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Wieder nur ein Unentschieden für RB Leipzig - Pacult sauer über nicht gegebenes Flipper-Tor

Wieder nur ein Unentschieden für RB Leipzig - Pacult sauer über nicht gegebenes Flipper-Tor

Fußball-Regionalligist RB Leipzig hat am Sonntag weitere Punkte im Kampf um den Aufstieg liegen gelassen. Die Messestädter kamen in der Red-Bull-Arena nicht über ein 1:1 gegen den Tabellenachten VFC Plauen hinaus.

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Kai Zimmermann (links) im Zweikampf mit RB-Abwehrrecke Fabian Franke.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. „Wir spielen ja nicht schlecht, aber uns fehlt einfach das Glück“, fasste Daniel Frahn nach Spielende zusammen. Sein Mitspieler Umut Kocin sah das ähnlich. „Wir hatten genug Chancen, das Tor zu machen. Das ist schade für uns.“ Und Sebastian Heidinger meinte: „Wenn wir das Spiel machen, ist es klar, dass der Gegner Konterchancen bekommt. Die eine Möglichkeit haben sie reingemacht.“ 

Die Mannschaft von RB-Trainer Peter Pacult bestimmte vor 5137 Zuschauern von Beginn an das Spiel. In der fünften Minute hatte RB die erste Offensivaktion: Frahn schüttelte seinen Gegenspieler ab und passte auf Stefan Kutschke. Sein Schuss ging jedoch am Tor vorbei. Etwas später spielten Heidinger und Kocin einen schönen Doppelpass. Der Deutsch-Türke brachte die Flanke in den Strafraum, Frahn fiel am Fünfmeterraum, aber Schiedsrichter Felix Zwayer ließ die Pfeife ruhen.

RBL versuchte, das Spiel zu ordnen. Plauen zog sich tief zurück und lauerte auf Konter. Nach vorne hatten die Gäste wenig Mut. Eher zufällig kamen sie mal vor das Tor von Pascal Borel – und vergaben dann eher kläglich, wie Marc-Philipp Zimmermann mit seinem Schuss aus 16 Metern und Ronald Wolf per Kopf in der 22. Spielminute. Anschließend stellten die Gäste das Offensivspiel ein. Stattdessen fiel besonders Plauens Torwart Christian Person schon in der ersten Hälfte mit allzu geduldigen Abstößen auf. Der Schiedsrichter Zwayer ermahnte ihn wegen Zeitspiels.

Szenenapplaus bekam Gästetrainer Thomas Hoßmang, als er einen missglückten Flankenwechsel mit der Brust stoppte. Immer wieder ermahnte er seine Spieler wild gestikulierend, nicht so tief zu stehen. Er saß keine Minute, sondern dirigierte von der Seitenlinie. Hoßmang sah, wie Heidinger zwei Chancen zur Führung vergab. Kocin zog nach einer halben Stunde mit Dampf in den Strafraum. Seinen kräftigen Schuss parierte der Gästetorwart nur mit Mühe. Die Leipziger waren bissig in den Zweikämpfen und ließen nach hinten nichts zu. Einzig die dichte Abwehr der Plauener zu überwinden gelang den Hausherren in der ersten Hälfte nicht. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis hier ein Tor fällt“, sagte Ex-Spieler Ingo Hertzsch in der Halbzeit. Die Führung der Gäste kurz nach der Pause hatte er damit wohl nicht gemeint, doch völlig überraschend erzielte Kai Zimmermann aus kurzer Distanz nach flacher Hereingabe das 0:1 aus Sicht der Leipziger. Danach bemühte sich RB um den Ausgleich. Bastian Schulz verzog in der 55. aus aussichtsreicher Position. Auch aus dem Gewusel im Strafraum heraus konnten die Leipziger nicht ausgleichen (60.).

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Daniel Frahn (links) und Bastian Schulz ackerten für RB, mussten sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen.

Quelle: GEPA Pictures

Je weiter die Zeit voranschritt, desto verzweifelter rannten die Gastgeber dem Rückstand hinterher. Den finalen Pass spielten die ambitionierten Messestädter jedoch meist zu ungenau, so dass zwingende Torchancen Mangelware blieben. So war es bezeichnend, dass der Ausgleichstreffer der Leipziger in 73. Spielminute aus einem abgefälschten Fernschuss des eingewechselten Pekka Lagerblom resultierte. Timo Rost hätte zehn Minuten vor Schluss nach Flanke von Müller die Führung erzielen können. Sein Kopfball ging jedoch über das Tor.

Für Aufregung sorgte eine Szene in der 84. Minute, die mehr an Flipper als an Fußball erinnerte. Nach einer Ecke köpfte Frahn an die Latte, Kutschke bekam den Ball und schoss, ein Plauener rettete per Fallrückzieher auf der Linie. Nochmals kamen die Leipziger zum Abschluss, doch diesmal hatte der VFC-Schlussmann den Ball. Frahn, Röttger und Kocin vergaben weitere Gelegenheiten zur Führung. So blieb es beim Unentschieden.

Wenig überraschend, dass Gästetrainer Thomas Hoßmang zufrieden war mit dem Remis. „Wir wollten etwas Zählbares mitnehmen, das ist uns gelungen. Obwohl RB besonders in der zweiten Hälfte viel Druck gemacht hat.“ Eine exklusive Meinung vom Spiel dürfte Paul-Max Walther haben. Der Plauener sprach von einem verdienten Unentschieden. „Leipzig hat zwar bis zum Strafraum gut gespielt, Großchancen habe ich jedoch keine gesehen“, sagt Walther, der bis zur 76. Minute von der Bank aus gute Sicht auf das Spiel hatte.

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Höchstarbeit an der Seitenlinie: RB-Trainer Peter Pacult.

Quelle: GEPA Pictures

Auf die Flipper-Szene sechs Minuten vor Schluss konzentrierte sich die magere Spielanalyse von RB-Trainer Peter Pacult. „Der Ball war hinter der Linie. Aber was ich nicht sehen will, sehe ich auch nicht“, grantelte er in Wienerisch. Selbst die Plauener hätten gesagt, dass es ein Tor gewesen ist. Als er auf die Auswechslung von Tom Geißler zur Halbzeit angesprochen wurde, meinte der Österreicher: „Das tue ich nicht kommentieren.“ Man könne den Spieler schließlich selbst fragen, ob er verletzt ist oder ob es ihm gut geht.

RB Leipzig:

Borel - Müller, Sebastian, Franke, Kocin. Schulz (Rost, 59.), Geißler (46. Lagerblom), Röttger, Heidinger (Schinke, 69.), Kutschke, Frahn

VFC Plauen:

Person - Six, Lietz, Hoßmang, Schmidt, Paulick (Thönelt, 81.), Wolf, M. Zimmermann (Walther, 76.), Unversucht, K. Zimmermann (Petrick, 76.), Zeiger

Tore:

0:1 K. Zimmermann (47.), 1:1 Lagerblom (73.)

Schiedsrichter:

Felix Zwayer (Berlin)

Zuschauer:

5137

Robert Berlin

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