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Ausgerechnet beim Kellerkind: RB Leipzig verliert erste Bundesligapartie

Fußball Ausgerechnet beim Kellerkind: RB Leipzig verliert erste Bundesligapartie

Die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte hat sich Trainer Ralph Hasenhüttl anders vorgestellt. RB Leipzig unterliegt am Samstag nicht unverdient beim Schlusslicht und büßt damit auch die Tabellenführung ein.

Leipzig/Ingolstadt. Am 14. Spieltag ist die unglaubliche Serie von RB Leipzig gerissen. Ausgerechnet beim Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt muss der Aufsteiger nach acht Siegen und 13 Spielen ohne Niederlage seine erste Pleite in der Bundesliga einstecken. Durch das 0:1 (0:1) bei den „Schanzern“ treten die Roten Bullen den Platz an der Sonne wieder an den FC Bayern München ab, der einen ungefährdeten 5:0-Sieg gegen Wolfsburg feiert.

In einer hitzigen Partie hat RB Leipzig am Sonnabend gegen Ingolstadt trotz guter Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit seine erste Saisonniederlage eingesteckt.

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Benno Schmitz ist nach seiner Schädelprellung und der Auswechslung beim 2:1-Sieg gegen Schalke wieder hinten rechts dabei und RB Leipzig damit zum dritten Mal in Folge mit der gleichen Startaufstellung. Doch die eingespielte Truppe hat von Beginn an Mühe, gegen die mit einer Fünferkette agierenden Ingolstädter ins Spiel zu finden. Hasenhüttl wirkt an der Seitenlinie unruhig.

Die böse Vorahnung bestätigt sich in der zwölften Minute. Ausgerechnet Anthony Jung, der im Sommer von Leipzig nach Ingolstadt ausgeliehen wurde, bereitet das 1:0 vor. Seinen Freistoß von der rechten Seite verlängert Verteidiger Roger per Kopf ins lange Eck zum 1:0. Die Roten Bullen geraten damit zum dritten Mal in dieser Saison in Rückstand. "Wir haben versucht dagegen zu halten, aber der Gegner hat es geschafft, uns sein Spiel aufzuzwingen", gestand ein unzufriedener RB-Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem Spiel.
 
Ex-RB-Spieler Jung bereitet Siegtor vor

Auch die erste gute Chance der Gäste entsteht durch einen Standard. Nach einem Freistoß in der 20. Minute von Forsberg schiebt Halstenberg den Ball aus spitzem Winkel knapp am Tor vorbei. Nicht leicht ist es vor allem für Timo Werner – der wird nach seiner Schwalbe am vergangenen Wochenende bei jedem Ballkontakt von den Ingolstädter Fans ausgepfiffen.
 
Das Duell zwischen dem Ersten und Letzten der Bundesliga ist wahrlich kein Fußball-Leckerbissen. Viele Fouls, Stückwerk auf beiden Seiten – dafür wird um jeden Zentimeter gekämpft. Nach einer halben Stunde steht gerade mal ein Torschuss in der Statistik der Leipziger. Ingolstadt verhindert durch eine starke Zweikampfführung und frühes Pressing auch bis zur Pause geschickt das gefürchtete Tempospiel des Hasenhüttl-Teams.
 
Turbulente Schlussphase

Vor den Augen der 1800 mitgereisten Leipzig-Fans taucht Sabitzer in der 53. Minute nach Pass von Keita frei vor FCI-Keeper Hansen auf. Doch bevor der Österreicher abschließen kann, grätscht ihn ein Verteidiger von hinten um. Sieht sehr nach Elfmeter aus – der Pfiff kommt nicht. Dafür muss Ingolstadts Torwart, der in der Situation getroffen wird, ausgewechselt werden.

Hasenhüttl probiert es auf der Leipziger Seite mit der Joker-Variante, bringt Oliver Burke nach einer knappen Stunde für den unauffälligen Yussuf Poulsen, ab der 70. Minute darf Davie Selke für Werner ran. Aber der Druck im Angriff wird nur selten größer.
 
Forsberg bekommt kurz vor Schluss noch einen Hochkaräter – doch der Schwede schießt aus vier Metern am Tor vorbei. Gerade mit Blick auf diese Szene bilanzierte Hasenhüttl: "In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht und hatten zwei hunderprozentige Chancen. Aber es gibt spiele, da geht der abll eben nicht rein."

Ingolstadts Mathew Leckie fliegt in der Nachspielzeit noch mit Gelb-Rot wegen Fouls und einem weggeschossenen Ball vom Feld. Doch das ändert nichts am Spielausgang. Es bleibt ein gebrauchter Tag für die Gäste.

"Das tut unserer Weihnachtsfeier heute Abend sicher gut", kommentiert Münchens Thomas Müller die Leipziger Niederlage, durch die Bayern die Tabelle nun wieder anführt. Vorstand Karl-Heinz Rummenigge bietet sogar an, Weißwürste und Bier als Dankeschön nach Ingolstadt zu schicken.

Anne Grimm, chg
 
Statistik:
RB: Gulácsi – Orban, Sabitzer, Keita, Poulsen (55. Burke), Forsberg, Werner (70. Selke), Ilsanker, Schmitz, Halstenberg, Demme
FCI: Hansen (58. Nyland) - Jung, Morales, Leckie, Roger, Groß (85. Hinterseer), Lezcano (64. Hartmann), Tisserand, Hadergjonaj, Matip (C), Cohen
Tore: 0:1 Roger (12.)
Zuschauer: 15.200 (ausverkauft)

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