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„Solche Spiele bringen die Jungs weiter“

Lob nach dem Halbfinal-Aus „Solche Spiele bringen die Jungs weiter“

Zwei Niederlagen gab es für die A-Junioren von RB Leipzig im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gegen Hoffenheim. Dennoch herrscht bei den Verantwortlichen Zufriedenheit mit der Nachwuchs-Bilanz.

Szene aus Spiel eins des Halbfinales gegen Hoffenheim in der Red Bull Arena.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Auf der Heimfahrt aus Hoffenheim war es sehr still im Bus von RB Leipzig. „Die Jungs sind müde vom Spiel. Nach so einer intensiven Partie am späten Abend kann man nie wirklich gut schlafen“, sagte Frank Leicht. Allerdings fügte der Trainer der im DM-Halbfinale zweimal knapp mit 2:3 an der TSG Hoffenheim gescheiterten Leipziger A-Junioren an: „Die Stimmung bei den Jungs ist wieder gut. Natürlich gehen mit dem Schlusspfiff die Köpfe erst einmal nach unten. Die Chance, ein Bundesliga-Finale zu erreichen, hat man nicht so oft in seiner Karriere. Aber unsere Mannschaft hat alles gegeben, wir haben Leipzig sehr gut ins Bild gerückt. Letztlich überwiegen die positiven und freudvollen Ereignisse dieser Saison. Solche Spiele bringen die Jungs weiter - darum geht es.“

Ähnlich hatte sich der RB-Nachwuchs-Chef geäußert. „Der Trost ist die Erkenntnis, dass die Jungs super gespielt haben“, sagte Frieder Schrof: „Wenn man bedenkt, dass wir erst seit zwei Jahren Jugendarbeit auf hohem Niveau betreiben und schon jetzt die deutsche Spitze ins Wanken bringen, dann ist das für unseren Verein eine tolle Geschichte.“

Frank Leicht schaute über den Tellerrand seiner U19, als er betonte: „Wir haben als Verein das Optimum herausgeholt. Die U23 steigt problemlos in die Regionalliga auf und wird im Sommer die Jungs aus dem 96er Jahrgang integrieren. Mit der U17 haben wir im Halbfinale im Juni ein weiteres Eisen im Feuer. Und auch die Mannschaften ab der U16 abwärts haben eine tolle Saison gespielt.

Vor allem die 10, 15 Minuten nach der Pause, als RB das 0:1 in ein 2:1 drehte und mehrfach das 3:1 auf dem Fuß hatte, beeindruckte am Montag Tausende an den Bildschirmen. „Da hat die Mannschaft Charakter gezeigt und eine außergewöhnliche Energieleistung abgerufen. Nach guten Ansätzen in der ersten Hälfte sind wir nach der Pause noch einen Tick frecher aufgetreten“, erklärte Frank Leicht: „Es spricht Bände, wenn die Gastgeber hinterher ihren Torhüter als besten Mann auf dem Platz bezeichnen. Wer weiß, was passiert wäre, wenn der Fußball-Gott am Montag ein Leipziger gewesen wäre...“

In den kommenden Wochen wird die U19 von RB noch einige Schwerpunkte im athletischen Bereich setzen, ehe die Spieler mindestens drei Wochen regenerieren sollen. Für die U23 von Trainer Tino Vogel beginnt die Vorbereitung bereits Ende Juni. Die beiden Österreicher aus dem U19-Team - Torhüter Alexander Schlager und Elvis Osmani - wechseln in die erste Liga in ihre Heimat. Zudem wird RB im Sommer noch einige Nationalspieler abstellen: Lukas Klostermann, Patrick Strauß und der gebürtige Zwenkauer Sören-Kurt Reddemann hoffen auf eine Einladung zur U19-EM. Patrik Dzalto bestreitet mit den kroatischen Junioren ein Turnier in Katar. In dieser Woche fiebert RB mit Vitaly Janelt bei der U17-EM. Wenn der Mittelfeldmann aus Bulgarien heimkehrt, gilt seine ganze Konzentration der nächsten Halbfinal-Chance der Rasenballer: Am 3. und 7. Juni trifft die U17 auf Titelverteidiger Borussia Dortmund.

Frank Schober

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