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Wilhelmshavens Trainer Steinbach: "Wir können gegen RB nur überraschen"

Wilhelmshavens Trainer Steinbach: "Wir können gegen RB nur überraschen"

Die englische Woche geht weiter: Der SV Wilhelmshaven gastiert am Mittwoch in der Red-Bull-Arena (18.30 Uhr). Die Norddeutschen verloren die vergangene Partie gegen den FC Oberneuland deutlich, RB siegte hingegen beim HSV-Nachwuchs 2:1. SVW-Trainer Wolfgang "Maxe" Steinbach, der früher für den 1. FC Magdeburg gegen den Ball trat, erklärt das Debakel gegen den Bremer Stadtteilklub und spricht mit LVZ-Online über die Chancen gegen die Bullen und den Kampf im Spiel.

Leipzig. Frage: Was war beim 1:5 zu Hause gegen den bis dahin punktlosen FC Oberneuland mit Ihrer Mannschaft los?

Steinbach: Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, aber trotzdem 1:0 in Führung gegangen. Nach 15 Minuten hat meine Mannschaft dann das Spiel aber komplett aus der Hand gegeben und durch einen Fehler den Ausgleich kassiert. Außerdem musste in der 34. Minute Radek Spilacek raus, ein sehr wichtiger Spieler für uns. Zwei rote Karten gab es auch noch gegen uns.

Man muss aber auch sagen: Oberneuland ist nicht so schlecht, wie es deren bisherige Ergebnisse vermuten lassen. Die haben eine individuell richtig starke Mannschaft. Und gegen uns haben sie ihre Chancen gnadenlos genutzt.

Es gab für diese Heimklatsche also kein Straftraining, keine Sonderschichten?

Nein, überhaupt nichts dergleichen. Wir haben ganz normal weiter trainiert. Aber natürlich haben wir die Partie genau analysiert.

Jetzt geht es gegen RB Leipzig. Die Bullen kommen gerade ins Rollen. Wären Sie nicht lieber zu Hause geblieben?

Das ist doch das Schöne am Fußball: Du kannst auf die Fresse fallen wie wir gegen Oberneuland, aber wenn du dann sofort wieder aufstehst, ist es in Ordnung. In Leipzig können wir nur überraschen, niemand erwartet etwas von uns. Wir sind doch der große Außenseiter.

Ein Unentschieden würde Ihnen reichen?

Natürlich. Oder sagen wir mal: Wenn wir eine ordentliche Leistung abrufen und dann trotzdem verlieren, ist es auch in Ordnung.

Wie kommt man gegen RB momentan an? Beißen, kämpfen und rennen?

Das sollte eine Mannschaft eigentlich in jedem Spiel machen: läuferisch an die Grenzen gehen und ein ordentliches und aggressives Zweikampfverhalten an den Tag legen. Aber das klappt natürlich nicht immer. So werden wir es gegen RB aber versuchen - kompakt stehen und eine hohe Laufbereitschaft zeigen. Als Außenseiter ist diese Spielweise legitim. Wir wollen einfach wenig zulassen. Mal gucken, wie sich RB dann anstellt.

Wenn Sie tippen müssten: Welche Mannschaft steht am Saisonende oben? RB oder Chemnitz?

Das wird insgesamt ein heißes Rennen zwischen RB, Chemnitz und Halle. Ich habe aber auch die zweite Mannschaft von Wolfsburg gegen Magdeburg gesehen. Die hat eine ganz, ganz starke Elf. Genauso Hannover II. Ich denke, dass es zwischen diesen fünf Mannschaften entschieden wird. Für alle anderen wird es schwierig, in diese Gruppe vorzustoßen.

Für den SVW zählt nur der Klassenerhalt? Oder geht es Richtung oberes Mittelfeld?

Das obere Mittelfeld ist unser Ziel, aber dafür muss bei uns alles passen. Insgesamt habe ich 18 Mann im Kader. Wir haben einige Verletzte und jetzt auch noch die Ausfälle durch die roten Karten aus dem Oberneuland-Spiel. Das macht die Situation problematisch, und generell ist es schwierig so Konstanz reinzubringen.

Außerdem können wir Ausfälle nicht so leicht kompensieren, da unsere zweite Mannschaft, die in der Landesliga spielt, nicht so stark ist. Da kann ich nicht unbesehen jemanden zu uns hoch holen.    

Interview: Michael Dick

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