Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Google+ Instagram YouTube
Dämpfer im Spitzenspiel für RB Leipzig – 1:2-Niederlage in Freiburg

Im Schnee Dämpfer im Spitzenspiel für RB Leipzig – 1:2-Niederlage in Freiburg

Zweitliga-Spitzenreiter RB Leipzig ist auf dem Weg in die Fußball-Bundesliga ausgerutscht. Bei starkem Schneefall verloren die Leipziger das Spitzenspiel am Montagabend beim SC Freiburg mit 1:2 (0:1).

Bei starkem Schneefall verloren die Leipziger das Spitzenspiel am Montagabend beim SC Freiburg mit 1:2 (0:1).

Quelle: dpa

Freiburg. 1:2 im Freiburger Schneetreiben, Abstand zum Zweiten auf drei Punkte geschrumpft. RB-Kapitän Dominik Kaiser egalisiert die 1:0-Führung durch SCF-Techniker Grifo (10.) in der 56. Minute. Florian Niederlechner sorgt für den 2:1-Sieg (68.). Marcel Sabitzer hat kurz vorm Schlusspfiff das 2:2 auf dem Huf, schrammt aber am verdienten Punkt vorbei. SC-Trainer Christian Streich meinte: „Auf diesem Platz war es wichtig, in Führung zu gehen. Heute war das Glück auch auf unserer Seite.“ RB-Kapitän Dominik Kaiser: „Beide Mannschaften haben das Beste aus den Verhältnissen gemacht. Ich bin mir sicher, dass wir das Ganze jetzt zu Hause wieder in die richtige Richtung lenken.“

Die Lage nach 25 von 34 Spieltagen in der besten 2. Liga des Erdballs: RB ist Erster (53 Punkte) vor Freiburg (50), Nürnberg (47) Dritter. Ja, sieht nach wie vor ganz gut aus für RB.

Bei starkem Schneefall verloren die Leipziger das Spitzenspiel am Montagabend beim SC Freiburg mit 1:2 (0:1).

Zur Bildergalerie

Wenn Freiburgs Übungsleiter Christian Streich über Fußball und Co. spricht, nähert er sich mit großen Pausen einem Thema und klinkt dann ein Philosophen-Ei aus. Zum Dreiklang RB Leipzig, Brause und Red-Bull-Lifestyle im Batman-Anzug sagte Streich: „Ich habe das (die Brause) nie probiert. Erstaunlich, dass man mit so was so viel Geld verdienen kann. Die fliegen ja auch um Felsen herum (im Wingsuit) und manchmal in einen rein. Und dann sind sie tot. Das gehört dazu.“ Felsenfest überzeugt ist der 50-Jährige, dass RB in die Bundesliga aufsteigt. Und wenn man es schafft, sich an die Tabellenführer dranzuhängen, ist man laut Streich: „Oben mit dabei.“

Das sind die Freiburger nach dem Hit im Schwarzwald-Stadion. Joachim Löw, der in der Nähe wohnt, zieht die heimische Couch dem Wintereinbruch vor. Rein in den Schnee. Die Gastgeber vor 23 500 Fans (400 aus Leipzig) mit einem segensreichen Start und der Führung. Ein auf diesem Boden entschuldbarer Fehler von Marvin Compper wird zur Beute des Bundesliga-Absteigers. Florian Niederlechner auf Mike Frantz, der auf Vincenzo Grifo, Flachschuss – 1:0. Compper gesteht: „Ich habe den Ball schlecht eingeschätzt, lege ihn mit der Wade vor und müsste ihn eigentlich klären.“ Die Platzverhältnisse ähneln jenen bei den Icefighters, Rückpässe kommen auf den Index, Ballkontrolle wird zur Königsdisziplin, Rutschpartien allenthalben. Schwerstarbeit für Eisrichter Manuel Gräfe. Freiburgs Schneemänner vom Tor nahezu beseelt, Peter Gulacsi hält einen Freistoß von Grifo fest (22.). RB zu verspielt, aber Emil Forsberg mit einem Lebenszeichen in die Arme von Keeper Schwolow (30.). Dann kuriose Unterbrechung, die Linien werden freigeschippt. Rangnick holt seine Männer zu sich, stellt sie neu ein. Motto: Einfach spielen. Alle statistischen Werte sprechen für RB, aber Freiburg führt zur Pause 1:0.

Wiederbeginn. RB kommt, Sabitzer und Dominik Kaiser schließen erfolglos ab. Dann fällt der verdiente Ausgleich. Poulsen auf Forsberg, der lässt den Ball passieren, Kaiser netzt eiskalt ein. Das sechste Saisontor des Unverzichtbaren.

67.: Streich bringt Nils Petersen. Dessen erste Aktion in der 68. Minute: Pass auf Niederlechner, 2:1! RB steht Spalier. Davie Selke kommt für Forsberg. RB gibt alles, Poulsen – bester RBL-Mann – hat das 2:2 auf dem Fuß (74.). Hochspannung bis zum Ende, Keeper Schwolow rettet in der Nachspielzeit auf der Linie gegen Sabitzer. Aus, vorbei. Sonntag kommen die Münchner Löwen in die Red-Bull-Arena.

SC Freiburg: Schwolow – Stenzel, Höhn, Kempf, Günter – Höfler, Abrashi – Frantz (67. Petersen), Grifo – Guede (46. Philipp), Niederlechner (86. Falahen). RB: Gulacsi – Klostermann, Orban, Compper, Halstenberg – Khedira (46. Quaschner), Demme (83. Ilsanker) – Kaiser, Sabitzer, Forsberg (73. Selke) – Poulsen.

Guido Schäfer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Spielberichte