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Der frühe Vogel bleibt im Nest: RB-Coach vor drittem Aufstieg und neuem Vertrag

Der frühe Vogel bleibt im Nest: RB-Coach vor drittem Aufstieg und neuem Vertrag

 Leipzig. Als Tino Vogel anno 2009 Cheftrainer der just in die Welt gesetzten Rasenballer wird, kickt Frahn beim SV Babelsberg, rollt die berühmte Dose gemächlich durch die fünfte deutsche Liga, trägt RB seine Heimspiele im kleinen Markranstädter Stadion am Bad aus.

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U-23-Trainer Tino Vogel

Quelle: Christian Modla

Im Mai 2010 steht der Aufstieg in die Regionalliga fest. Mit 80 von möglichen 90 Punkten. Einen Tag später ist Cheftrainer Vogel Ex-Cheftrainer. Auf Geheiß von Red-Bull-Fußball-Boss Didi Beiersdorfer. Tomas Oral kommt.

Vogel sagt damals: „Die Entscheidung hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Aber irgendwo habe ich sogar ein bisschen Verständnis für Herrn Beiersdorfer. Red Bull, das ist ein Imperium, da muss schnell Erfolg her, da müssen auch Namen her.“ Vogel bleibt bei RB, macht die Fußball-Lehrer-Lizenz, wird U19-Coach, übernimmt später die U23. Alles mit großem Erfolg.

Die Revolution frisst ihre Kinder, von den Männlein/Weiblein der ersten RB-Stunde schaffen es nur wenige bis in die 2. Liga. Ex-Profi Ingo Hertzsch ist Fanbetreuer, Ronny Kujat Scout, Anja Strobel gehört zum Team der Physiotherapeuten. Perry Bräutigam ist Torwarttrainer, Benny Bellot Nummer zwei hinter Fabio „Gerd Müller“ Coltorti.

Tino Vogel, 46, trainiert die U23. Sein Co ist Ex-Profi Olaf Holetschek, 46.

Am Sonntag kann Vogel auf der Couch Meister werden und in die höchst attraktive Regionalliga aufsteigen. Es wäre nach den Aufstiegen mit den Profis 2010 und der U23 (2014) der dritte Aufstieg für den bekennenden Andrea-Berg-Fan. Die Chefetage hat mit Vogel/Holetschek noch nicht über den auslaufenden Vertrag gesprochen. Wiederholt sich krude 2010er Geschichte?

Nein. Laut LVZ-Informationen wird RB in Kürze mit beiden Herren verlängern. Sportdirektor Ralf Rangnick, 56, liefert die Gesprächsgrundlage: „Es ist keineswegs selbstverständlich, dass unsere U23 so klar auf Platz eins steht.“ Das sei, so Nachwuchschef Frieder Schrof, 60, „vor allem ein Verdienst der Trainer“. Wir halten fest: Der ewige Bulle heißt Vogel und bleibt im Nest.

Perspektivisch soll der Unterbau der Profis hoch in die dritte Liga. Dazu braucht es junge, dynamische Fußballer. Und es braucht gut abgehangene Fußballer, die vorneweg gehen. Männer wie RB-Profi Henrik Ernst. Der 28-jährige Defensivspieler ist ein Muster-Profi, hat sich nach Knieverletzung wieder in Form gebracht. Der Hüne Ernst könnte den jungen Vögeln als Mutter der Kompanien den Weg ins Glück weisen.

Guido Schäfer

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