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Alexander Sorge: „Wir müssen auch mal dazwischen hauen“

Interview mit dem U23-Kapitän Alexander Sorge: „Wir müssen auch mal dazwischen hauen“

Die U23 von RB Leipzig rangiert nach vier Spielen in der Regionalliga auf einem für sie ungewohnten 12. Platz. Im Spiel gegen Nordhausen am vergangenen Wochenende flog Kapitän Alexander Sorge bereits nach nur einer Minute vom Platz. Ein Interview über Anpassungsschwierigkeiten und den Saisonstart.

Filigraner Antritt: U23-Kapitän Alexander Sorge im Spiel gegen Optik Rathenow.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Der Kapitän der RBL-U23, Alexander Sorge (22), spricht über Anpassungsschwierigkeiten an die Regionalliga, den mäßigen Saisonstart und Platzverweise.

Herr Sorge, Sie standen am Sonnabend gegen Nordhausen (0:3) nur eine Minute auf dem Platz, mussten mit Rot runter. War die Karte berechtigt?

Alexander Sorge: Es gab eine ganz leichte Berührung mit meinem Gegner. Den Elfmeter kann man vielleicht geben, aber da ein Mitspieler in der Nähe stand und ich nicht letzter Mann war, ist die Rote Karte aus meiner Sicht zu hart.

Drei Platzverweise hintereinander kassierte die U23. Schon mal erlebt so etwas?

Nein, so eine Pechsträhne noch nicht. Ich sage Pech, weil zwei der drei Karten eher fragwürdig waren.

Am Mittwoch (19 Uhr) in Neustrelitz ist es demnach das erste Ziel, dass beim Schlusspfiff elf Mann auf dem Rasen stehen?

Nein, das erste Ziel sind die drei Punkte. Die wollen wir mitnehmen.

Die wären nach bisher vier Zählern aus vier Spielen wichtig. Verpatzter Auftakt?

Wir sind ganz klar nicht zufrieden. Dass die Liga schwer ist und wir uns als Mannschaft nach den ganzen Ab- und Zugängen erst finden müssen, war zu erwarten. Aber wir wollen in der Tabelle nicht dort bleiben, wo wir uns derzeit befinden (Platz 12 - d. Red.).

Ist der Unterschied zur Oberliga groß?

Auf jeden Fall. Die Gegner sind robuster, haben sogar teils Erst- und Zweitligaerfahrung und legen eine härtere Gangart an den Tag. Alles ist noch professioneller. Wir müssen mit unseren vielen jungen Spielern noch mehr dagegenhalten und nicht nur schön spielen, sondern auch mal dazwischen hauen - mit fairen Mittel natürlich.

Hört ein 17- oder 18-Jähriger eigentlich auf seinen 22-Jährigen Kapitän?

Na klar. Ich bin ein Freund davon, dass sich jeder einbringt, aber es muss auch klare Hierarchien geben, sonst würde eine Mannschaft nicht funktionieren. Außerdem gibt es mit Henrik Ernst, Alexander Siebeck oder René Legien weitere Führungsspieler.

Ist es Ihr großes Ziel, mit der U23 in die 3. Liga aufzusteigen?

Ich möchte so hochklassig spielen wie möglich. Ich habe den Anspruch, mich immer weiter zu verbessern. Und mein großer Traum ist es natürlich, irgendwann mal mit der ersten Mannschaft in der vollen Arena aufzulaufen.

Thomas Fritz

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