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RB Leipzig will noch jüngere Spieler holen – Bedingungen wie bei den Bundesligaprofis

Abmeldung U23 RB Leipzig will noch jüngere Spieler holen – Bedingungen wie bei den Bundesligaprofis

Die Abmeldung der zweiten Mannschaft von RB Leipzig sorgt für Furore. Am Freitag erklärte Sportdirektor Ralf Rangnick die Gründe für die überraschende Entscheidung und sprach über die künftige Ausrichtung im Nachwuchs.

Sportdirektor Ralf Rangnick will künftig noch jüngere Spieler nach Leipzig locken.

Quelle: Picture Point

Leipzig. Ralf Rangnick hat es erwischt: Verschnupft saß er am Freitag im Trainingszentrum von RB Leipzig vor der Presse. Doch das lag schlicht an seiner Erkältung, nicht an der Entscheidung, im Nachwuchs von RB Leipzig neue Strukturen zu schaffen.

Der Entschluss, die U23 nach dieser Saison abzumelden, sei über Monate gereift. Sein früherer Standpunkt, dass eine zweite Mannschaft Sinn macht, habe sich laut Rangnick geändert, weil „Aufwand und Ertrag in keinem vernünftigen Verhältnis mehr stehen.“

Die Talente sollen künftig aus der Jugendschmiede der U19 und U17 ohne Zwischenstepp in den Bundesligakader kommen. „Durch die schnelle Entwicklung der ersten Mannschaft müssen Spieler wirklich absolute Ausnahmetalente sein, wenn sie den Sprung zu den Profis schaffen wollen“, meint Rangnick.

Athletikcoach, Physio und Psychologe für jedes Nachwuchsteam

RB Leipzig will beim Scouting künftig noch stärker darauf achten, hochbegabte und junge Spieler im Alter ab 15 Jahren an den Cottaweg zu lotsen. Als Beispiel nennt Rangnick Verteidiger Dayot Upamecano, der mit 16 Jahren vom Sportdirektor nach Salzburg geholt wurde und sich zwei Jahre später im Bundesligakader der Leipziger wieder findet.    

Durch die Abmeldung der U23 rücken die U19 sowie die U17 stärker in den Fokus. Rangnick will, dass die Arbeit im Nachwuchs weiter professionalisiert wird. Ab der U15 sollen alle vier Nachwuchsteams ähnlich wie die Profis aufgestellt werden: Mit eigenem Athletiktrainer, Physiotherapeut und Sportpsychologe.

Zukunft der U23-Spieler und Mitarbeiter

Trotz der Auflösung der U23 wird es im Nachwuchs von RB Leipzig keine Entlassungen von Trainern oder Betreuern geben, verspricht Rangnick. Wieviele Spieler der zweiten Mannschaft im Verein bleiben, soll in den nächsten Wochen entschieden werden.

„Das hängt auch von deren Entwicklung ab. Sie haben noch ein paar Monate, um sich anzubieten“, meint der Sportdirektor. Gute Karten haben Akteure wie Dominik Franke oder Kamil Wojtkowski, die bereits regelmäßig mit den Profis trainieren. Alle, die aus dem Alters- und Leistungsraster fallen, will der Verein auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber unterstützen. Es hätten sich bereits Vereine gemeldet, die Interesse an einer Kooperation oder an Spielern haben.

Mehr Leihgeschäfte

Fußballer aus der U23, die noch einen Vertrag besitzen, werden ab Sommer ausgeliehen oder verkauft. So soll das auch künftig bei den U19-Spielern geschehen, wenn sie den Sprung zu den Profis nicht schaffen. Künftig will RB Leipzig viele talentierte Spieler an Zweit- oder Drittligisten verleihen, um ihnen Spielpraxis zu ermöglichen und eventuell später wieder zurück zu holen.

Keine Zukunft im Verein gibt es hingegen für Frank Leicht. Der 44-Jährige betreute bis zum vergangenen Sommer die U19 und wechselte dann in den Scoutingbereich des Vereins. In der kommenden Saison muss er sich einen neuen Arbeitgeber suchen.

Auf der Suche ist auch der SV Markranstädt: Denn mit der Abmeldung der U23, die ihre Regionalligaspiele im Stadion am Bad bestritt, gehen dem Verein ein lukrativer Mieter und einige Einnahmen verloren. Die Geschichte von der Gründung 2009 dank des Clubs ist oft genug erzählt worden.     

Aufstellung ab Sommer 2017 im RB-Nachwuchs

U19-Trainer: Gerhard Strube (derzeit U16-Trainer in Salzburg)

U17-Trainer: Robert Klauß (bewirbt sich zur Teilnahme am nächsten Fußballlehrer-Lehrgang)

U16- und U15-Trainer: noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen

Sportlicher Leiter U15 bis U19: Achim Beierlorzer

Sportlicher Leiter U8 bis U15: Thomas Albeck

Nachwuchs- und Akademieleiter: Frieder Schrof

Anne Grimm

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