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Schützenfest an den Jenaer Kernbergen: RB gewinnt Spitzenspiel und trifft nun auf SF Lotte

Schützenfest an den Jenaer Kernbergen: RB gewinnt Spitzenspiel und trifft nun auf SF Lotte

In einem wahren Spitzenspiel der Regionalliga Nordost hat RB Leipzig noch einmal seine Aufstiegsambitionen untermauert. Das Team von Alexander Zorniger setzte sich am Sonntag vor 5544 Zuschauern im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld gegen bissige Gastgeber mit 5:4 (3:2) durch.

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Bastian Schulz brachte RB in der ersten Hälfte erstmals in Führung.

Quelle: GEPA

Leipzig. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch und sorgten damit für die unterhaltsamste Partie der Saison. RB trifft nun in der Relegation auf die Sportfreunde Lotte. Die Westfalen sicherten sich am Sonntag mit einem Sieg über Rot-Weiß Essen die Meisterschaft in der Regionalliga West.

"Defensiv war es von der ganzen Mannschaft heute fahrlässig, teilweise verantwortungslos", fand Alexander Zorniger nach dem Abpfiff deutliche Worte. "Offensiv haben wir dagegen wieder ein Feuerwerk abgebrannt, mit traumhaft heraus gespielten Toren." Der Kritik musste RB-Mittelfeldstratege Dominik Kaiser zustimmen. Das Spiel habe der gesamten Mannschaft die Augen geöffnet. "Defensiv war das von allen viel zu wenig."

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Leipzig. In einem wahren Spitzenspiel der Regionalliga Nordost hat RB Leipzig noch einmal seine Aufstiegsambitionen untermauert. Das Team von Alexander Zorniger setzte sich am Sonntag vor 5544 Zuschauern im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld gegen bissige Gastgeber mit 5:4 (3:2) durch. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Zorniger fand nach dem Anpfiff deutliche Worte für die Leistung seiner Mannschaft.

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Die Partie gegen Carl Zeiss im Schatten der Kernberge begann bereits mit einem Paukenschlag der Gastgeber. RB-Keeper Fabio Coltorti verschätzte sich gegen den heranstürmenden Przemysław Trytko und der Jenaer Mittelstürmer brachte sein Team bereits in der zweiten Spielminute in Führung. Die Roten Bullen, die von rund 500 Fans in Jena unterstützt wurden, ließen sich aber keineswegs verunsichern: Mit jeder Menge Pokalsieger-Selbstvertrauen ausgestattet, trieben die Leipziger den Ball in Richtung des gegnerischen Strafraums. Keine vier Minuten später wurde Zornigers Elf bereits belohnt: Thiago Rockenbach setzte Carsten Kammlott mit einem Lupfer in Szene und der früherer Erfurter konnte das Spielgerät in die Maschen befördern. 1:1.

Ex-Erfurter Kammlott bring RB Leipzig in Front – Jenaer blieben aber dran

So rasant, wie die Partie begonnen hatte, ging es nun auch weiter. Jena reagierte mit wütenden Angriffen, doch die Bullen-Abwehr hielt vorerst stand. So scheiterten Andis Shala (20.), Marcel Schlosser (21.) und Matthias Peßolat (24. Minute) mit ihren Schussversuchen. Im Gegenzug zeigte der Regionalligameister wieder einmal seine Kaltschnäuzigkeit: Bastian Schulz fiel in der 25. Minute der Ball am Jenaer Strafraum vor die Füße und der Mittelfeldspieler verwandelte zur 2:1-Führung. In der Folgezeit entwickelte sich das Kräftemessen zu einem echten Spitzenspiel. Nach Chancen auf beiden Seiten war es in der 36. Minute erneut der Ex-Erfurter Kammlott, der von den Jenaern nicht zu stoppen war: Nach Pass von Timo Röttger ließ der 23-Jährige alle Verfolger hinter sich und schob zum verdienten 3:1 ein.

Wer nun geglaubt hatte, dies könnte schon eine Vorentscheidung sein, sah sich baldigst getäuscht: Die Gastgeber zeigten keine Miene und kamen in der 41. Minute schon wieder auf ein Tor heran: Shala konnte sich auf der linken Außenbahn durchsetzen und flankte butterweich auf den heranstürmenden Peßolat, der die Kugel mit dem Kopf ins Bullentor wuchtete. Zwei Minuten später dann sogar fast der erneute Ausgleich, aber RB-Torwart Coltorti konnte einen Shala-Drehschuss aus der kurzen Ecke kratzen. Somit gingen die Leipziger mit der knappen Führung in die Pause.

