Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
Revanche geglückt: RB Leipzig feiert gegen Cottbus II den sechsten Heimsieg in Folge

Revanche geglückt: RB Leipzig feiert gegen Cottbus II den sechsten Heimsieg in Folge

Die Fußballer von Regionalligist RB Leipzig zittern sich gegen Cottbus II zu einem 3:2 (2:0)-Sieg, nachdem die Mannschaft von Trainer Tomas Oral bereits 3:0 in Führung lag.

Voriger Artikel
RB-Torwart Gäng bricht sich den Finger - Saisonaus möglich
Nächster Artikel
Kommt er, kommt er nicht? - Pacults Engagement bei RB Leipzig bleibt weiter fraglich

Daniel Frahn.

Quelle: Christian Nitsche

Leipzig. Damit feierten die Leipziger am Freitag in der Red Bull Arena ihren sechsten Heimsieg in Folge. Vor 2125 Zuschauern waren Stefan Kutschke (35./50.) sowie Daniel Frahn (38.) für RB erfolgreich. Für Cottbus II trafen Andy Hebler (59.) und Markus Obernosterer (70.).

Der Sieg, er war ein hartes Stück Arbeit für RB. Denn obwohl die Leipziger in der ersten Halbzeit souverän das Spiel bestimmten, kassierten sie kurz vor Schluss durch Unkonzentriertheiten beinahe noch den Ausgleichstreffer. „Wir waren selbstgefällig. Das war ein fataler Fehler“, gesteht der zweimalige Torschütze Kutschke. „Denn eigentlich hatten wir den Gegner klar im Griff gehabt. Aber so musste sich die Mannschaft noch zum Sieg zittern.“

Gästetrainer Detlef Ullrich zeigte sich nach der Partie sichtlich enttäuscht, ob der vergebenen Chance einen Punkt mitzunehmen: „Bis zur 30. Minute haben wir das umgesetzt was wir wollten, hatten zwei große Chancen.“ Danach allerdings habe man es Leipzig zu einfach gemacht. Auch wenn „wir in der zweiten Halbzeit kämpferisch eine andere Mannschaft gesehen haben“, hätten sich die Cottbusser seiner Meinung nach am Ende selber geschlagen. „Das ist natürlich ärgerlich, gerade in der Phase. Aber wir müssen den Sieg so akzeptieren.“ RB-Coach Tomas Oral sah dies anders: „Beim Fußball ist es so, dass man die Wahrnehmungen der anderen Seite akzeptieren muss.“ Aus seiner Sicht sei der Gegner nur darauf aus gewesen „defensiv zu stehen und zu zerstören“. Überhaupt habe man Cottbus „die Torchancen nur ermöglicht, weil wir unkonzentriert waren. Bis zur 60. Minute war es absolut ok. Danach haben wir den Gegner kommen lassen und selber den Faden verloren“.

„Ohne dem Gegner nahe treten zu wollen: Aber man muss schon eine brutale Eigenmotivation entwickeln, um gegen einen Tabellenzehnten zu gewinnen“, sagte Tomas Oral, dessen Team in den ersten Minuten deutlich mehr Zug zum Tor hatte. Allerdings waren es die Gäste, die in der 19. Minute die erste große Möglichkeit zur Führung hatten. Nachdem Cottbus einen hohen Ball in den Strafraum spielte, zögerte Sven Neuhau zu lange beim Herauslaufen. Der RB-Keeper schaffte es nicht mehr den Ball richtig abzuwehren. Dieser sprang genau vor die Füße von Andy Hebler, der am freien Tor vorbeischoss.

Im Gegenzug verpasste Stefan Kutschke (25.) die große Möglichkeit, Leipzig in Führung zu bringen. Lars Müller flankte von links auf den Stürmer, der den Ball Volley annahm und an die Latte setzte. In der 35. Minute dann die verdiente 1:0-Führung für die Gastgeber: Wieder war es Müller, der auf Kutschke passte. Dieser stand bei elf Metern und brauchte den Ball nur noch locker einnetzen. Nur drei Minuten später war es dann Daniel Frahn, der per Kopf auf 2:0 erhöhte.

Spielerisch hatte Cottbus nach dem Doppelschlag nicht mehr viel entgegen zu setzen. Das Team von Detlef Ullrich konnte sogar froh sein, unmittelbar vor der Pause nicht noch das 0:3 zu kassieren. Denn Sebastian Albert traf nur den Pfosten. Den Nachschuss setzte Kutschke über das Tor.

Nach dem Seitenwechsel war es ein Abwehrfehler der Cottbusser, die sie weiter in Rückstand brachte: Christian Bubalovic wollte einen Rückpass zum Torwart geben. Dieser war jedoch zu kurz. Stefan Kutschke fing den Ball ab und lupfte ihn über René Renno. „Das war ein perfekter Start in die zweite Halbzeit“, freute sich Sebastian Albert. Allerdings agierte die Mannschaft dann zu fahrlässig. Die Folge: Zwei Gegentore innerhalb von zehn Minuten. Erst nutzte Andy Hebler in der 59. Minute Unstimmigkeiten in der RB-Abwehr und schoss den Anschlusstreffer zum 1:3. Danach erhöhte Markus Obernosterer nach einem vergebenen Elfmeter im Nachschuss auf 2:3. „Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht. Dadurch nehmen wir uns das Selbstvertrauen“, resümierte Kutschke. Die verunsichert wirkenden Leipziger hatten zwar die Chance, wieder Ruhe in den Spielaufbau zu bringen. Allerdings vergab der bis anhin gut aufgelegte Lars Müller einen Foulelfmeter. Der Sieg war den Bullen dennoch nicht mehr zu nehmen, was Oral zuversichtlich stimmt: „Wir haben spielerisch einen Sprung nach vorne gemacht. An diesen Prozessen müssen wir weiter areiten. Dann kann ich die Mannschaft in einem guten Zustand übergeben – was mein Ziel ist.“

Statistik

RB Leipzig:

Neuhaus – Albert, Kläsener, Sebastian, Rockenbach da Silva, Frahn (73. Rosin), Müller, Geißler (88. Rosin), Kutschke (73. Kammlott), Schinke, Franke.

FC Energie Cottbus II:

Renno – Zickert, Miatke (90. Börner), Obernosterer, Hebler (77. Mihm), Lenk, Henkel, Zimmermann (77. Reuer), Lemke, Krieger, Bubalovic.

Tore:

Stefan Kutschke (35.), Daniel Frahn (38.), Stefan Kutschke (50.), Andy Hebler (59.), Obernosterer (70.)

Anne Kunze

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus RB-Archiv

Jede Woche im LVZ-Tippspiel zur Saison 2016/17 regionale Partien tippen und tolle Preise gewinnen! mehr

Alle Wettquoten zu Spielen von RB Leipzig gibt es bei SmartBets.