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„Wir sind mit einem dreckigen 1:0 zufrieden“ – RB Leipzig will in Havelse nachlegen

„Wir sind mit einem dreckigen 1:0 zufrieden“ – RB Leipzig will in Havelse nachlegen

Henrik Ernst ist richtig gut drauf. Nach seinem ersten Tor für RB Leipzig am vergangenen Sonnabend gegen Wilhelmshaven geht es am kommenden Sonntag mit Rückenwind nach Havelse.

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Henrik Ernst freut sich nach seinem ersten Tor für RB.

Quelle: GEPA Pictures

Leipzig. „Ich freue mich über mein Tor, das hat aber auch einige Zeit gedauert“, so der 25-jährige Allrounder. Für die Bullen war es das 200. Pflichtspieltor in der noch jungen Vereinsgeschichte.

Havelse ist für Ernst so etwas wie die Rückkehr zu seinen Wurzeln. Der in Burgdorf aufgewachsene Spieler kennt viele Akteure der Niedersachsen noch aus gemeinsamen Zeiten bei Hannover 96 II. „Mit Tobi Holm habe ich noch ständig Kontakt über Facebook“, berichtet Ernst. Mit Marco Hausmann und Christoph Beismann hat er sogar drei Titel in Folge geholt.

Bei den Universitätsmeisterschaften in Hannover ließ das Trio den rund anderen 60 Mannschaften keine Chance. „War nicht ganz fair“, gibt Ernst zu, wenn Profis gegen reine Amateure antreten.

Der Mittelfeldspieler hat an der Hochschule sechs Semester Sport- und Englischstudium hinter sich und steht eigentlich kurz vor seinem Bachelorabschluss. „Für Leipzig habe ich mich aber beurlauben lassen, werde jetzt mein Studium vielleicht hier fortsetzen“, verrät Ernst.

Im Mittelpunkt steht für ihn aber zunächst der Aufstieg in die dritte Liga. Sein Tor und der Kantersieg gegen Wilhelmshaven sind für Ernst nur eine Momentaufnahme. „Wir sind am Sonntag auch mit einem dreckigen 1:0 zufrieden“, verrät der Niedersachse und erwartet unter Trainer und Ex-Stürmer André Breitenreiter einen offensiv ausgerichteten TSV.

Havelses Angreifer Christoph Beismann verfolgt die Entwicklung von Ernst und den Roten Bullen genau. „Das war schon eine Hausnummer gegen Wilhelmshaven“, sagt er. Dennoch: Der TSV wolle ein ordentliches Spiel abliefern und am Ende auch etwas Zählbares in den Händen halten.

Trainer Peter Pacult wird sein Team voraussichtlich auf einigen Positionen verändern. „Havelse ist ein anderer Gegner und wir haben dort einen anderen Platz“, sagt der Coach. Möglich, dass Niklas Hoheneder als klassischer Sechser vor der Abwehr von Beginn an aufläuft. „Das Gedränge im Training war im Mittelfeld groß“, berichtet Ernst. Alle wollen spielen, einige RB-Kicker schaffen es aber nicht mal ins erweiterte Aufgebot.

Am vergangenen Wochenende zeigte Trainer Pacult seine soziale Ader: „Ich musste vier Spielern weh tun, die nicht im 18er Kader standen“, sagte er nach dem 8:2-Sieg und meinte damit Pekka Lagerblom, Timo Rost, Max Watzka und Paul Schinke, die nur auf der Tribüne saßen. Auch in dieser Woche hätten alle seine Männer wieder gut trainiert.

Er müsse sich aber nicht dafür entschuldigen, so Pacult, wenn er einen Spieler nicht berücksichtige. „Man muss immer Mensch bleiben“, erklärt der 52–Jährige. Sonst werde ihm viel zu viel über Befindlichkeiten diskutiert. „Das Abklatschen nach einem Spielerwechsel ist nicht das Wichtigste“, sagt der RB-Coach.

Dennoch: Frusterlebnisse sollen die Bankdrücker nicht auf dem Trainingsplatz mit übertriebener Härte aufarbeiten. „ Wir sollen lieber alles auf den Trainer schieben“, verrät Ernst ein Rezept seines Übungsleiters. Eine Blutgrätsche gegen Pacult habe sich aber trotzdem noch niemand getraut, sagt der Mittelfeldstratege mit einem Augenzwinkern.

Die letzte Übungseinheit vor dem Havelsespiel ist für den späten Sonnabendmittag angesetzt, danach geht es mit dem Bus in Richtung Norden. Voraussetzung war allerdings, dass das Spiel überhaupt ausgetragen wird. Am Freitag noch waren die Veranwortlichen der Randhannoveraner skeptisch. „Bei uns regnet es schon den ganzen Tag“, hieß es aus der Geschäftsstelle. Die Platzkommission tagte am Sonnabendvormittag und entschied: Es kann gespielt werden. Anpfiff im Wilhelm-Langrehr-Stadion ist um 13.30 Uhr.

Matthias Roth/chl

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