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Relegation im Kopf, Spitzenspiel vor der Brust: RB Leipzig will sich gegen Jena nicht schonen

Relegation im Kopf, Spitzenspiel vor der Brust: RB Leipzig will sich gegen Jena nicht schonen

Die Nacht war kurz, die Feier ausgelassen. Nach dem packenden Pokalsieg gegen den Chemnitzer FC am Mittwoch hat RB Leipzig den nächsten schweren Brocken vor der Brust: Beim FC Carl Zeiss Jena wollen die Rasenballer am Sonntag ihre weiße Weste sauber halten.

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Feiern den Sachsenpokalsieg: Die Fans von RB Leipzig am Mittwochabend in der Red-Bull-Arena. Sonntag geht es für die Rasenballer zu Carl Zeiss Jena.

Quelle: GEPA pictures

Leipzig. Doch mental sind Trainer, Spieler und Fans bereits bei den beiden Relegationsspielen um den Drittliga-Aufstieg. Für das Hinspiel in Leipzig am 29. Mai sind schon 5000 Tickets weg.

„Wir werden uns für die Relegation sicher nicht schonen“, pokert Bullencoach Alexander Zorniger vor dem Regionalliga-Spitzenspiel am Sonntag (13.30 Uhr) bei den zweitplatzierten Thüringern. „Aber wenn ich die Wahl habe zwischen einer ungeschlagenen Serie und einem unverletzten Spieler, nehme ich Letzteres“, stellt der Fußballlehrer seine Prioritäten klar. Zurückstecken soll am Sonntag von denen, die auf dem Platz stehen, dennoch keiner. „Wo Kutschke draufsteht, ist auch Kutschke drin“, versichert er.

„Viele Zweitligisten hätten keine Chance gegen uns gehabt“

Das gefeierte 4:2 (1:2) im Sachsenpokal-Finale ist auch am Freitag noch das dominierende Thema bei den Roten Bullen. Ein Abend, der selbst den sonst so nüchternen Zorniger noch immer ins Schwärmen bringt: „An diesem Tag hätten auch viele Zweitligisten keine Chance gegen uns gehabt “, meint der Coach selbstbewusst. Was durchaus Ansichtssache ist. Die gnadenlos effektiven Chemnitzer machten in Hälfte eins aus zwei Chancen zwei Tore, nutzten die Fehler in der RB-Defensive gnadenlos aus.

„Wir wissen, woran wir arbeiten müssen“, sagt Zorniger. Er betrachtet das Pokalfinale gegen den Drittligisten als gelungene Generalprobe für die Relegation gegen den Regionalliga-West-Meister – ob Sportfreunde Lotte oder Fortuna Köln könnte sich am Wochenende entscheiden. „Von der Intensität her wird es vergleichbar“, blickt er im Gespräch mit LVZ-Online voraus. „Wobei es dort ein Rückspiel gibt, eine zweite Chance – aber auch eine zweite Gefahr.“

Sebastian Heidinger wird das Finale gegen Chemnitz so schnell nicht vergessen. Der RB-Linksaußen kratzte in der 65. Minute beim Stand von 1:2 einen Schuss der Himmelblauen von der Torlinie – vielleicht die Schlüsselszene des Spiels. „Wenn das 1:3 fällt, wird es enorm schwer, zurückzukommen“, sagt der geheime Pokalheld, der überraschend auf der linken Abwehrseite für den verletzten Juri Judt zum Einsatz kam. „Seit der B-Jugend hab ich dort nicht mehr gespielt“, erzählt sich der Mittelfeldspieler. „Jetzt will ich dort nicht mehr weg.“

Frahn-Comeback wahrscheinlich: „Behandlung läuft gut“

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Im Rausch der Gefühle: RB-Trainer Alexander Zorniger sieht das Pokalfinale als Generalprobe für die Aufstiegsrelegation.

Quelle: GEPA pictures

Der Bullen-Coach lässt durchblicken, dass er gegen Chemnitz bereits seine Aufstellung gefunden hat, mit der er auch in der Relegation liebäugelt. „Die Formation ist dicht dran“, sagt er und hofft zeitgleich auf eine schnelle Genesung von Daniel Frahn. Der Stürmer laboriert seit dem Derby gegen Lok an einem Innenbandriss. „Er selbst ist sehr optimistisch. Die Behandlung läuft gut“, berichtet Zorniger aus dem Lazarett.

Nun aber geht es erst einmal zum Tabellenzweiten nach Jena, eine Woche später zum Regionalligafinale beim Berliner AK. „Keine andere Mannschaft hat uns in der Hinrunde so stark gefordert, wie Jena“, warnt Zorniger vor den Thüringern. Die Bullen standen in der Hinrunde in einer hitzigen Partie zu Hause am Rande einer Niederlage. Der späte Ausgleich zum 1:1 durch Dominik Kaiser war schmeichelhaft.

„Wir fahren nach Jena, um unsere Serie ungeschlagener Spiele weiter auszubauen. Alle geben Vollgas“, gibt sich Heidinger kämpferisch. Das sieht auch Zorniger so, lässt jedoch noch offen, ob er Veränderungen an der Startelf vornimmt. Verzichten muss er in jedem Fall neben Frahn und Judt auf Clemens Fandrich, der wegen muskulärer Probleme ausfällt.

Zu Jeremy Karikari, der nach einer Disco-Prügelei vergangene Woche aus dem RB-Kader suspendiert wurde, will Zorniger keine großen Worte mehr verlieren. „Für den Jungen tut es mir leid. Aber Disziplin im Fußball ist das A und O.“ Gegen Chemnitz stand Karikari schon nicht mehr im Stadionheft und weilte auch nicht in der Red-Bull-Arena. Der Ghanaer wurde stattdessen als Zuschauer bei seinem Ex-Verein Eintracht Trier auf der Tribüne gesichtet.

Robert Nößler

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