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Coltortis Riesenbock vermiest den Einstand von Beierlorzer bei RB Leipzig

Coltortis Riesenbock vermiest den Einstand von Beierlorzer bei RB Leipzig

RB Leipzig versinkt im Mittelmaß der 2. Bundesliga. Auch mit einem neuen Trainer finden die Roten Bullen nicht zurück in die Erfolgsspur. Am Sonntag verlor der Aufsteiger zu Hause gegen den FSV Frankfurt mit 0:1. Ausgerechnet der sonst so sichere Torhüter Fabio Coltorti leitete die Niederlage ein.

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Heimspielauftakt: RB Leipzig gegen den FSV Frankfurt.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. "Man kann sagen, dass wir hier mit null Chancen gewonnen haben", freute sich Frankfurts Abwehrchef Hanno Balitsch nach dem Abpfiff.

Es war das Spiel Eins nach dem Trainerwechsel bei RB Leipzig: Achim Beierlorzer hat bei seiner Premiere als verantwortlicher Chefcoach die Mannschaft ordentlich durcheinander gewirbelt. Daniel Frahn, Dominik Kaiser und Sebastian Heidinger standen nicht einmal im Kader der Gastgeber. "Andere Stürmer haben sich im Training mehr aufgedrängt", so Beierlorzer zu seinem Verzicht auf Frahn. Mit Kaiser habe er sich vor dem Spiel lange besprochen. "Er fühlt sich derzeit zu Topleistungen nicht in der Lage", meinte der Coach. Der Grund: Kaiser absolvierte wegen einer Grippe nur einen Teil der Vorbereitung. Seine Laktatwerte belegten dies.

In der Verteidigung kehrte Marvin Compper nach seiner Gelbsperre zurück in den Innenblock. Beierlorzer beorderte zudem Zsolt Kalmár, Ante Rebic und Georg Teigl in seine Startformation.

Rangnick auf der Tribüne

Der neue Übungsleiter erhielt unterstützenden Applaus von den Fans, auf der Bank musste er aber allein entscheiden. RB-Sportdirektor Ralf Rangnick wollte seinem neuen Spitzenangestellten nicht in die Quere kommen, sah sich das Spiel von der Tribüne aus an. "Ich war zweieinhalb Jahre zuvor auch nicht auf der Bank, sehe von oben viel mehr", so Rangnick.

Der Name des ehemaligen Trainers Alexander Zorniger war bei den Anhängern keineswegs vergessen. Hundertfach hielten die Fans im Sektor B Zettel mit der Aufschrift "Danke Alex" und ein Spruchband mit "Danke Alex für die geile Zeit" vor dem Anpfiff in die Höhe.

Beierlorzer vertraute dem 4-3-3-System von der Aue-Pleite und verpasste Tim Sebastian die Kapitänsbinde. Der 31-Jährige wirkte davon regelrecht beflügelt, gewann hinten jedes Kopfballduell und trieb seine Kollegen nach vorn. Die erste Gelegenheit zur Führung hatte Emil Forsberg in der 13. Minute auf dem Fuß. Seinen Schuss aus 16 Metern Entfernung konnte FSV-Keeper Patric Klandt aber abwehren.

Poulsen vergibt Chance

Aufregung in der 28. Minute: Yussuf Poulsen wurde bei einem Sturmlauf an der rechten Außenlinie im Gesicht getroffen. Vor dem fälligen Freistoß lieferten sich Spieler beider Mannschaften hitzige Diskussionen. Den anschließend von Anthony Jung getretenen Ball beförderte Ante Rebic per Kopf ins Frankfurter Tor. Schiedsrichter Norbert Grudzinski (Hamburg) pfiff den Treffer allerdings zurück, weil Compper gleichzeitig einen Gegenspieler im Strafraum umgerissen hatte. "Diese Szene möchte ich gern noch einmal sehen", sagte Beierlorzer.

Von den Gästen war in der Offensive reichlich wenig zu sehen. Erst in der 37. Minute musste Coltorti erstmals eingreifen und eine Freistoßverlängerung von Balitsch aus vier Metern entschärfen.

Nach der Pause erhöhte RB den Druck und erarbeitete sich gleich mehrere Gelegenheiten zur Führung. Die beste Chance vergab Poulsen in der 57. Minute. Seinen Schuss lenkte Klandt mit einer weiteren Glanzparade ins Toraus.

Dann der Riesenklops von Coltorti: Einen Rückpass spielte der Bullen-Schlussmann völlig unbedrängt in die Füße von Odise Roshi. Der Frankfurter schob direkt zur schmeichelhaften Führung knapp ins leere Tor ein." Den FSV-Verantwortlichen stockte dabei der Atem. "Wie haben uns gefragt, warum läuft er nicht noch. Uns ist fast das Herz stehen geblieben", gab Frankfurts Sportdirektor Uwe Stöver zu.

Bei den Leipzigern machte Coltorti niemand einen Vorwurf. "Er hat uns auch schon viele Spiele gerettet", war immer wieder zu hören. Beierlorzer war der Frust dennoch ins Gesicht geschrieben. "Der Fauxpas war die Höchststrafe", bekannte er.  RB rannte bis zum Schlusspfiff an, der FSV verteidigte geschickt mit elf Mann am Strafraum den knappen Vorsprung.

"Auf dem richtigen Weg"

Beierlorzer und Rangnick wollten nach der Pleite aber nicht alles auf den Prüfstand stellen. "Mit Einstellung und der ganzen Art und Weise wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, war ich zufrieden", meinte der Coach. Rangnick ergänzte: "Mit Achim sind wir auf dem richtigen Weg, der Kurs ist absolut richtig."

Am Rand des Spiels gab der Zweitligist noch eine Personalie bekannt. Robert Klauß (30), zuletzt für die U 14 der Leipziger verantwortlich, übernimmt von Beierlorzer die U 17.

Statistik

RB Leipzig: Coltorti - Teigl, Sebastian, Compper, Jung - Khedira (69. Reyna), Kalmár, Kimmich (82. Hierländer) - Poulsen, Rebic (59. Damari), Forsberg

FSV Frankfurt: Klandt- Huber, Balitsch, Oumari, Bittroff - Konrad, Kruska, Kauko - Roshi (67. Golley), Engels (90. Ballas) - Aouida (86. Kapplani)

Tore: 0:1 Roshi (58.)

Zuschauer: 18.237

Matthias Roth

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