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Zweiter Sieg in dieser Woche für RB Leipzig - Schinke trifft doppelt

Zweiter Sieg in dieser Woche für RB Leipzig - Schinke trifft doppelt

Leipzig. Fußball-Regionalligist RB Leipzig hat auch das zweite Heimspiel in dieser Woche gewonnen. Nach dem 4:0 am Mittwoch gegen die Reserve von Eintracht Braunschweig gewannen die Bullen am Sonntag im Spiel gegen die zweite Mannschaft des Hamburger SV mit 3:0. Mit zwei Freistoßtoren hatte RB Leipzigs Paul Schinke maßgeblichen Anteil an dem Heimerfolg.

Leipzig. Kurz vor Ende der Partie erhöhte Torjäger Daniel Frahn auf 3:0.

RBL-Trainer Tomas Oral zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, vergaß aber auch den Blick auf die Tabelle nicht. „Super Wetter, schöner Rasen, 3:0 gewonnen. Trotzdem haben wir einen großen Punkteabstand zur Tabellenspitze.“

Er hatte die gleiche Startelf wie am Mittwoch gegen Braunschweig auf den Rasen geschickt. In der Anfangsphase erarbeitete sich der HSV eine leichte optische Überlegenheit. Oral begründete das später mit der Müdigkeit seiner Mannschaft nach den englischen Wochen.

Der erste Schussversuch der Hamburger nach elf Minuten ging jedoch deutlich drüber. Kurz darauf tauchte dann RBL-Stürmer Frahn erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Kasten auf. Eine verunglückte Kopfballrückgabe von Muhamed Besic landete bei Frahn, doch der brachte den Ball nicht mehr unter Kontrolle. Bei der anschließenden Ecke scheiterte Daniel Rosin mit seinem Kopfball knapp – HSV-Torwart Alexander Meyer rettete auf der Linie.

Die Leipziger gewannen anschließend die Kontrolle über das Spiel. Nach einer Viertelstunde verpasste Carsten Kammlott eine scharfe Hereingabe von Rockenbach da Silva. Die Hamburger waren zwar technisch stark, hatten jedoch Probleme im Zusammenspiel. Nur bei schnellen Kontern stellten sie die Leipziger hin und wieder vor Probleme. Auffälligster Gästespieler war Reagy Baah Ofosu.

Nach 20 Minuten flachte das Spiel vor 2389 Zuschauern etwas ab. Viele Ungenauigkeiten im Passspiel beider Mannschaften verhinderten ein gepflegtes Offensivspiel. Die Fans von RBL ließen sich von der ereignisarmen Partie jedoch nicht die Laune verderben und sangen unentwegt weiter.

Das Führungstor der Leipziger resultierte dann auch wenig überraschend aus einer Standardsituation. In der 36. Spielminute wurde Kammlott 19 Meter vor dem Tor der Hamburger gefoult. Schinke nutzte die Gelegenheit und netzte den Ball mit einem schönen Schuss ins rechte Eck ein. Wenig später sollte der Leipziger erneut im Mittelpunkt stehen. Sein Freistoß aus dem rechten Halbfeld verpassten in der 42. Minute alle Leipziger und Hamburger Spieler. Die Kugel senkte sich gemächlich ins Hamburger Tor, vorbei am verdutzten HSV-Schlussmann – es stand 2:0. 

Verzichten musste Oral auf Timo Rost. Der Mittelfeldmann war im Abschlusstraining umgeknickt, verspürte einen Stich in der Wade und befürchtet nun einen Muskelfaserriss. Die genaue Diagnose soll nach einer Untersuchung am Montag folgen. Rost hatte so Zeit sich in der Halbzeitpause zum Oberrang aufzumachen. Dort stand er den Machern des RB-Fanradios für deren Übertragung im Internet Rede und Antwort.

Dort räumte er mit einer Legende auf, dass die Chemie im Team nicht stimme. „Wir sind eine intakte Mannschaft und verstehen uns richtig gut“, sagte er. Alles andere sei Quatsch.

Bis zum Saisonende wolle die Truppe noch einmal richtig Gas geben und ärgere sich mit Blick auf die Tabelle über die verlorenen Spiele gegen Kiel und Magdeburg. Mit sechs Punkten mehr auf dem Konto hätten die Bullen jetzt nur noch fünf Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Chemnitz.

