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RBs U19-Kapitän Fridolin Wagner und das Jahr, von dem viele kaum zu träumen wagen

RBs U19-Kapitän Fridolin Wagner und das Jahr, von dem viele kaum zu träumen wagen

Er ist zarte 17 und blickt auf ein Jahr zurück, von dem die junge Fußballer kaum zu träumen wagen: Fridolin Wagner nennt beim Aufzählen der Highlights zuerst den Finaleinzug mit RB um die deutsche B-Jugend-Meisterschaft.

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Felix Passlack (l., BVB) gegen Fridolin Wagner (RB).

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Dann das Debüt im Profiteam von Alexander Zorniger im Test gegen Rubin Kasan. Ebenso traumhaft: Seine ersten U18-Länderspiele für den DFB in Spanien gegen die US-Boys, wobei der Leipziger in der zweiten (siegreichen) Partie durchspielen durfte und von DFB-Trainer Guido Streichsbier als positive Überraschung bezeichnet wurde.

Bei all den Höhepunkten geht fast unter, dass er im Herbst sein erstes Oberliga-Spiel für RB II bestritt und im Sommer von Frank Leicht zum Kapitän der Bundesliga-A-Junioren ernannt wurde. Wagner ist als kommunikativer Typ der ideale verlängerte Arm des Coaches, auf dem Platz übernimmt er seit jeher das Kommando.

Das 0:1 im Finale im Juni gegen Dortmund nagt noch ein wenig am Blondschopf: “70 Minuten war der BVB besser, am Ende hätten wir den Ausgleich machen können. Ich hoffe, dass ich in der A-Jugend noch mal die Chance bekomme, Deutscher Meister zu werden.“ Voll des Lobes ist er über Trainer Leicht: „Er vermittelt uns Disziplin und bereitet uns auf die Härten auf dem Weg zum Profi vor.“ Der Mittelfeld-Akteur ist ganz Teamplayer: „Vorlagen sind für mich wie Tore. Ich kann sehr gut fünf Wochen ohne eigenen Torerfolg leben, solange wir kein Gegentor bekommen.“

Eine andere Sportart kam für ihn nie in Frage. Als die Mama ihn anfangs beim Turnen anmeldete, ging er nach dem zweiten Mal nicht mehr hin. Und beim Tennis wurde Klein-Frido vom Trainer rausgeworfen: „Ich habe die Tennis-Bälle immer mit dem Fuß getreten.“ Er ging schon als Dreijähriger mit seinem Vater in die heutige Red-Bull-Arena, fieberte später mit seinem 1. FC Lok im Derby gegen Chemie. Der Wechsel zu RB in der C-Jugend fiel ihm nicht leicht. „Ich war sehr verbunden mit Lok und dachte, ich muss dem Verein treu sein. Doch zusammen mit meinem Vater war mir klar: Der Wechsel ist der beste Schritt, um mich optimal weiterzuentwickeln.“

Die Familie sei für ihn der große Rückhalt. „Meine Eltern und meine beiden Schwestern interessieren sich für mich als Mensch und nicht für den Spieler.“ Sie achten auch darauf, dass er sein Ziel, das Abitur 2016 besser als mit 2,5 zu schaffen, nicht aus den Augen verliert. Danach will er BWL oder Jura studieren - eventuell im Fernstudium. Denn Fridolin weiß genau: Die Fußball-Karriere kann nach einer schweren Verletzung schnell zu Ende sein.

Frank Schober

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