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Rangnick verteidigt Mäzenatentum im deutschen Fußball und setzt auf Spieler aus der Region

Rangnick verteidigt Mäzenatentum im deutschen Fußball und setzt auf Spieler aus der Region

Ralf Rangnick hat Mäzenatentum im deutschen Fußball wie beim Bundesligisten TSG Hoffenheim und dem Regionalligisten RB Leipzig verteidigt. „Für mich ist entscheidend, ob nachhaltig gearbeitet wird und eine Philosophie vorhanden ist - dieses Kriterium gilt genauso für Mäzene oder Investoren, die ihr Geld in neue Fußballprojekte stecken“, erklärte der frühere Hoffenheimer Bundesliga-Trainer und jetzige Sportdirektor in Leipzig in einem Interview der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

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Ralf Rangnick will beim RB Leipzig verstärkt auf Spieler aus der Region setzen.

Quelle: Jan Woitas

Leipzig. Die TSG Hoffenheim wird vom einstigen Mitbegründer des Software-Konzerns SAP, Dietmar Hopp, finanziert. Hinter RB Leipzig steckt das Geld von Dietrich Mateschitz und seines österreichischen Getränkeherstellers Red Bull. „Die wichtigste Frage dabei ist doch, ob das Investment langfristig angelegt ist oder nicht. Ich glaube, da muss man sich weder bei Herrn Mateschitz noch bei Dietmar Hopp Sorgen machen“, urteilte Rangnick.

Zugleich reagierte er damit auf Aussagen von Hans-Joachim Watzke. Der Geschäftsführer des deutschen Meisters Borussia Dortmund will keine Geldgeber wie Investoren aus arabischen Ländern in seinen Verein lassen. Nach Einschätzung von Rangnick hätten es Watzkes Vorgänger in Dortmund nach dem Gewinn von deutscher Meisterschaft und Champions League trotz bester Finanzlage geschafft, „den Verein gegen die Wand zu fahren. Das zeigt doch, dass Tradition plus Geld nicht automatisch für Erfolg und volle Kassen stehen“.

Ralf Rangnick will RB Leipzig verstärkt mit Spielern aus der Region in die Fußball-Bundesliga führen. „Unsere Hauptaufgabe in Leipzig wird sein, im Umkreis von 150, 200 Kilometern die jeweils Besten im Jahrgang nicht nur auf dem Zettel zu haben, sondern in unseren Verein zu holen“, sagte der Sportchef.

Vorrangiges Ziel in Leipzig ist der zweimal hintereinander verpasste Aufstieg in die 3. Liga. „Das Fernziel in Leipzig lautet natürlich Bundesliga - so schnell wie möglich. Aber wir müssen zuerst den ersten Schritt schaffen“, erklärte Rangnick.

Mit einer neuen Philosophie will Rangnick nicht nur Leipzig, sondern auch Österreichs Meister Salzburg auf Erfolg trimmen. „Attraktiver, hungriger, angriffslustiger, mit Teamgeist und einer deutlich jüngeren Besetzung in beiden Kadern“, nannte der ehemalige Bundesliga-Trainer sein Konzept. Das entspräche auch dem Produkt Red Bull. Ein Großteil der Zielgruppe liege bei Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, weshalb es Sinne mache, auch im Fußball dort den Schwerpunkt zu setzen.

Dazu sollen verstärkt Spieler aus den beiden vom österreichischen Getränkekonzern finanzierten Fußball-Akademien in die Clubs geholt werden. „Es kann ja nicht sein, dass wir seit Jahren viel Geld in die Akademien in Ghana und Brasilien stecken, und keiner dieser Spieler gehört in Salzburg zum Kader“, monierte Rangnick. Derzeit werde eine gemeinsame Scoutingabteilung aufgebaut, die für alle Standorte arbeite.

dpa

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