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Meuselwitz bricht den Bann und stutzt beim 3:0 RB Leipzigs U23 die Hörner

Niederlage in der Regionalliga Meuselwitz bricht den Bann und stutzt beim 3:0 RB Leipzigs U23 die Hörner

Während RB Leipzig gegen Werder Bremen einen überzeugenden Bundesliga-Sieg feierte, gab es für die U23 der Messestädter nichts zu lachen. Beim vor allem kämpferisch starken ZFC Meuselwitz unterlag das Team von Trainer Robert Klauß 0:3 (0:2).

Nach dem 3:0 von Rufat Dadashov brachen beim ZFC Meuselwitz alle Dämme.

Quelle: Jens Paul Taubert

Meuselwitz. Zehn Spieltage lang ist Regionalligist ZFC Meuselwitz dem ersten Saisonsieg hinterher gehechelt. Am Sonntag, am elften Spieltag, ist der gordische Knoten endlich geplatzt. Mit einer tollen Mannschaftsleistung hat die Truppe von Trainer Heiko Weber vor 528 Zuschauern den Jungbullen von RB Leipzig II die Hörner gestutzt und völlig verdient mit 3:0 gewonnen.

Und die Partie gegen die super ausgebildete U23 des Bundesligisten aus der Messemetropole zeigte einen völlig veränderten ZFC als oftmals bei früheren Auftritten, speziell in der Bluechip-Arena. Ja, die Hausherren wollten am Sonntag unbedingt den erlösenden ersten Dreier holen und setzten schon beizeiten die erste Duftmarke: In der vierten Minute schickte Rufat Dadashov den heraneilenden Yves Brinkmann, der aber freistehend an RB-Keeper Benjamin Bellot scheiterte. In diesem Stil ging es munter weiter, obwohl die Leipziger mit Terrence Boyd und Zsolt Kalmar zwei Akteure in ihren Reihen hatten, die zum Kader der ersten Mannschaft von RB gehören.

Trotzdem: Eine geraume Zeit spielte sich die unter der Leitung von Schiedsrichter Steffen Hösel aus Magdeburg stehende Partie vorwiegend im Mittelfeld ab. Chancen waren auf beiden Seiten vorerst Mangelware, wenngleich die Meuselwitzer an diesem Fußballsonntag entschlossener wirkten.

Diese Entschlossenheit wurde in der 23. Minute belohnt, als ein langer Pass beim überragenden Andy Trübenbach landete und der eiskalt sowie mit Übersicht am Keeper vorbei ins lange linke Eck des RB-Tores zur umjubelten 1:0-Führung traf.

Kommt jetzt wieder dieser ominöse Knick im ZFC-Spiel, fragte sich mancher Fan im Rund. Nun, er kam nicht. Auch weil die Defensivabteilung der Hausherren an diesem Tag wieder einmal bestens stand und alle RB-Vorstöße früh im Keim erstickte. Selbst der so erfahrene US-Nationalspieler Terrence Boyd, der durch so manche harte Attacke auffiel, sah kaum einen Stich.

Anders die Meuselwitzer, die auch nach dem verletzungsbedingtem Aus von Yves Brinkmann in der 43. Minute keineswegs einen Einbruch erlebten, sondern gleich darauf die richtige Antwort gaben. In der 45. Minute flankte Janik Mäder fein erneut auf Trübenbau, der sein zweites Ding machte und die 2:0-Pausenführung herstellte.

Und auch im zweiten Durchgang blieb der ZFC dank seiner betont kämpferischen, aber nie unfairen Spielweise gegen immer mehr resignierende Leipziger tonangebend. Noch dazu, wo es endlich auch Rufat Dadashov aus dem Spiel heraus klingeln ließ. In der 58. Minute spitzelte er in einer scharfe Hereingabe und traf zum 3:0 und damit dem Endstand.

Denn die Meuselwitzer spielten die verbleibende Zeit jetzt ganz cool runter und hatten in einem wahren Spielrausch sogar noch zahlreiche Gelegenheiten, um dieses Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben.

Aber das wäre am Ende dann vielleicht doch um das eine oder andere Törchen zu hoch ausgefallen. Aber auch dieses 3:0 war aller Ehren wert und der Jubel sowohl bei den Spielern als auch dem Publikum groß.

„Kampfeswille schlägt fußballerische Qualität“, meinte RB-Trainer Robert Klauß nach der Partie und wollte damit keineswegs die Leistung des ZFC klein reden. „Im Gegenteil, der ZFC-Sieg war heute hoch, hochverdient, meinen Glückwunsch. Wir wollten zwar nicht die ersten sein, gegen die die Meuselwitzer einen Dreier einfahren, aber heute hat es uns doch erwischt“, sagte er. Das habe auch daran gelegen, dass sein Team gegen den ZFC mit seiner kampfbetonten Spielweise nie die nötigen Mittel fand. „Wir haben gut ausgebildete und talentierte Spieler. Aber nur mit Fußball allein gewinnt man so eine Partie nicht.“

Sein Gegenüber Heiko Weber strahlte hingegen: „Zuschauer und Spieler haben lange auf diesen Erfolg gewartet. Unsere Ergebnisse der zurückliegenden Spiele haben sicher nicht immer widergespiegelt, was das Team zu leisten vermag. Heute hat es sich endlich belohnt. Ich bin froh, in einem Verein arbeiten zu dürfen, in dem trotz der schwierigen Situation so eine Ruhe herrscht.“

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