Kein Durchatmen in der zweiten Hälfte – Traumtor von Matthias Morys

Auch im zweiten Durchgang blieb das übliche Abtastenaus, schenkten sich beide Teams nichts. In der 48. Minute musste Coltorti gegen Schlosser retten, im direkten Gegenzug ging ein Kammlott-Schuss knapp übers Tor. Die Gastgeber brachten nun noch mehr Personal in die Offensivbemühungen, spielten Alles-oder-Nichts. Dieser Mut wurde in der 60 Minute belohnt: Erneut war es Trytko, der dem RB-Schlussmann nach Flanke von Shala keine Abwehrchance ließ. 3:3!

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Etwa 500 RB-Fans begleiteten ihre Mannschaft nach Jena.

Quelle: GEPA pictures

Die Leipziger benötigten nun einige Minuten zur Neuordnung, ehe Stefan Kutschke die nächste Möglichkeit zur Führung hatte. Sein Kopfball-Aufsetzer ging allerdings einige Zentimeter über den Carl-Zeiss-Kasten. Dafür ließ sich Carsten Kammlott in der 74. Minute geschickt im Jenaer Strafraum attackieren. Der Unparteiische Patrick Kluge zögerte nicht lange und zeigte auf den Punkt. Thiago Rockenbach verwandelte den Strafstoß zur erneuten RB-Führung.

Der Willen der Gastgeber schien nun fast gebrochen, zumal die Rasenballsportler das Heft in der Hand behielten und auf die Entscheidung drängten. Diese fiel vermeintlich in der 81. Minute durch ein Traumtor des eingewechselten Matthias Morys. Nach Pass von Kammlott zog der 26-Jährige aus 35 Metern ab und profitierte dabei von einem Stellungsfehler des Keepers.

"Ganze Mannschaft ist jetzt gefragt"

Als die mitgereisten Leipziger schon den Auswärtssieg feiern wollten, nutzte Jena noch ein viertes Mal ein Loch in der an diesem Tag nicht immer sattelfesten Bullen-Defensive. Innenverteidiger Gábor Dvorschák verkürzte auf 4:5 aus Sicht der Gastgeber. Jena versuchte nun noch einmal alle Reserven zu aktivieren, die Leipziger konnten den knappen Vorsprung aber über die Zeit bringen und entführten so die ersten drei Punkte der Saison aus dem Ernst-Abbe-Sportfeld. In der 91. Minute flog Sebastian Heidinger noch mit Gelb-Rot vom Platz.

"Das Positive ist, dass wir ungeschlagen bleiben", meinte Stürmer Carsten Kammlott, der mit seinen beiden Toren wichtigen Anteil am Sieg hatte. "Für die Zuschauer war es sicher ein schönes Fußballspiel." Dennoch habe die Partie gezeigt, woran mit Blick Richtung Relegation noch gearbeitet werden müsse. "Da ist jetzt die ganze Mannschaft gefragt", mahnte Bastian Schulz. "In der Relegation gilt es, jedes Tor zu vermeiden. Da müssen wir von der ersten Sekunde an wach sein."

Spielstatistik

RB Leipzig:

Coltorti – Müller, Hoheneder, Franke, Heidinger – Röttger (C, 66. Fandrich), Kaiser, Schulz (82. Ernst) – Rockenbach (75. Morys) – Kammlott, Kutschke

Ersatzbank:

Bellot, Schinke, Kocin, Ernst, Fandrich, Nattermann, Morys

FC Carl Zeiss Jena:

Berbig (C) – Giebel, Dvorschák, Grösch (78. Brinkmann), Schulte – Schmidt, Riemer, Schlosser (66. Fries) – Peßolat – Trytko, Shala

Schiedsrichter:

Patrick Kluge (Zeitz)

Tore:

1:0 Trytko (2.), 1:1 Kammlott (5.), 1:2 Schulz (25.), 1:3 Kammlott (34.), 2:3 Peßolat (41.), 3:3 Trytko (60.), 3:4 Rockenbach (74., Foulelfmeter), 3:5 Morys (81.), 4:5 Dvorschák (85.)

Zuschauer:

5.544 im Ernst-Abbe-Sportfeld

Gelbe Karten:

Giebel, Shala, Riemer | Franke (6), Schulz (3), Kutschke (4)

Gelb-Rote Karte:

Heidinger (90., wiederholtes Foulspiel)

Matthias Puppe

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