Nächstes großes Ziel sei ein Sieg im Sachsenpokal beim FC Sachsen am 6. April im Alfred-Kunze-Sportpark, sagte Rost und verschwand zurück zum Team, um die zweite Hälfte zu vefolgen.

Nach dem Seitenwechsel starteten beide Teams unverändert. Die Leipziger waren gleich voll da, bei einem Konter verzog Frahn jedoch aus 15 Metern, nachdem er sich zuvor schön gegen seinen Bewacher durchgesetzt hatte. In der 54. folgte nochmal ein Aufbäumen der Hamburger. Ein abgefälschter Freistoß von Besic landet am Lattenkreuz. Kurz darauf scheitert Ofosu mit einem Schussversuch.

Es entwickelte sich jetzt ein munteres Spielchen, weil beide Teams schneller den Weg nach vorne suchten. Nach einer Stunde hatte Kammlott die Möglichkeit, einen feinen Konter zum 3:0 abzuschließen. Alexander Meyer reagiert jedoch stark und parierte seinen Schuss. Allein Kammlott hätte zwei Tore machen können. „Das Glück hat heute gefehlt. Wir können es noch besser machen“, sagte er nach dem Spiel.

Unfassbar die Chance von Rockenbach in der 68. Spielminute: Nachdem sich Kammlott schön gegen zwei Gästespieler durchgesetzt hatte und von der Grundlinie auf den Brasilianer passte, musste der eigentlich nur noch ins leere Tor einschieben. Der Ball segelte jedoch drüber.

In der Schlussphase der Partie verpasste RBL mehrfach, den Spielstand zu erhöhen.Erst mit dem Abpfiff erzielte Frahn doch noch das 3:0. Seinen ersten Schussversuch konnte HSV-Schlussmann Meyer noch abwehren, beim Nachschuss war er machtlos. Über sein elftes Saisontor war der junge Stürmer glücklich, über seiner Leistung insgesamt weniger. „Ich war nicht so richtig im Spiel“, sagte er. Dafür freute er sich mit dem zweifachen Torschützen Paul Schinke. „Das hat er super gemacht.“

Insgesamt zeigte sich der RBL-Trainer nach dem Spiel zufrieden, vergaß aber auch den Blick auf die Tabelle nicht. „Super Wetter, schöner Rasen, 3:0 gewonnen. Trotzdem haben wir einen großen Punkteabstand zur Tabellenspitze.“

Der Trainer der Hamburger Gästemannschaft, der frühere Bundesliga-Profi Rodolfo Cardoso, gratulierte den Leipzigern zum Erfolg. „Sie waren die effektivere Mannschaft, deswegen fahren wir mit leeren Händen nach Hause. Das erste Tor hat meinem jungen Team das Genick gebrochen.“

Von einer unglücklichen Niederlage sprach Hamburgs Mittelfeldspieler Christian Groß. „Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht. Ansonsten wäre heute mehr drin gewesen.“

Unklar ist, wie schwer sich Leipzigs Maximilian Watzka verletzt hat. Er musste in der 85. mit einer Trage vom Platz, nachdem er erst fünf Minuten zuvor eingewechselt worden war. Tomas Oral sagte: „Er ist im Rasen hängen geblieben und hat sich am Knie verletzt. Das wird wohl was Größeres sein.“

Die Leipziger Bullen haben kaum Zeit, sich zu erholen. Schon am Mittwoch tritt die Mannschaft von Tomas Oral zum Punktspiel beim TSV Havelse an.

RB Leipzig:

Gäng - Sebastian, Hertzsch, Kläsener, Franke – Baier (77. Laas), Rosin, Kammlott, 

Rockenbach (80. Watzka, 84. Kutschke), Schinke – Frahn

Hamburger SV II:

Meyer - Besic, Brügmann, Maier (63. Sternberg), Leschinski - Groß, Lam,

Kocabas, Winkel (76. Nagy) - Kazior, Ofosu

Tore:

1:0 Schinke (36.), 2:0 Schinke (42.), 3:0 Frahn (90.)

Zuschauer:

2389

Robert Berlin

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