magdeburg spielt einen technisch sehr guten Fußball und hat Spieler die Probleme individuell lösen können“, hat der Bullen-Coach beobachtet. Hinzu komme „eine Horde Fans die 90 Minuten Vollgas supporten“. Mit aller Bescheidenheit fügte Zorniger an: „RB ist nicht unschlagbar, das ist Barcelona aber auch nicht“.

Fotos vom Spiel 1. FC Lok gegen 1. FC Magdeburg

Dann war es aber am Freitag bei der Pressekonferenz mit der Zurückhaltung vorbei. Wenn der FCM gewinnen wolle, müsse er so gut sein und nicht RB so schwach, so Zorniger. Seine Mannschaft habe vier Monate nach seiner Amtsübernahme bereits eine solche Qualität, wie man es nicht erwarten konnte.  

Für einen RB-Spieler wird es in Magdeburg eine Rückkehr an einen Ort des Leidens. Timo Röttger wurde hier in der vergangenen Saison von Daniel Halke brutal gefoult und fiel anschließend mit einer Schulterverletzung wochenlang aus. Besonders bitter für Röttger damals: Magdeburgs Fans hatten den früheren Dynamo-Spieler aus Dresden als Intimfeind Nummer 1 ausgemacht. Sie beschimpften Röttger während des Spiels und auch noch als er auf der Trage vom Platz geholt wurde.

Zorniger interessiert die Vergangenheit nicht. „Ich benutze Timo nicht als Motivationswerkzeug und nehme ihn wegen der Geschichte auch nicht aus der Mannschaft“, erklärte der Trainer, ließ aber offen, ob er Röttger einsetzt.

Während sich die Verantwortlichen der Männermannschaft nur mit der Partie gegen Magdeburg befassen, ging der Blick der Nachwuchstrainer am Freitag nach Ingelheim. Dort spielte die deutsche U-15-Nationalmannschaft gegen Südkorea und gewann 1:0. Dabei kam RB-Talent Felix Beiersdorf zu seinem ersten Einsatz in der Auswahl und spielte gleich 80 Minuten durch.

Matthias Roth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus RB-Archiv

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.