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Regionalligist RB Leipzig schlägt Hertha BSC 2:1

Regionalligist RB Leipzig schlägt Hertha BSC 2:1

Knappe Niederlage gegen Schalke, 2:1 (0:0)-Sieg gegen Bundesliga-Absteiger Hertha BSC Berlin - RB Leipzig marschiert. Die lange Zeit beschauliche Partie bot eine hinreißende Schlussphase, in der RB den Gast an die Wand spielte.

Markranstädt. Hertha hatte bis 20 Minuten vor dem Ende alles im Griff, ließ den Ball zirkulieren, den Gegner laufen, ging durch den hünenhaften Ex-Gladbacher Rob Friend 1:0 in Führung. Je näher der Schlusspfiff rückte, desto schwerer wurden die Berliner Schenkel - ab der 70. Minute spielte nur noch RB. Carsten Kammlott zündete jetzt den Turbo, wirbelte die Hertha-Abwehr durcheinander, war logischer Torschütze des 1:1 (79.). Alexander Laas und Stefan Kutschke hatten assistiert.

Kurz nach dem Ausgleich scheiterte Kammlott frei vorm Torhüter, wenige Sekunden später fiel es dann doch, das überfällige 2:1. Der nach seiner Einwechslung extrem auffällige Kutschke zwang den Torhüter zu einer sensationellen Parade, den von Sascha Burchert abgewehrten Ball beförderte Max Watzka mit Flugkopfball ins Tor. "Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, uns fehlte ein bisschen die Spritzigkeit", meinte Coach Oral. "Meine Jungs haben sich ins Spiel gearbeitet und verdient gewonnen."

Der 37-Jährige hakte die Generalprobe schnell ab, schärfte den Blick für den Saisonstart gegen Türkiyemspor Berlin (Freitag, 19 Uhr, Red-Bull-Arena). "Das ist der Ernstfall, dann müssen wir 100 Prozent abrufen. Es wird eine knallharte Saison für uns." Steven Lewerenz, der eine Art Rechtsaußen spielt und die Duelle Mann gegen Mann liebt, ist sich sicher: "Wenn wir das bringen, was wir können, holen wir am Freitag die ersten drei Punkte."

Einen RB-Mann hätte Hertha-Coach Markus Babbel am liebsten in den schicken Berliner Mannschaftsbus gesteckt: Carsten Kammlott. "Das ist ein richtig Guter", schwärmte der Ex-Nationalspieler, "der Tomas hat mir schon vorher erzählt, dass er da einen besonderen Stürmer hat." Tomas Oral und Babbel kennen sich vom Fußball-Lehrer-Lehrgang in Köln. "Tomas ist ein Top-Trainer. Und er hat beim FSV Frankfurt gezeigt, dass er weiß, wie man aufsteigt." Orals Kader sei natürlich alles andere als viertklassig. "Das ist ein Profikader, eine gute Mischung zwischen Routine und jungen, sehr talentierten Leuten."

Das ging Oral runter wie Öl. "Unsere Scouting-Abteilung hat sehr gute Arbeit geleistet." Hat sie wohl. Einen Lewerenz, einen Kutsche oder auch einen Ismaili kannte kein Mensch. Die Regionalliga wird sie kennenlernen.

Babbel war nicht sauer auf seine Fußballer. "Wir haben sehr hart trainiert, ich wollte diesen Härtetest. Da muss man den inneren Schweinhunnd überwinden." Das klappte 69 Minuten, dann kam er, der Schweinehund. Übrigens: Die gestrige RB-Start-Aufstellung ist deckungsgleich mit der aktuellen Wunschformation des Herrn Oral. Bedeutet unter anderem: Ingo Hertzsch guckt zu. Es wehen böige Winde durch die Kabine.

RB Leipzig:

Neuhaus - Ismaili, Kläsener, Sebastian, Müller - Lewerenz (75. Watzka), Rost, Geißler (75. Laas), Frahn (57. Baier) - Kammlott, Frommer (67. Kutschke)

Hertha BSC:

Burchert - Kobiashvili (Schulz), Mijatovic, Janker, Ramos (67. Lasogga)- Raffael (46. Rukavytsaya (67. Kaka), Bigalke (67. Beichler), Domovchiski (67. Ronny), Perdedaj, Lustenberger - Friend (67. Hartmann).

Schiedsrichter:

Schwermer (Magdeburg).

Zuschauer:

1665

Guido Schäfer

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